Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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Ausgrabungen

Hier finden Sie Informationen zu verschiedenen Ausgrabungen im Land Sachsen-Anhalt. Die Angaben werden fortlaufend ergänzt.

Salzmünde – BAB 143

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Erste archäologische Grabungen auf dem oberhalb des Zusammenflusses von Salza und Saale gelegenen Höhenzuges fanden bereits vor mehr als 100 Jahren statt – vor allem im Zuge der Kiesgewinnung kamen die Hinterlassenschaften vormaliger Kulturen zutage. Auch die Autobahn durchschneidet die reiche Kulturlandschaft. Systematische Untersuchungen fanden darum vor allem 2006 und 2007 statt. Denn schon bereits vor 7000 Jahren war das Plateau ein beliebter Siedlungsplatz. Doch vor allem am Ende des vierten Jahrtausends v. Chr. maß man dem Platz herausragende Bedeutung bei – genau hier praktizierten die Träger der nach dem Fundplatz Salzmünde benannten Salzmünder Kultur rituelle Handlungen. Aber auch endneolithische Grablegen, eine frühbronzezeitliche Siedlung, ein Grabhügelfeld der mittleren bis jüngeren Bronzezeit, latènezeitliche Brandbestattungen u.a.m. sind Belege einer hier sich von Zeit zu Zeit wiederholenden Prosperität. Einige Fundstücke werden im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) präsentiert; vier Publikationen liegen bereits vor und die Volkswagen-Stiftung förderte ein Projekt zum Fundplatz.

B 79 Ortsumgehung – Zwischen Halberstadt und Harsleben

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Die Besiedlung der Orte Halberstadt und Harsleben mit ihrer verkehrsgünstigen Lage als »Tor in den Harz« geht viel weiter in die Vergangenheit zurück, als es die historischen Quellen belegen. Die archäologischen Grabungen im Bereich der Trasse der geplanten Ortsumgehung Halberstadt-Harsleben brachten Funde aus der Zeit um 5500 v. Chr. ans Tageslicht. Die Böden und die Wasserversorgung waren westlich von Harsleben dank Molke- und Goldgraben so günstig, dass das Gebiet immer wieder in vorgeschichtlicher Zeit aufgesucht wurde. Neben den ersten Ackerbauern sind Spuren der Frühbronzezeit (um 2000 v. Chr.) bis hin zu frühmittelalterlichen Bestattungen dokumentiert worden. Ein besonders seltenes Fundstück aus der frühen Eisenzeit (ab 750 v. Chr.) ist eine so genannte Hausurne. Damals war es zwischen Saalemündung und Vorharzgebiet üblich, die Toten zu verbrennen und die Überreste in eine Urne zu verbringen. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen gewöhnlichen Topf, sondern um ein sorgfältig modelliertes Miniaturhaus aus Ton.

Neubau der L 178n, Zubringer BAB 38/B 91

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Im Vorfeld des Neubaus der L 178n, Zubringer zur Autobahn 38 beziehungsweise Bundesstraße 91, fanden südlich vom heutigen Merseburg umfangreiche archäologische Untersuchungen statt. Insbesondere seit der Jungsteinzeit (2800–2200 v. Chr.) erblühte die Region, wie sich an verschiedenen Bestattungen der beiden endneolithischen Kulturen der Schnurkeramik und der Glockenbecher abzeichnet. Von einigen Gräbern haben sich sogar die obertägigen Markierungssteine bis heute erhalten. Denn der damalige Friedhof lag in einer Senke, die rasch durch Bodenerosion versiegelt worden war. Auch für die folgende Bronzezeit und die nachfolgende Eisenzeit ist eine intensive Nutzung der fruchtbaren Böden belegt. Dies lässt sich nicht nur an Bestattungen, sondern vielmehr auch an im Boden überlieferten Hausgrundrissen belegen. Trotz Bodenstörungen durch Produktenleitungen und kriegsbedingten Bodeneingriffen haben sich innerhalb der Neubautrasse über Jahrtausende hinweg die archäologischen Quellen erhalten. Die erfolgten archäologischen Grabungen sichern diese Informationen nun auch für die nachfolgenden Generationen.

