Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
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Pressemitteilungen : 29.10.2016

Eröffnung der Ausstellung „Martin Luther: Art and the Reformation“ am 29. Oktober 2016 im Minneapolis Institute of Art

„Here I stand…“ – Lutherausstellungen USA 2016

Folgende Pressemitteilung steht Ihnen hier als pdf zum Download zur Verfügung.

Nach den Ausstellungseröffnungen in New York und Atlanta ist in Minneapolis ab dem 30. Oktober 2016 nun auch die dritte und größte Ausstellung im Rahmen des Projektes “Here I stand…” zu sehen. Sie wurde im Minneapolis Institute of Art von Staatsminister Michael Roth und dem Kulturstaatssekretär des Landes Sachsen Anhalt, Dr. Gunnar Schellenberger, am 29. Oktober feierlich eröffnet und trägt den Titel „Martin Luther: Art and the Reformation“. Die bislang umfassendste Schau zu Martin Luther in den USA wird  bis zum 15. Januar 2017 zu sehen sein.

Im Rahmen des Projektes “Here I stand…” veranschaulicht die Ausstellung nicht nur Martin Luthers Leben und Wirken, sondern auch das kulturhistorische Umfeld der Reformation im 16. Jahrhundert.

Das Auswärtige Amt ermöglicht die bedeutsame Ausstellung; der Staatsminister für Europa, Michael Roth, Mitglied des Bundestages, erklärt: „Die Reformation als kulturelles Ereignis von Weltrang hat unser Menschenbild und unsere Gesellschaft grundlegend geprägt. Auch wir leben aus der Freiheit heraus, die immer mit Verantwortung verbunden sein muss. Was das für die Außenpolitik bedeutet, muss immer wieder neu abgewogen werden. Die Ausstellung in Minneapolis ist für uns ein spannender Anlass, darüber mit den Vereinigten Staaten neu ins Gespräch zu kommen“.

„In dieser umfangreichsten der drei Ausstellungen im Herzen des lutherischen Kernlandes der USA wird eine außergewöhnliche Bandbreite bedeutender Originalexponate zu sehen sein. Dank der zahlreichen archäologischen Funde, Bücher und Graphiken, großformatigen Gemälden und Skulpturen können sich die Besucher über Martin Luthers Leben und Wirken ein umfangreiches Bild machen. Die Ausstellung in Minneapolis macht das Zeitalter der Reformation in den USA erlebbar“, sagte Kulturstaatssekretär Schellenberger.

Die Ausstellung findet an einem der zehn größten Kunstmuseen der USA statt, das durch seine Lage im lutherisch geprägten Mittleren Westen und sein internationales Renommee für eine Ausstellung zum Reformationsjubiläum geradezu prädestiniert ist. Eine einzigartige Bandbreite an Exponaten ermöglicht das Eintauchen in die Welt des Reformators. Sie reicht von archäologischen Funden aus den Lutherstätten Mitteldeutschlands über Autographen, Schriften und erstklassige Gemälde Lucas Cranachs d. Ä. und d. J. bis hin zu wertvollen Gewändern und raumgreifenden Kunstwerken. Insgesamt werden ca. 300 höchstrangige Objekte von 26 Leihgebern gezeigt. Die meisten davon waren noch nie im Ausland zu sehen. Zu den Highlights gehören unter anderen Kinderspielzeug und Bestandteile einer hochwertigen Frauentracht aus Martin Luthers Elternhaus in Mansfeld, prächtige Ofenkacheln und importierte Luxusobjekte aus dem Wittenberger Wohnhaus des Reformators sowie originales Mobiliar aus der dortigen Lutherstube, das Pilgergewand Kaiser Maximilians I., die Mönchskutte Martin Luthers, der Gothaer Tafelaltar, ein Turnierhelm Kaiser Karls V. sowie zahlreiche Cranach-Gemälde, darunter Porträts des Reformators und seiner Gemahlin Katharina von Bora. Zu den besonders außergewöhnlichen Exponaten zählt die Eislebener Lutherkanzel, die dank der großzügigen Unterstützung des Minneapolis Institute of Art restauriert werden konnte und nach dem Ende der Ausstellung in neuer Pracht an ihren angestammten Platz in der dortigen Andreaskirche zurückkehren wird.

Die Realisierung des Projektes „Here I stand…“ wird durch die maßgebliche finanzielle Unterstützung des Auswärtigen Amts ermöglicht und steht unter der Schirmherrschaft von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Zusammen mit der Ausstellung „Renaissance and Reformation. German Art in the Age of Dürer and Cranach“ der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München in Kooperation mit dem Los Angeles County Museum of Art ist es eines von zwei Ausstellungsprojekten, die aus Anlass des Reformationsjubiläums durch das Auswärtige Amt gefördert werden.

Zur Verwirklichung des Projektes „Here I stand…“ haben sich vier führende deutsche Kulturinstitutionen zusammengefunden: das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (federführend), die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, das Deutsche Historische Museum (Berlin) sowie die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. In Kooperation mit drei äußerst renommierten US-amerikanischen Institutionen werden zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 an drei unterschiedlichen Orten in den USA zeitgleich drei einander ergänzende Ausstellungen zu Martin Luthers Leben und Wirken gezeigt: „Word and Image: Martin Luther’s Reformation“ in The Morgan Library & Museum (New York City; 7.10.2016 – 22.01.2017), „Law and Grace: Martin Luther, Lucas Cranach, and the Promise of Salvation“ in der Pitts Theology Library der Emory University (Atlanta, Georgia; 11.10.2016 – 16.01.2017) und „Martin Luther: Art and the Reformation“ im Minneapolis Institute of Art (Minneapolis, Minnesota; 30.10.2016 – 15.01.2017).

 

 

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