Die Horizontbögen
Jahrtausende altes Wissen
Bei der ersten Veränderung des Himmelsbildes wurden zwei Sterne verdeckt und ein dritter neu plaziert, um Platz für zwei goldene Randbögen zu schaffen. Sie zeigen den Horizontdurchlauf der Sonne, der bereits seit Jahrtausenden bekannt war.
Die beiden oberen Endpunkte der Bögen markieren die Sonnenauf- und -untergänge zur Sommersonnenwende, die beiden unteren jene zur Wintersonnenwende. Mit 82° entsprechen die Winkel der Goldbögen denen des Horizontdurchlaufs der Sonne in den Breitengraden Mitteldeutschlands.
Mit dem Aufbringen der Horizontbögen hat man den Code der Schaltregel zerstört. Das Wissen darum war in Vergessenheit geraten oder wurde absichtlich vom Antlitz der Himmelsscheibe getilgt.
Die tägliche Wanderung der Sonnenauf- und Sonnenuntergangspunkte am Horizont nahmen die Menschen schon in der Jungsteinzeit genau ins Visier. Einen der ältesten Beweise lieferte die 7000 Jahre alte Kreisgrabenanlage von Goseck. Der Schöpfer der Horizontbögen war jedoch der erste, der diese Beobachtungen in ein zweidimensionales Bild übersetzte.