B 91 – Ortsumgehung Theißen

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Im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung der B 91 bei Theißen wurde von April bis Dezember 2017 ein mehrphasiger Siedlungs- und Bestattungsplatz ausgegraben. Die Flächen unweit des Maibaches waren schon seit dem Neolithikum (5500–2200 v. Chr.) besiedelt. Weitere Siedlungsbefunde sowie die zahlreichen Bestattungen weisen vor allem auf eine intensive und großflächige Land nutzung ab der Spätbronzezeit bis ins Frühmittelalter (1300 v. Chr.–1000 n. Chr.) hin. Eine Besonderheit stellt das Reihengräberfeld aus der älteren Merowingerzeit dar. Zum Grabinventar zählten u. a. vergoldete Zangenfibeln. Diese sind charakteristischer Trachtbestandteil im Thüringerreich (ca. 455–531 n. Chr.). Mit mindestens 37 Bestattungen gehört das Reihengräberfeld zu den größten dieser Art in Mitteldeutschland.

Ortsumgehung Eutzsch

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Direkt im Elbauengebiet, nur wenige Kilometer südlich von Wittenberg, liegt die Gemarkung Eutzsch. Die Elbe tritt hier häufig über ihre Ufer. Während der Altsteinzeit holten sich die damaligen Jäger und Sammler Feuersteinknollen aus dem Flussbett bzw. dem Schwemmfächer. Stets wiederkehrende Hochwasserereignisse lagerten fruchtbaren Boden in der Talaue ab. Dadurch entstand im Laufe der Zeit ein fruchtbarer, für Ackerbau bestens geeigneter Ackergrund. Schon aus dem Neolithikum fassen wir Siedlungsspuren. Zur Hochphase der Besiedlung kommt es von der Bronzezeit bis zur slawischen Periode (ca. 1000 v. Chr.–1000 n. Chr.). Die Gewässernähe erlaubte feuerintensives Handwerk; zahlreiche Feuerstellen und Herdbereiche wurden bei der Ausgrabung erfasst. Während der Römischen Kaiserzeit entstand eine große Ansiedlung. Mehrere in Pfostenbauweise errichtete Gebäude wurden dokumentiert. Kleine Weiler sind für das Frühmittelalter (8.–10. Jh. n. Chr.) nachgewiesen.

Stadtbahn Halle – Große Steinstraße II. Frisches Wasser für Halle

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Die bei den Bauarbeiten in der Großen Steinstraße freigelegten Röhrenleitungen werfen ein Schlaglicht auf einen wichtigen kulturgeschichtlichen Aspekt des städtischen Gemeinwesens, der auch heute ein unverzichtbarer Bestandteil der Infrastruktur in Halle ist: Die Versorgung mit frischem Wasser. 1502 erhielt die Steintorvorstadt eine eigene Wasserleitung, die durch drei Bächlein gespeist wurde: Das eine kam vom Gelände der Dessauer Straße, das andere von der heutigen Berliner Straße und das dritte von der heutigen Ernst-Kromayer-Straße herab. Neben den ältesten ausgegrabenen Röhren vom Anfang des 16. Jahrhunderts gibt es einige Wasserleitungen, deren Hölzer ein Fälldatum zwischen 1526 und 1556 aufweisen. Dazu gehört der durch das Steintor verlaufende Hauptstrang, in den seitliche Zuleitungen einmündeten. Dieses System der Wasserversorgung wurde bis in das 19. Jahrhundert instandgehalten.

