Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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2015

05.11.2015

»Krieg – Eine archäologische Spurensuche« Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Die Entdeckung eines Massengrabes im Jahr 2011 aus der Schlacht von Lützen (1632) war ein Meilenstein der seit 2008 durchgeführten archäologischen Erforschung des Schlachtfeldes und Anlass, dem Phänomen „Krieg“ aus archäologischer Sicht von seinen Anfängen an nachzugehen. Auf insgesamt 1000 m² Ausstellungsfläche werden etwa 900 Exponate und Exponatgruppen aus über 60 europäischen Museen und Sammlungen gezeigt. Die Sonderausstellung, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, öffnet am 6. November 2015 ihre Pforten und wird bis zum 22. Mai 2016 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) gezeigt. Weiterlesen

29.10.2015

Steinzeitliche Gräber bei Karsdorf, Lkr. Burgenlandkreis, entdeckt

Seit mehreren Monaten setzt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt seine langjährigen Ausgrabungen im Abbaufeld der OPTERRA GmbH in Karsdorf fort. Bereits in den frühen 9oer Jahren waren hier im Kiessandtagebau der Rohstoffgewinnung archäologische Dokumentationen vorgeschaltet. Die diesjährige Kampagne endet im November. Ein fünfköpfiges Team wird bis dahin 2 ha Fläche untersucht haben; im Juni hatten die Arbeiten begonnen. Weiterlesen

22.10.2015

Ein 6.000 Jahre altes Erdwerk von Libehna, Lkr. Anhalt Bitterfeld – Steinzeitliches Grabenwerk bei Ausgrabungen an der Bundesstraße B6n entdeckt

Auf dem letzten Abschnitt der Bundesstraße 6n, bevor diese bis an die Bundesautobahn 9 heranreicht, untersucht das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt derzeit mit ca. 50 Mitarbeitern 19 Fundstellen. Die archäologischen Ausgrabungen dauern bis Jahresende an. Weiterlesen

23.09.2015

»Ausgrabungsergebnisse an der mittelalterlichen Wüstung Krakau bei Peißen, Lkr. Salzlandkreis«

Im Umfeld des Neubaus einer 37 km langen Erdgasleitung zwischen Peißen und Bobbau durch die Erdgasspeicher Peißen GmbH werden vor allem am Startpunkt in Peißen verschiedene Leitungen – beispielsweise eine Regenwasserleitung – neu verlegt. Nachdem bereits 2014 an der westlichsten Fundstelle der 37 km langen Leitung FGL 910 eine mittelalterliche Wüstung inkl. einer am Siedlungsfuß vorbeiführenden Fernstraße vorgestellt wurden, steht im Mittelpunkt des heutigen Pressetermins Kirche und Friedhof der mittelalterlichen Wüstung Krakau. Auf nur knapp 400 m² haben 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in den vergangenen Tagen neben dem Fundament eines vermutlich sakralen Baus vor allem zahlreiche Bestattungen freigelegt.  Weiterlesen

20.08.2015

Museen und Sammlungen in Halle treffen Francke

8 Museen und Sammlungen aus Halle haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um die Bewerbung der Franckeschen Stiftungen um Aufnahme in das UNESCO-Welterbe zu unterstützen. Alle teilnehmenden Häuser bekennen sich offensiv zur Welterbe-Bewerbung und verankern diesen Gedanken bis zur Entscheidung der UNESCO-Kommission im Sommer 2016 mit Sonderausstellungen, Hinweisen für die Besucher in den Dauerausstellungen der Häuser sowie einer Postkartenedition. Allen Aktionen liegen die Verbindungen jedes einzelnen Museums, einzelner Objekte oder Sammlungsgegenstände zu August Hermann Francke und den Franckeschen Stiftungen zu Grunde. Die Aktionen starten mit einem Ausstellungscountdown ab 20. August 2015, der die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen flankiert. Weiterlesen

