Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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Bau- & Kunstdenkmalpflege

Die Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie ist die Fachbehörde, die sowohl die verschiedenen Denkmalschutzbehörden, die Ministerien, Kreise, Kommunen als auch Denkmaleigentümer, ihre Architekten, Restauratoren und Handwerker in allen denkmalfachlichen Fragen berät.

Außerdem ist das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie für die Erfassung, Erforschung, Ausweisung der Baudenkmale und Denkmalbereiche zuständig. In Genehmigungsverfahren gibt es fachliche Stellungnahmen an die Genehmigungsbehörden ab.

Weiterführende Informationen zur Bau - und Kunstdenkmalpflege zum Herunterladen

Jahresbericht zur Denkmalpflege Sachsen-Anhalt 2015
Jahresbericht zur Denkmalpflege Sachsen-Anhalt 2014
Jahresbericht zur Denkmalpflege Sachsen-Anhalt 2013
Jahresbericht zur Denkmalpflege Sachsen-Anhalt 2012
Jahresbericht zur Denkmalpflege Sachsen-Anhalt 2011
Flyer Landgericht Halle (Ehemaliges Zivilgericht am Hansering 13, Halle)
Weiterbildung/Fachtagung "Alle reden vom Wetter. Wir auch!", Teil 1
Weiterbildung/Fachtagung "Alle reden vom Wetter. Wir auch!", Teil 2
Weiterbildung/Fachtagung "Alle reden vom Wetter. Wir auch!", Teil 3
Handreichung zur Bestandsuntersuchung und Dokumentation
Leitfaden zur restauratorischen Maßnahmedokumentation
Leitfaden zur restauratorischen Untersuchungsdokumentation
Restauratorische Voruntersuchungen in und an Baudenkmalen der Gründerzeit

Aufgabenbereiche der Bau- und Kunstdenkmalpflege

Eine große Bandbreite von Aufgaben ist zu erfüllen, wofür viele verschiedene Arbeitsmittel und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitgehalten und weiterentwickelt werden.

Im Tätigkeitsfeld der Denkmalinventarisation wird die Denkmaleigenschaft von Objekten festgestellt, beschrieben und begründet. Außerdem wird in einer Datenbank die aktuelle Denkmalliste geführt. Die Ergebnisse der Inventarisation werden in gedruckten Denkmalverzeichnissen veröffentlicht. Fallweise wird ausführlich zum Denkmalwert einzelner Denkmale oder Denkmalbereiche Stellung genommen. Eine Besonderheit ist, dass dieses Tätigkeitsfeld nicht von einer separaten Arbeitseinheit, sondern von den Gebietsreferenten und -referentinnen übernommen wird.

Die Praktische Denkmalpflege ist das zweite Haupttätigkeitsfeld der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege. Instandsetzungen, Umnutzungen, Restaurierungen und andere Veränderungen an Denkmalen werden fachlich beratend begleitet. Die Komplexität vieler Instandsetzungen an historischen Gebäuden erfordert Spezialisten für Bautechnik und Naturwissenschaften. So können Denkmaleigentümer auf wissenschaftlich und durch Erfahrung fundierte Kenntnisse zurückgreifen.

Zur Denkmalforschung gehört grundsätzlich die Konsultation der Quellen in Archiven, aber auch der an den Bauten vorhandenen Spuren der Bau- und Veränderungsgeschichte. Diese werden durch die Bauforschung erhoben - systematisch oder im Vorfeld geplanter Baumaßnahmen.

Für die Begutachtung und Überwachung der Restaurierung von Stein, Putz und Mörtel, Wandmalerei und -fassungen, Glasmalerei, Holz, Gemälden, gefasster Skulptur und Textilien ist das Sachgebiet Restaurierung zuständig.

Ein großer Teil der verschiedenen Planungsverfahren tangiert die Belange von denkmalgeschützten Bauten, Ensembles oder Kulturlandschaften. Das Arbeitsgebiet Städtebauliche Denkmalpflege prüft u. a. Planungen auf ihre Denkmalverträglichkeit.

Der reiche Bestand historischer Gärten in Sachsen-Anhalt wird vom Arbeitsgebiet Gartendenkmalpflege betreut.

Über unsere ins Mittelalter zurückreichende Geschichte des Bergbaus, des Wasserbaus und der Verkehrswege, der Industrie und Technik arbeitet das Spezialgebiet Industrie-/Technikdenkmalpflege.

Da Sachsen-Anhalt sowohl einen reichen und bedeutenden Bestand sehr alter Glocken als auch vieler historischer Orgeln hat, wird besondere Kompetenz in der Denkmalpflege der Glocken und Orgeln vorgehalten.

Eine der zentralen Anforderungen an denkmalpflegerisches Handeln ist die Dokumentation des verfügbaren Wissens über die geschützten Bauten und Objekte und die daran vorgenommenen Veränderungen. Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie versteht sich als Wissensspeicher und kann für manche Monumente auf eine kontinuierliche Aktenführung seit 1893 zurückgreifen. Der Dokumentation dienen - neben der Denkmaldatenbank - verschiedene Bestände von Akten, Restaurierungsdokumentationen, Fotografien, Büchern. Sie sind - unter gewissen Vorbehalten des Datenschutzes - für wissenschaftliche Zwecke zugänglich. Alle Dokumentationseinheiten werden von der Abteilung 3 verwaltet.

Da die wissenschaftliche Erkenntnis in den verschiedenen Feldern der Denkmalpflege und Restaurierung nicht statisch ist, ist beständige Forschung unabdingbar. Sie findet entweder in Drittmittelprojekten statt, bei denen die Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege Kooperationspartner ist, oder in Kooperationen mit den Projekten verschiedener Hochschulen.

Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Vermittlung des Wissens und der Erkenntnisse über die Denkmale des Landes an die Öffentlichkeit durch Publikationen zu verschiedenen Themen und Veranstaltungen