Zwischen Jerichow und Fischbeck – Die Ausgrabungen am Elbdeich

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In den Jahren 2015/2016 wurde im Vorfeld des Deichbaus zwischen Jerichow und Fischbeck ein großes spätbronze-/früheisenzeitliches Siedlungsareal (ca. 10.–7. Jh. v. Chr.) ausgegraben. Hausstandorte, Siedlungsgruben und ein ausgezeichnet erhaltener hölzerner Kastenbrunnen wurden entdeckt. Großflächige Befundstrukturen mit massivem Fundaufkommen werden als Altwasserbereiche interpretiert. Zum ersten Mal gelang damit in Mitteldeutschland die Dokumentation prähistorischer Flussstrukturen in einem solchen Kontext. Vorläufer der im Jahr 1144 erstmals urkundlich belegten Ortschaft Jerichow wurden mit zwei mittelalterlichen Siedlungsstellen (9.–11. Jh. n. Chr.) im Süden der ergrabenen Trasse erfasst. Sowohl die prähistorische als auch die mittelalterliche Besiedlung zwischen Jerichow und Fischbeck waren nicht bekannt und führen zu einer Neuinterpretation der ur- und frühgeschichtlichen Historie der Region.

Bernsteine, Siedlungen, Gräber – Archäologie an der L 63 Ortsumfahrung Brumby

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Von September 2016 bis März 2018 fanden archäologische Untersuchungen im Vorfeld des Straßenneubaus der L 63 Ortsumfahrung Brumby, im Rahmen der Erneuerung eines Entwässerungsgrabens als auch beim Neubau eines Wirtschaftswegs statt. Letztere queren in ihrem Verlauf die Wüstung Papendorf. Der Wirtschaftsweg verläuft mitten durch eine mit Gräben und Mauern gesicherte mittelalterliche Siedlung. Die Siedlung steht im Zusammenhang mit dem 300 m südlich gelegenen Gräberfeld des 10.–12. Jh. n. Chr. Die Befunde (Befestigung und Mauerwerk) und Funde von Ziegel, Glas, Importkeramik und Silberschmuck deuten daraufhin, dass es sich um einen Ministerialhof handelte. Mit der Straßentrasse wurden auch Gräberfelder und Siedlungsspuren aus dem 3. vorchristlichen Jahrtausend, der Bronzezeit, entdeckt. So auch eine Tasse aus der Frühbronzezeit gefüllt mit Bernsteinen.

Archäologie an der Fernwasseranschlussleitung zwischen Nienstedt und Sangerhausen

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Der Bau einer 8 km langen Trinkwasserleitung von Nienstedt nach Sangerhausen wurde von Januar bis Juli 2018 archäologisch begleitet. Von April bis Juli 2018 wurden auf einer Strecke von 1,5 km archäologische Grabungen durchgeführt. Die Untersuchungen bestätigten, dass es sich bei dem Gebiet rund um Nienstedt, Einzingen und Sangerhausen um Altsiedelgebiete handelt. Das breite Befundspektrum spiegelt diese intensive Siedlungstätigkeit wider. Schnurkeramische Gräber (2800–2200 v. Chr.), zahlreiche Siedlungsgruben der Bronze-, Eisen- und der Römischen Kaiserzeit und auch eisenzeitliche Schlackegruben sowie Rennfeueröfen wurden dokumentiert. Grubenhäuser, pit alignments (Grubenreihen) und Gräben sowie Brunnen wurden freigelegt. Das vom Neolithikum über die Eisenzeit bis hin zur Römischen Kaiserzeit reichende Fundmaterial zeigt dabei deutlich, dass die Region seit spätestens 2000 v. Chr. immer wieder besiedelt war.

Teilneubau der FGL 61 – Archäologie zwischen Leps und Trajuhn

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Die Ferngasleitung 061 (FGL 61) wird durch die ONTRAS GmbH auf 50 km erneuert. Im Nahbereich der Leitung soll eine Ersatzpipeline errichtet werden. Im Herbst 2017 wurde auf 35 km im Zuge eines 1. Untersuchungsabschnittes der neue, 15 m breite Trassenkorridor hinsichtlich seiner kulturhistorischen Evidenz untersucht. Seit April 2018 finden an 30 Fundstellen flächenhafte Ausgrabungen statt. Bereits während der Jungsteinzeit (5. Jt. v. Chr.) nutzten Ackerbauern die Region zwischen Leps und Trajuhn als Siedlungsgrund. Selbst Regionen, die aufgrund ihrer Böden nicht zur Gunstregion zählen, wurden landwirtschaftlich genutzt. Ein Siedlungsausbau ist vor allem ab der späten Bronzezeit zu verzeichnen. Die Trasse durchschneidet Siedlungen und zahlreiche Gräberfelder. Die Bestattungsplätze wurden teilweise über Jahrhunderte hinweg genutzt. Bei Leps ist eine Belegung über mehr als tausend Jahre hinweg zu beobachten – vom ersten vorchristlichen bis ersten nachchristlichen Jahrtausend.

