Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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Die Kulturlandschaft

Frauenstatuette
Frauenstatuette aus Elfenbein. Fundort Nebra, um 15.000 vor heute (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Die Unstrut fließt durch weite Täler und schlängelt sich zwischen mächtigen Sandsteinfelsen hindurch. Von den hohen Felsterrassen hat man eine hervorragende Sicht über das ganze Tal. Das erkannten schon die Jäger der Altsteinzeit, die den hier vorbeiziehenden Tierherden nachstellten. Auch später hat die gute strategische Lage immer wieder Menschen angezogen.

Ein nahezu schwarzer Boden bedeckt die sanften Hügel und weiten Ebenen der Region. Seine besondere Fruchtbarkeit nutzten bereits die ersten Bauern. Spätere Generationen gaben den Gebieten klangvolle, auf die guten Böden anspielende Namen wie „Goldene“ oder „Diamantene Aue“.

Der Harz und seine Ausläufer in der weiteren Umgebung des Mittelbergs sind reich an Rohstoffen. Kupfer und Salz waren bis in die Neuzeit wertvolle Güter, die weit verhandelt wurden. Mittelalterliche Routen wie die Kupferstraße, die bei Nebra die Unstrut quert, und ältere Wegenetze führten entlang der Hochflächen des Flusses. Weit gereiste Händler, abenteuerlustige Pioniere und mächtige Herrscher zogen hier durch das Land. Sie brachten nicht nur kostbare Waren und begehrte Rohstoffe, sondern auch Ideen, Erfindungen und Mythen aus fernen Ländern in unsere Region.

Blick ins Unstruttal
Blick vom Mittelberg in das Unstruttal mit der ehemaligen Kaiserpfalz Memleben (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)