18.08.2015

Abschluss der diesjährigen Lehr- und Forschungsgrabung am frühbronzezeitlichen Großgrabhügel »Bornhöck« bei Dieskau (Saalekreis)

Bei der Frage nach der Entstehung von Arm und Reich in menschlichen Gesellschaften gibt es in der archäologischen Forschung Deutschlands zwei Fixpunkte: dies sind die bereits im 19. Jahrhundert bzw. 1907 ergrabenen frühbronzezeitlichen „Fürstengräber“ von Leubingen (heute Lkr. Sömmerda/Thüringen) und Helmsdorf (Lkr. Mansfeld-Südharz). Beide Fürstengräber konnten mittels der Dendrochronologie (Baumringe) ungewöhnlich exakt datiert werden (Leubingen 1942 v. Chr.; Helmsdorf 1840 v. Chr.).  Weiterlesen

23.06.2015

Kulturstaatsministerin und Kultusminister besichtigen Restaurierungsarbeiten an vom Hochwasser beschädigten Blockbergungen

Durch das Saalehochwasser im Juni 2013 wurde das Funddepot des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) mit Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle schwer getroffen. Unter anderem wurden etwa 100 sogenannte Blockbergungen – im Ganzen geborgene archäologische Befunde – durch die Wassermassen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die dauerhafte Erhaltung dieser einzigartigen Kulturdenkmale war akut gefährdet und nur durch umfangreiche restauratorische Maßnahmen zu erreichen. Mit Hilfe der umfangreichen finanziellen Unterstützung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsministerin Prof. Monika Grütters, werden die Schäden an den etwa 100 Blockbergungen seit Herbst 2014 beseitigt und weitreichende wissenschaftliche Untersuchungen sowie Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Weiterlesen

21.06.2015

»Eröffnung der Ausstellung „Der Hügel vor der Stadt“ in Kemberg, Lkr. Wittenberg – Präsentation von Funden und Ausgrabungsergebnissen eines bronzezeitlichen Burgwalls«

Nachdem im September 2014 am Burgwall der Stadt Kemberg, Lkr. Wittenberg, eine wissenschaftliche Forschungsgrabung durchgeführt wurde, können die ersten Ergebnisse und Funde nun in einer Sonderausstellung präsentiert werden. Im Rathaus Kemberg wird vom 21. Juni bis zum 21. September 2015 gezeigt, wie die Ausgrabungen durchgeführt wurden, welche naturwissenschaftlichen Methoden angewandt wurden und wie die archäologischen Funde und Befunde ausgewertet werden. Weiterlesen

29.04.2015

»Archäologie im Revier« – Ausstellung im Stadtmuseum Pegau 29. April – 01. November 2015

In enger und fruchtbarer Zusammenarbeit mit der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt seit 2002 im Tagebau Profen archäologische Ausgrabungen durch. Auf einer Fläche von insgesamt bislang 700 Hektar erbrachten sie bereits reiche Funde und aufschlussreiche Erkenntnisse über die mehrtausendjährige Siedlungsgeschichte der Region, insbesondere für die Zeitabschnitte der Späten Jungsteinzeit (3.600–2.200 v. Chr.) sowie der frühen Römischen Kaiserzeit (60 v. Chr.–180 n. Chr.). Ausgewählte Funde aus den Grabungen der letzten Jahre werden nun vom 29. April bis zum 01. November 2015 in der Ausstellung »Archäologie im Revier« im Stadtmuseum Pegau präsentiert. Sie Weiterlesen

02.03.2015

Der Einfluss jungsteinzeitlicher Wanderungsbewegungen auf die indoeuropäischen Sprachen – Studie im Wissenschaftsmagazin "Nature" erschienen

