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Pressemitteilungen : 20.09.2011

Eine Forschungslücke wird geschlossen

Inventar »Der Dom zu Magdeburg« (Band 1: Architektur, Band 2: Ausstattung) erschienen

Die nachfolgende Pressemitteilung erhalten Sie hier auch als PDF zum Download.

Der Magdeburger Dom als Stiftung Ottos des Großen erlangte historische Bedeutung als erste erzbischöfliche Kathedrale im gotischen Stil und gilt als größter Sakralbau Mitteldeutschlands. Mit dem 800-jährigen Jubiläum des Bauwerks im Jahr 2009 endeten die Forschungen im Rahmen des Projektes „Inventarisierung des Magdeburger Domes“, deren Ergebnisse am heutigen Tag durch den Kultusminister Sachsen-Anhalts Stephan Dorgerloh, den Direktor der Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt Boje E. Hans Schmuhl, den Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Harald Meller, den Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn und den Verleger Dr. Albrecht Weiland vorgestellt werden.

Unter Otto dem Großen stieg Magdeburg im 10. Jahrhundert zu einer Metropole von europäischem Rang auf. Otto und seine Frau Editha stifteten dem heiligen Mauritius 937 ein Benediktinerkloster, aus dem 968 der Dom hervorging. Nach einem Brand und der damit verbundenen Zerstörung des Domes im Jahr 1207 kam es zum Neubau des sakralen Mittelpunktes der Elbestadt. Im neuen Dom des 13. Jahrhunderts sind die Stiftergräber Ottos I. im Chor und die sterblichen Überreste Königin Edithas vor der Chorscheitelkapelle durch eine exponierte Lage ausgewiesen. In der Bauzeit bis in das Jahr 1520 wurde der Architektur ihre unverwechselbare Gestalt verliehen. Singulär ist das Chorensemble, in welchem Tradition und Modernität zu einem Konzept verschmolzen. Die Architektur und Plastik verbunden mit der geschichtlichen Bedeutung des Domes bilden ein Alleinstellungsmerkmal, das auch eine mögliche Aufnahme als UNESCO-Weltkulturerbe hinreichend zu begründen vermag.

Das Inventar wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sowie der Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt erarbeitet. Die enge Kooperation der beteiligten Institutionen mit dem Kultusministerium, der Landeshauptstadt Magdeburg und der Domgemeinde hatte sich bereits bei den Ausgrabungen im Dom als äußerst fruchtbar erwiesen. Die wahrscheinliche Entdeckung des Grabes Erzbischofs Wichmann von Seeburg im Vorgängerbau des Domes und vor allem die Identifizierung Edithas in einem Grab im Chorumgang des gotischen Neubaus zählten zu den sensationellen Ergebnissen des interdisziplinären Forschungsteams.

Die vollständige Bestandserfassung der Architektur und Ausstattung des größten Sakralbaus Mitteldeutschlands nach aktuellem Forschungsstand ist nicht minder bedeutsam für die Wissenschaft. Die zweibändige Publikation „Der Dom zu Magdeburg“ schließt eine Forschungslücke. Erstmals wird eine vollständige, reich bebilderte Dokumentation von Architektur und Ausstattung vorgelegt, deren hoher Wert auch in den erstmalig veröffentlichten aktuellen Aufmessungen liegt.  Die beiden Bände sind sowohl als Nachschlagewerk für Spezialisten unterschiedlicher Disziplinen als auch für den interessierten Laien zu empfehlen. Die Autoren Dr. Heiko Brandl und Dr. Christian Forster schufen ein solides empirisches Fundament für die Denkmalpflege und alle künftigen historischen Forschungen. Weitere namhafte Autoren haben auf den 1028 Seiten ihr Fachwissen zu Spezialthemen eingebracht. Dies alles macht die Publikation zu einem Standardwerk der deutschen Architekturgeschichte. Die Publikation „Der Dom zu Magdeburg“ ist direkt beim Verlag oder in jeder Buchhandlung zu beziehen.

Brandl, Heiko / Forster, Christian
Der Dom zu Magdeburg
Band 1: Architektur, Band 2: Ausstattung
Regensburg: Schnell & Steiner, 1. Auflage 2011
1030 S.: 70 farb. Ill., 1573 sw. Ill.
5 Planbeilagen, 24 x 30 cm, fadengeheftet,
Efalin in Feinleinenprägung mit Schutzumschlag,
ISBN 978-3-7954-2462-6

Einführungspreis bis 31.12.2011: € 149,- [D]
Ladenpreis ab 01.01.2012: € 169,- [D]

 

 

Kontakte                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Dr. Alfred Reichenberger
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