Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
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Harald Meller trifft... Wolf-Dietrich Niemeier

Prof. Dr. Dr. Wolf-Dietrich Niemeier leitet seit 2001 die Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts, zuvor lehrte er an den Universitäten von Freiburg und Heidelberg. Er ist Spezialist für die minoische und mykenische Kultur der Ägäis. Bereits in seiner Dissertation über die Palaststilkeramik von Knossos beschäftigte er sich mit der Zeit und den kulturellen Veränderungen auf Kreta nach dem Ausbruch des Santorini-Vulkans. Seine Ausgrabungstätigkeiten führten ihn unter anderem nach Milet; aktuell leitet Prof. Niemeier die Erforschung des Heiligtums des Apollon von Abai bei Kalapodi in Zentralgriechenland, in dem sich in einzigartiger Weise eine Kultkontinuität von der mykenischen Zeit  über die sog. Dunklen Jahrhunderte und die geometrische Zeit bis zur römischen Kaiserzeit nachvollziehen lässt. Im Gespräch mit Harald Meller berichtet Wolf-Dietrich Niemeier über die aktuellen Ergebnisse von diesem bedeutenden Fundplatz, vor allem aber auch über den aktuellen Stand seiner Forschungen zur Verbreitung sowie zum Untergang der minoischen Palastkultur.

Teil 1

Im ersten Teil des Interviews spricht Wolf-Dietrich Niemeier über seine eigenen Forschungsschwerpunkt, über die Charakteristika der minoischen Palastkultur sowie über die Auswirkungen der Neudatierung des Santorini-Ausbruchs auf unsere Sicht auf den Mittelmeerraum in minoischer Zeit. So erfahren Sie beispielsweise, wieso Wolf-Dietrich Niemeier selbst nicht mehr seiner Meinung von 1980 ist.
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Teil 2

Das zweite Teil des Interviews mit Wolf-Dietrich Niemeier stellt die Frage nach der Ursache für den Untergang der minoischen Palastkultur. Sie erfahren, wieso die Entdeckung und Ausgrabung der minoischen Siedlung von Akrotiri auf Santorin zu einer Irritation der Forschung führte und weshalb die Zeit unmittelbar nach dem Vulkanausbruch auf Kreta keine Fortsetzung der Blütezeit der Insel war. Daneben erläutert Niemeier, wieso unser heutiges Bild von einer friedliebenden, heiteren minoischen Kultur in erster Linie ein von Arthur Evans geschaffenes Gegenbild zur politischen Situation Europas am Beginn des 20. Jahrhunderts ist.
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Teil 3

Im dritten Teil des Interviews mit Wolf-Dietrich Niemeier wird die Frage nach der Ursache des Untergangs der minoischen Palastkultur, der etwa 50 bis 100 Jahre nach dem Santorini-Ausbruch nicht mehr dessen direkte Folge sein kann, beantwortet. Daneben erläutert Niemeier, wer die Nutznießer dieses Umbruchs waren, und aus welchem Grund sie in die durch den Kollaps entstehende Lücke vorstoßen konnten.
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