Fast drei Milliarden Menschen sprechen heute eine der 445 Sprachen, die der indoeuropäischen Sprachfamilie zugerechnet werden. Dazu gehören auch Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Griechisch, Iranisch und Russisch. Die Ähnlichkeit dieser in Eurasien weitverbreiteten Sprachen wurde bereits vor 200 Jahren erkannt. Die Herkunft und Ausbreitung dieser Sprachen liegt jedoch noch weitestgehend im Dunkeln. In einer im Wissenschaftsmagazin Nature erscheinenden Studie nimmt sich ein internationales Forschungsteam dieser Frage an. Das Team unter Leitung der Harvard Medical School in Boston, USA, und des Australian Centre for Ancient DNA der Universität Adelaide fand Hinweise auf massive Wanderungsbewegungen aus den eurasischen Steppengebieten vor ca. 4.500 Jahren, welche zumindest einen deutlichen Einfluss auf die Verbreitung einiger indoeuropäischer Sprachgruppen gehabt haben muss. Die neue Studie steht damit teilweise im Widerspruch zu einer der populärsten Thesen über den Ursprung der indoeuropäischen Sprachen, die besagt, dass der Urahn dieser Sprachen mit den frühen Bauern vor mehr als 9.000 Jahren aus dem Nahen Osten nach Europa kam. Weiterlesen

27.02.2015

Übergabe einer neu errichteten Ersatzlagerhalle in Halle-Trotha – Nach massiven Hochwasserschäden im Zentraldepot des Landesmuseums für Vorgeschichte

Das Saalehochwasser im Juni 2013 richtete im Zentraldepot des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) schwere Schäden an, wodurch in den Kellerräumen des Gebäudes rund 3000m² Lagerfläche verloren gingen. Aufgrund der entstandenen Pilz- und Schimmelbelastung mussten die Lagerflächen ersetzt werden. Im Rahmen der Hochwassermaßnahmen des Landes Sachsen-Anhalt wurde seit Juni 2014 nahe dem Hauptgebäude im Auftrag des Bau- und Liegenschaftsmanagements Sachsen-Anhalt (BLSA) eine Ersatzlagerhalle errichtet. Die Halle weist eine Grundfläche von 50 x 30 m (1500 m²) auf und wurde mit einem zweigeschossigen Schwerlast- und Fachbodenregalsystem ausgestattet, womit wieder eine adäquate Lagerfläche für archäologische Funde zur Verfügung steht. Anlässlich der Fertigstellung und Inbetriebnahme wird die Halle durch den Staatssekretär des Ministeriums für Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Jörg Felgner, an das LDA übergeben. Weiterlesen

19.02.2015

Eröffnung des neuen Raums der Dauerausstellung »Die Erfindung der Germanen« zur frühen römischen Kaiserzeit

Am 19.02.2015 erfolgt die feierliche Eröffnung eines neuen Abschnitts der Dauerausstellung zur frühen römischen Kaiserzeit durch den Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh. Damit wird ein weiterer Schritt in der sukzessiven Neugestaltung der Ausstellung vollzogen. In dem neuen Raum „Die Erfindung der Germanen“ werden nun die ersten beiden nachchristlichen Jahrhunderte thematisiert – eine Zeit, die vom Aufeinandertreffen des römischen Weltreichs mit den Stämmen im freien Germanien geprägt war.  Weiterlesen

02.02.2015

Die Himmelsscheibe im Weltdokumentenerbe der UNESCO – Anbringung eines Emailleschildes am Eingang des Landesmuseums durch Kultusminister Stephan Dorgerloh

Als älteste konkrete Darstellung kosmischer Phänomene ist die Himmelsscheibe von Nebra am 18. Juni 2013 in das Register „Memory of the World“ der UNESCO aufgenommen worden. Mit dieser Auszeichnung ist das Privileg der Verwendung des UNESCO-Logos verbunden. Aus diesem Anlass bringt Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh heute ein hochwertiges Emailleschild am Haupteingang des Landesmuseums an, um auf diesen besonderen Status hinzuweisen. Finanziert wurde es durch eine Spende des Vereins zur Förderung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale) e.V., der durch den Schatzmeister Herrn Dr. Gerhard Woehe vertreten wird. Weiterlesen