Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilungen : 12.05.2016

„Here I stand…“ – Lutherausstellungen USA 2016

Umfangreiches Ausstellungsprojekt zum Reformationsjubiläum geht verschiedenen Höhepunkten im Herbst 2016 entgegen – Website www.here-i-stand.com ab sofort online

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Die untenstehende Pressemitteilung steht Ihnen hier zum Download bereit.

Das Projekt „Here I stand…“ – drei Ausstellungen zum Reformationsjubiläum

Aus Anlass des bevorstehenden Reformationsjubiläums verwirklichen das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (federführend), die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, das Deutsche Historische Museum (Berlin) sowie die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha mit Unterstützung des Auswärtigen Amts ein Ausstellungsprojekt besonderen Formates: In Kooperation mit drei äußerst renommierten US-amerikanischen Institutionen werden zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 an drei unterschiedlichen Orten in den USA zeitgleich drei einander ergänzende Ausstellungen zu Martin Luthers Leben und Wirken gezeigt. Hierfür kooperieren die vier deutschen Projektpartner mit The Morgan Library & Museum (New York City), dem Minneapolis Institute of Art (Minneapolis, Minnesota) und der Pitts Theology Library der Emory University (Atlanta, Georgia).

26 weitere Institutionen vor allem Mitteldeutschlands unterstützen das Projekt als Leihgeber. Sie alle machen in einmaliger Weise ihre Bestände zugänglich. So werden die meisten Exponate erstmals in den USA gezeigt, der Großteil der Objekte war noch nie außerhalb Deutschlands zu sehen. Auf diese Weise entstehen an jedem der drei Ausstellungsorte einmalige Präsentationen, die jeweils speziell auf die amerikanischen Partnerinstitutionen und ihre Zielgruppen zugeschnitten sind. Jede von ihnen ist einzigartig und zeigt eine Kombination hochkarätiger Exponate, die in dieser Form noch nie zu sehen war und voraussichtlich auch nicht wieder zu sehen sein wird.

Die Ausstellungen werden nicht nur einen fundierten und anschaulichen Einblick in Martin Luthers Leben und Werk sowie den kunst- und kulturhistorischen Kontext der Reformation bieten, sondern auch einen einmaligen Eindruck von der kulturellen Schatzkammer Mitteldeutschlands vermitteln. Sie machen aufmerksam auf die authentischen Stätten und die bedeutenden Sammlungen im Geburtsland der Reformation, deren reichhaltige und erstaunliche Bestände international noch nicht in dem Maße bekannt sind, der ihnen aufgrund ihrer überregionalen Bedeutung gebührt. Gleichzeitig stellen sie eine Einladung an das amerikanische Publikum dar, diese Stätten und Sammlungen, aber auch die nationalen Ausstellungen und Veranstaltungen zu besuchen, die 2017 aus Anlass des Reformationsjubiläums in Deutschland abgehalten werden.

Die Realisierung des Projektes „Here I stand…“ wird durch die maßgebliche finanzielle Unterstützung des Auswärtigen Amts ermöglicht und steht unter der Schirmherrschaft von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Zusammen mit der Ausstellung „Renaissance and Reformation. German Art in the Age of Dürer and Cranach“ der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München in Kooperation mit dem Los Angeles County Museum of Art ist es eines von zwei Ausstellungsprojekten, die aus Anlass des Reformationsjubiläums durch das Auswärtige Amt gefördert werden.

Die Ausstellungen in New York, Minneapolis und Atlanta

„Word and Image: Martin Luther’s Reformation“
The Morgan Library & Museum, New York
7. Oktober 2016 – 22. Januar 2017

An der renommierten Institution im Herzen von Manhattan entsteht eine fokussierte Schatzkammerausstellung. In ihrem Mittelpunkt stehen die Ereignisse im Leben Martin Luthers, die für die beginnende Reformation von besonderer Bedeutung waren. Die Schau vereint zahlreiche Autographen und bedeutende Schriften mit ausgewählten Kunstwerken höchster Qualität, die die Schlüsselaussagen der Ausstellung pointieren.

1) Brief Martin Luthers an Kaiser Karl V. vom 28. April 1521. In dem Brief, der aufgrund seiner Bedeutung 2015 ins UNESCO-Dokumentenerbe „Memory of the World“ aufgenommen wurde, erläutert Luther, warum er sich auf dem Reichstag zu Worms weigerte, seine Thesen zu widerrufen. (Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt)

2) Lucas Cranach, Christus und Maria, ca. 1516–1520 (Stiftung Schloss Friedenstein Gotha)

„Martin Luther: Art and the Reformation“
Minneapolis Institute of Art
30. Oktober 2016 – 15. Januar 2017

Die umfassendste Ausstellung im Rahmen des Projektes “Here I stand…” veranschaulicht nicht nur Martin Luthers Leben und Wirken, sondern auch das kulturhistorische Umfeld der Reformation im 16. Jahrhundert. Sie findet an einem der zehn größten Kunstmuseen der USA statt, das durch seine Lage im lutherisch geprägten Mittleren Westen und sein internationales Renommee für eine Ausstellung zum Reformationsjubiläum geradezu prädestiniert ist. Eine einzigartige Bandbreite an Exponaten ermöglicht das Eintauchen in die Welt Luthers: Sie reicht von archäologischen Funden aus den Lutherstätten Mitteldeutschlands über Autographen, Schriften und erstklassige Gemälde Lucas Cranachs d. Ä. und d. J. bis hin zu wertvollen Gewändern und raumgreifenden Kunstwerken.

