Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
Sie sind hier: Startseite > Forschung > Weitere Projekte > Archäoscan > Kurzanleitung > 
Deutsch | English

Kurzanleitung

Als Objekte eignen sich vorzugsweise kleine Gegenstände. Da die Schärfentiefe begrenzt ist, sollten die Partien des Objektes, die scharf gezeichnet werden sollen, nicht weiter als ca. 1 - 2,5 cm von der Glasplatte des Scanners gelegt  werden. Auch "tiefere" Objekte sind möglich, aber Ausleuchtung und Schärfe der von der Platte weiter entfernten Partien sind dann nicht mehr optimal. Letztlich entscheidend sind Probieren und  Verwendungszweck des Bildes, um herauszufinden, welche Objekte sich eignen und welche nicht.

Ideal sind Kleinfunde wie Schmuck, Münzen, Fibeln, Beschläge, Perlen, Keramikscherben (besonders verzierte), ggf. auch komplette kleinere Gefäße. Auch botanische "Makroreste", ganze Pflanzen oder Leichenbrand und Tierknochen eignen sich. 
Als Material kommt alles in Frage, neben Metallen und Keramik auch Leder, Holz, Glas etc. Man achte darauf, daß die Glasplatte des Scanners nicht zerkratzt wird, gefährlich sind Sandkörner, Stein und Keramik. Solche Materialien lege man deshalb sehr behutsam auf die Platte.

Den Scannerdeckel sollte man nicht schließen. Der Raum sollte deshalb möglichst dunkel sein, damit der Hintergrund einheitlich schwarz wird (Ausnahme: transparente Objekte), bzw. bastle man sich einen geeigneten dreidimensionalen "Deckel" (z.B. einen mit schwarzen Samt ausgekleideten Schuhkarton). Kratzer und Verunreinigungen der Platte treten nämlich besonders stark im Streif- und Streulicht zutage.

Nach dem Prescan wählt man den gewünschten Ausschnitt, stellt die gewünschte Auflösung ein, und liest das Bild ein.

Anschließend wird das Bild im Rechner nachbearbeitet.

Zuletzt noch ein Tip: Bild-Dateien werden schnell sehr groß und verbrauchen viel Plattenkapazität. Daher empfiehlt es sich, die endgültige, fertige Grafik in komprimierter Form (z.B. als JPG) zu speichern, und die Scans und Vorstufen, Vorversionen etc. möglichst schnell wieder zu löschen.

Hardware und Software

- Rechner (Pentium, ab ca. 400 MHZ, 128 MB RAM, USB-Schnittstelle)   

- Monitor  (möglichst gut, je nach Bedürfnissen.)

- Flachbettscanner, empfohlen max. Auflösung 2400 dpi (optisch), Farbtiefe mindestens 24, besser 32 Bit/Pixel.

- Speichermedium, empfohlen: CD-Brenner.

Für Archäoscan und Archäotypie bedarf es keiner besonderen Software: neben dem Scanner-Treiber (im Lieferumfang des Scanners in der Regel enthalten), benötigt man ein gutes Bildbearbeitungsprogramm für Raster/Pixel-Bilder. Wir benutzen dazu Micrografix-Picture-Publisher 7.0, den man vielerorts "nachgeworfen" bekommt.

Es eignen sich auch andere Grafik-Programme, z.B. Corel-Photo-Paint etc. Die Anleitungen und die Makros sind auf den Picture-Publisher 7.0 zugeschnitten.