Haldensleben – Ausgrabungen am Mittellandkanal

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Von 2008 bis 2012 fanden im Vorfeld des Ausbaus der Infrastruktur am Mittellandkanal Ausgrabungen statt. Insgesamt konnten 100.000 Funde gesichert und 12.000 Befunde dokumentiert werden. Diese Fülle an archäologischen Hinterlassenschaften bezeugt eindrucksvoll die Anziehungskraft, die die Landschaft zwischen den  Flüssen Ohre und Beber schon seit dem 4. Jt. v. Chr. auf Siedler ausübte und bis heute nicht verloren hat. Bestattungsplätze der Baalberger (3950–3375 v. Chr.) und der Schönfelder Kultur (2825–2200 v. Chr.) konnten erfasst werden. Eine Blütephase erlebte die Region während der Bronzezeit (2200–800 v. Chr.). Auf einem germanischen Gräberfeld (1.–2. Jh. n. Chr.) wurde u.a. eine Fürstin bestattet. Die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen sind im Sonderband 17 »Haldensleben VOR seiner ZEIT« der Reihe »Archäologie in Sachsen-Anhalt« veröffentlicht.

Colbitz – Archäologie an der A14

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Zwischen September 2017 und Mai 2018 fanden innerhalb der zukünftigen Autobahntrasse nahe der Ortslage Colbitz Ausgrabungen statt. Auf einer Fläche von 20.000 m² wurden eine eisenzeitliche Siedlung (9. Jh.–5. Jh. v. Chr.) sowie die mittelalterliche Wüstung Listen archäologisch untersucht. Auf dem Moränenrücken bestand vom Frühmittelalter (9. Jh. n. Chr.) bis zur Frühen Neuzeit (16. Jh. n. Chr.) eine Ansiedlung. Sie war vermutlich von einem Graben umgeben. Im Frühmittelalter dominierten quadratische Grubenhäuser, die im Laufe des Mittelalters von Fachwerkbauten mit Erd- bzw. Steinkellern abgelöst wurden. Bei den Funden sind insbesondere eine frühmittelalterliche Kreuzemail-Scheibenfibel, mehrere Reitersporen, diverse Schnallen sowie einige Münzen zu nennen. Das Titelbild zeigt einen Brandenburgischen Denar (Silber, Dm. 15 mm) des Markgrafen Otto IV., der um 1300/1305 n. Chr. geprägt wurde.

Stadtbahn Halle – Große Steinstraße

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Auf der Großbaustelle Große Steinstraße / Joliot-Curie-Platz wird nicht nur die Zukunft gestaltet, sondern die Bauarbeiten ermöglichen auch Einblicke in die Stadtgeschichte. Archäologen begleiten die Schachtungen und die Ausgrabungen tragen dazu bei, unser hauptsächlich auf schriftlichen Quellen basierendes Wissen zu erweitern und zu veranschaulichen. Reste des Steintors belegen die Wehrhaftigkeit der Saalestadt und Holzwasserleitungen zeugen von frühneuzeitlicher Infrastruktur zur Frischwasserversorgung. Unscheinbare Funde veranschaulichen Lebenswelten, die uns sonst verborgen blieben, da diese Dinge oft nicht für wert erachtet wurden, in Museen oder Kunstsammlungen aufbewahrt zu werden. So erfahren wir durch einen Tonpfeifenkopf, der achtlos in der Verfüllung des Stadtgrabens landete, dass auch in Halle bereits Mitte des 17. Jahrhunderts der Tabakkonsum verbreitet war. Ob die wahrscheinlich in der Oberlausitz hergestellte Pfeife als Handelsgut an die Saale gelangte oder ob sie durch ihren Benutzer im Gebrauch »direkt importiert« wurde, lässt sich allerdings an einem Einzelfund nicht entscheiden.

