Begleitbuch zur Ausstellung

Krieg - eine archäologische Spurensuche

 Herausgegeben von Harald Meller und Michael Schefzik
Theiss-Verlag (Stuttgart)
Format: 24,5 x 30,0 cm
Umfang: ca. 484 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen

Museumsausgabe: Hardcover mit Fadenheftung, ca. 29,95 €
Buchhandelsausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenheftung, ca. 39,95 €

 

Vom Aufstieg des Krieges

 Die archäologische Erforschung des Phänomens „Krieg“ hat in den letzten 25 Jahren enorme Fortschritte gemacht: Schlachtfelder und Befestigungen wurden ausgegraben, Massengräber geborgen, unzählige Skelette mit Verletzungsspuren untersucht, Waffen sowie bildhafte Darstellungen und historische Texte analysiert – mit außerordentlichem Erkenntnisgewinn.

In diesem Begleitband zur Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) wird der Frage nachgegangen, wann Krieg erstmals in Erscheinung tritt. Nach Überlegungen zur Definition von „Krieg“ und Bezügen zur Ethnologie sowie zum Konfliktverhalten von Ameisen und Schimpansen beginnt die Suche bei den frühesten nachweisbaren Konflikten der Menschheitsgeschichte und schließt mit dem Ende der Bronzezeit. Außerdem bilden die aktuellen Forschungen auf dem Schlachtfeld von Lützen (1632) mitsamt Bergung eines Massengrabes den Anlass, die Spuren aufzudecken, die der Dreißigjährige Krieg in Mitteldeutschland hinterließ.

In diesem großen zeitlichen Bogen, den Ausstellung und Begleitband schlagen, finden sich unter anderem die älteste nachweisbare Feldschlacht Mitteleuropas im mecklenburgischen Tollensetal oder die mit modernsten bioarchäologischen Verfahren untersuchten Skelettreste aus dem Massengrab von Lützen.