3) Archäologische Funde aus den Lutherhäusern in Mansfeld und Wittenberg (z. B. Spielzeug, Kleidungsbestandteile und Schreibset) machen in einzigartiger Weise die Lebenswelt des Menschen Martin Luther greifbar (© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták, München)

4-5) Lucas Cranach d. Ä., Porträts Martin Luthers und Katharina von Boras, 1529 (Deutsches Historisches Museum)

6) Werkstatt des Heinrich Füllmaurer, Der Gothaer Tafelaltar, um 1539–41. Mit seinen 16o Einzeltafeln stellt der Wandelaltar gewissermaßen eine riesige Bilderbibel dar.
(Stiftung Schloss Friedenstein Gotha)

„Law and Grace: Martin Luther, Lucas Cranach, and the Promise of Salvation“
Pitts Theology Library, Emory University, Atlanta
11. Oktober 2016 – 15. Januar 2017

Mit Hilfe vieler Druckwerke der an der Pitts Theology Library ansässigen bedeutenden Kessler Reformation Collection sowie ausgewählter Leihgaben der vier deutschen Kooperationspartner rankt sich eine Kabinettausstellung rund um Lucas Cranachs Bildmotiv “Gesetz und Gnade“. Das Gemälde setzt das Hauptanliegen von Luthers Reform ins Bild: die Auffassung von der Erlösung des Menschen allein durch die Gnade Gottes. Darüber hinaus folgt die Ausstellung der Beziehungsgeschichte, die seit Jahrhunderten Deutschland mit Nordamerika und insbesondere Georgia verbindet.Die Ausstellung „Law and Grace: Martin Luther, Lucas Cranach, and the Promise of Salvation“ wird mit Unterstützung der Halle Foundation, Atlanta verwirklicht.

7) Fragment eines Wandbrunnens aus dem Lutherhaus Wittenberg mit Darstellung des gekreuzigten Christus (© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták, München)

8) Lucas Cranach d. J., Gesetz und Gnade, um 1550 (Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták, München)

Begleitpublikation

Die Ausstellungen in New York, Minneapolis und Atlanta werden durch eine umfangreiche Begleitpublikation begleitet. Sie besteht aus einem Essayband und einem Katalog, die sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache erscheinen werden. Der reich illustrierte Aufsatzband fasst aktuelle Forschungen renommierter, sowohl deutscher als auch englischsprachiger Wissenschaftler zu Martin Luther, der Geschichte der Reformation und dem Luthertum in Nordamerika zusammen. Der opulente Katalogband stellt als Gesamtkatalog der Ausstellungen, die im Rahmen des Projektes „Here I stand…“ realisiert werden, insgesamt etwa 400 Exponate in Wort und Bild vor. Damit illustriert er nicht nur eindrucksvoll die Geschichte Martin Luthers und der Reformation in Objekten, sondern vermittelt auch einen einzigartigen Eindruck von den kulturellen Schätzen im Geburtsland der Reformation.Die Begleitpublikation erscheint im Oktober 2016 im Sandstein Verlag Dresden.

Essayband
ca. 500 Seiten
etwa 250 Abb., farbig und sw
30 x 24,5 cm, Festeinband
ISBN 978-3-95498-222-6
38,-€

Katalog
ca. 500 Seiten
etwa 550 Abb., farbig und sw
30 x 24,5 cm, Festeinband
ISBN 978-3-95498-211-9
38,-€

Beide Bände im Schuber
ISBN 978-3-95498-231-8
68,-€

Digital- und Posterausstellung #HereIstand.
Martin Luther, die Reformation und die Folgen

Am 12. Mai 2016 geht das Ausstellungsprojekt „Here I stand…“ mit der Internetseite www.here-i-stand.com online. Ab Oktober 2016 wird hier Nutzern auf der ganzen Welt ein ganz besonderes Angebot zur Verfügung stehen: die Ausstellung „#HereIstand. Martin Luther, die Reformation und die Folgen“. Sie wird sowohl digital im Internet als auch offline in Form von insgesamt 30 downloadbaren Postern zu sehen und zu nutzen sein und sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache zur Verfügung stehen.

