Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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Industrie-/ Technikdenkmalpflege

Magdeburger Schlachthof
Magdeburger Schlachthof, ehem. Rindermarkthalle, Sanierung und Umnutzung zum Parkhaus (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: R. Philipp).
Brikettfabrik Hermannschacht Zeitz
Brikettfabrik Hermannschacht Zeitz (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: R. Philipp).
Brücke
Brücke über den Tröbsdorfer Bach bei Burgscheidungen (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: R. Philipp).

Unter Technik- und Industriedenkmalen sind jene Kulturdenkmale zu verstehen, die im Laufe der technisch-wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Industrialisierung entstanden sind. Dazu gehören Produktions- und Verkehrsanlagen, wie beispielsweise Fabrikgebäude, Bergwerke, Erzhütten, Mühlen, Speicher, stadttechnische Anlagen (Wasserwerke, Wassertürme usw.), Anlagen des Luft-, Straßen- und Schienenverkehrs sowie der Schifffahrt, Ingenieurbauten (Brücken, Tragwerkskonstruktionen, Fördergerüste, Fernsehtürme usw.), Be- und Entwässerungssysteme, aber auch Arbeiter- und Werkssiedlungen sowie andere Zeugnisse der Sozialgeschichte. Im Verzeichnis beweglicher Denkmale werden darüber hinaus Maschinen, technische Aggregate und Verkehrsmittel erfasst.

Das Arbeitsgebiet Industrie- und Technikdenkmale hat die Aufgabe, diese Denkmale zu erkennen, zu beschreiben und zu bewerten sowie nach dem Eintrag in das Denkmalverzeichnis diese Zeugnisse fachlich zu betreuen. Wichtiges Anliegen ist auch die Popularisierung des Technik- und Industriedenkmalbestandes in der breiten Öffentlichkeit sowie die Entwicklung entsprechender Erhaltungs-, Nachnutzungs- und Darstellungsstrategien.

Eine Bewertung der Denkmaleigenschaft orientiert sich dabei vordergründig an historisch typischen oder einzigartigen Objekten, Anfangs- und Endgliedern einer technischen Entwicklungsreihe sowie Objekten, die sozialgeschichtliche Strukturen bzw. geistes- und kulturgeschichtliche Sachverhalte aufzeigen.

Die Region des heutigen Landes Sachsen-Anhalt zählte über Jahrhunderte zu den wirtschaftlich-technisch führenden Zentren in Deutschland. Dementsprechend hoch ist der überkommene Bestand von Technik- und Industriedenkmalen, der sich insbesondere in den tradierten, landesspezifischen Wirtschafts- und Industriezweigen wie der Salz- und Kaligewinnung (u.a. Salinen), dem Harzer- und Kupferflözbergbau, der Mitteldeutschen Braunkohlenwirtschaft, der Energieerzeugung, der Chemie oder dem Maschinen- bzw. Schwermaschinenbau eindrucksvoll belegen lässt.