Fundort Mittelberg: Der Finder sagt aus
An einem Sonntag im Juli
Nebra machen Sondengänger während einer illegalen Raubgrabung den Fund des Jahrhunderts: die Himmelsscheibe. Sie ist kein Einzelfund. Zusammen mit zwei Schwertern, einem Meißel, zwei Beilen und Armringen wird sie brutal dem Boden entrissen und schnell an überregional tätige Hehler weiterverkauft. Herkunft und Zusammensetzung des Fundes sind von größter Bedeutung für den Echtheitsnachweis und Grundlage für die Sicherstellung der Himmelsscheibe für die Allgemeinheit. In einem langen Gerichtsprozess wurden durch detaillierte Befragungen und Gutachten der Zusammenhang des Gesamtfundes und der originale Fundort auf dem Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt zweifelsfrei nachgewiesen. Im Jahr 2006, sieben Jahre nach der illegalen Ausgrabung, gehen der Finder Henry Westphal und der Landesarchäologe Harald Meller gemeinsam auf den Mittelberg. Henry Westphal schildert dabei detailliert, was an diesem 4. Juli 1999, der die Welt der europäischen Archäologie so nachhaltig verändert hat, auf dem Mittelberg geschah. Durch die Rekonstruktion der Fundlage der Himmelsscheibe und der Beifunde können so zumindest einige wichtige Informationen für die Wissenschaft gerettet werden.
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