Inhalte der Ausstellung

Mit Hilfe moderner Infografiken, gestaltet durch die Berliner Agentur Golden Section Graphics GmbH, zeigt und erklärt die Ausstellung die wichtigsten Stationen der Reformationsgeschichte und ihre Auswirkungen bis heute. Ausgehend von der Biographie Martin Luthers wird ein Blick in die Lebensumwelt der Menschen vor der Reformation geworfen. Darauf richtet die Schau ihren Fokus auf die reformatorische Dynamik, die sich nach Luthers Veröffentlichung der 95 Thesen entspann. Sie behandelt zentrale Fragen der Reformationsgeschichte. Was war das Neue an Luthers Theologie? Was geschah in Wittenberg 1517? Wie verbreitete sich die neue Lehre? Die Zeit zwischen 1520 und 1530 war eine Zeit des Umbruchs, auch für die Geschlechterrollen. Dass auch Frauen in der Reformation ihre Rolle spielten, wird heute oft vergessen. Ein weiterer Fokus der Ausstellung behandelt die Ausbreitung des Protestantismus in den USA. Nicht zuletzt wird die Frage geklärt, was der Bürgerrechtler Martin Luther King mit seinem Namensvetter, dem deutschen Reformator Martin Luther gemeinsam hat.

Neue Wege beschreitet #HereIstand nicht nur mit dieser einzigartigen Kombination aus Digital- und Downloadausstellung, sondern insbesondere auch mit einem außergewöhnlichen Zusatzangebot: Als besonderes Highlight wird die Ausstellung auch 3D-eingescannte Museumsobjekte enthalten. Diese können im Internet betrachtet werden, lassen sich aber, wie die Poster, auch herunterladen und im 3D-Drucker ausdrucken.

Interessenten und Institutionen weltweit steht mit diesem Angebot die Möglichkeit offen, auf kostengünstige und einfache Art und Weise eigene Ausstellungen zum Reformationsjubiläum zu realisieren und in der schulischen sowie außerschulischen und kirchlichen Bildungsarbeit einzusetzen.

Technische Daten zur Posterausstellung

Die Posterausstellung umfasst 30 DIN A 1 Poster (4/0 farbig, 84,1 x 59,4 cm, auf 135g/qm Papier gedruckt). Sie ist modular aufgebaut, so dass auch kleinere Räumlichkeiten bespielt werden können. Die kleinste Ausstellung umfasst neun Poster, die größte 3o Poster. Um alle 3o Poster aufhängen zu können, sollten 20 m² Wandfläche zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen, inkl. einer Preview der Poster, sind ab sofort unter www.here-i-stand.com erhältlich.

Vorbestellungen jetzt zur verringerten Schutzgebühr möglich.

Die deutschsprachige Vollversion der Posterausstellung #HereIstand wird nicht nur zum Download, sondern auch zur Bestellung gegen Rechnung angeboten. Jeder Ausstellungssatz à 30 Poster wird gerollt, in Schlauchfolie verpackt und in einem eigenen Karton versandfertig konfektioniert.

Wer bis zum 30.07.2016 die Ausstellung vorbestellt, erhält die 30 Poster zur verringerten Schutzgebühr von 40 €. Ab dem 1.8.2016 beträgt die Schutzgebühr 50 €.

Kontakt für Rückfragen zur Posterausstellung #HereIstand:
Robert Kluth
Ausstellungsprojekt “Here I stand..."
Tel. 030 / 20 30 44 79
kluth(at)dhm.de

Besuchen Sie uns im Internet:

www.here-i-stand.com | facebook.com/hereIstand.luther/ | twitter.com/hereIstand_com

Pressekontakte

Dr. Alfred Reichenberger
Stellvertretender Landesarchäologe/
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0345 · 52 47 312
areichenberger(at)lda.mk.sachsen-anhalt.de

Dr. Tomoko Elisabeth Emmerling
Projektleiterin “Here I stand…”
Tel. 0345 · 29 84 98 88
temmerling(at)lda.mk.sachsen-anhalt.de

Landesamt für Denkmalpflege und
Archäologie Sachsen-Anhalt –
Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Str. 9
06114 Halle (Saale)
www.lda-lsa.de

 

Boris Nitzsche
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 - 20304 - 410
Fax 030 - 20304 - 412
nitzsche(at)dhm.de

Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin
www.dhm.de

 

Florian Trott
Leitung Kommunikation und Vermittlung
Tel. 034 91 - 420 31 27
Fax 034 91 - 420 32 70
florian.trott(at)martinluther.de

Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg
www.martinluther.de

 

Carola Schüren
Direktorin Kommunikation und Bildung
Tel. 03621-8234 58o
schueren(at)stiftung-friedenstein.de

Marco Karthe
Referent für Presse und Veranstaltungen
Tel. 03621 – 8234 - 582
karthe(at)stiftung-friedenstein.de

Stiftung Schloss Friedenstein Gotha
PF 10 03 19
99853 Gotha
www.stiftung-friedenstein.de

 

Pressereferat Auswärtiges Amt
Tel. 030-5000-2056
Fax 030-5000-52056
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