Elbeu – Vorburg der Hildagsburg

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Im Jahr 2009 fanden im Vorfeld von Baumaßnahmen am Mittellandkanal großflächige Ausgrabungen statt. Diese galten der Vorburg der Hildagsburg (9.–12. Jh. n. Chr.) bei Elbeu, Lkr. Börde. Die Burg selbst wurde 1129 durch Markgraf Albrecht der Bär zerstört. Erste Ausgrabungen in der Hauptburg wurden bereits 1929 durchgeführt. Bei den aktuellen Ausgrabungen wurden nicht nur der Burggraben und der Burgwall dokumentiert, auch eine frühere Nutzung des Areals konnte belegt werden, wie z. B. Verhüttungsplätze mit Rennfeueröfen der ausgehenden Römischen Kaiserzeit (180–375 n. Chr.). Auch wurde eine Siedlung der Linienbandkeramikkultur entdeckt (5500–4500 v. Chr.). Zahlreiche Siedlungsfunde und -befunde des Neolithikums – Hausstrukturen, Steinbeile, Keramik – bis ins Mittelalter – Öfen, Brunnen, Armbrustbolzen, Hufeisen, Sachsenpfennigobol, Beschwörungsamulett, Reliquiarbeschlag (Titelbild) – belegen die Anziehungskraft eines Gewässers (hier: Elbe) schon seit dem Neolithikum.

Die Ausgrabungen am Gatzer Bergdeich bei Vockerode

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Im Oktober 2014 fanden im Vorfeld der Rückverlegung des Gatzer Bergdeichs bei Vockerode, Gde. Wörlitz-Oranienbaum, Lkr. Wittenberg, am Feuchtbiotop und am Ringwall archäologische Grabungen statt. Im Bereich des Feuchtbiotops wurden mit zahlreichen Pfostenstellungen die Randbereiche eines mittelslawischen Siedlungsareals erfasst (ca. 9./10. Jh. n. Chr.), während sich im Bereich des Ringwalls ein zentralerer Teil der Besiedlung abspielte: Neben Gebäuderesten wie Pfostengruben, einem Grubenhaus und einem Wandgräbchen konnten vor allem multifunktionale Siedlungsgruben dokumentiert werden. Diese Gruben wurden als Lehmentnahmegruben für den Hausbau, als Vorratsgruben (»Kühlschränke«) und als Abfallgruben genutzt. 1.000 Fundstücke wurden geborgen, darunter Keramik, Tierknochen, Metallobjekte und Steinartefakte. Als Beispiele sind ein 11 cm langer Wetzstein und ein 2,3 cm großer Bronzering zu nennen. Mit den slawischen Siedlungsarealen am Gatzer Bergdeich wurde ein wichtiger und bis dahin völlig unbekannter Teil der frühgeschichtlichen Landeshistorie erfasst.

Ausbau B91 Deuben–Werschen. 1. Dokumentationsabschnitt

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Im Vorfeld des Ausbaus der B91 zwischen den Ortschaften Deuben und Werschen wurden in einem 1. Dokumentationsabschnitt von Oktober bis Dezember 2017 fünf prähistorische Fundstellen erkannt. Es wurden u.a. Befunde der späteren Bronzezeit entdeckt – wie z. B. ein Brandgrab der frühen Lausitzer Kultur (ca. 1300–1200 v. Chr.). Daraus ist ein Gefäß mit ca. 33 cm Durchmesser und bis zu einer Höhe von 28 cm erhalten. Es diente vermutlich zur Abdeckung der Urne. Ein weiteres Gefäß, eine zweihenkelige Amphore, konnte aus Keramikscherben desselben Befundes fast vollständig wieder zusammengesetzt werden. Es hat einen Durchmesser von ca. 20 cm und ist ca. 22 cm hoch. Einseitige Brandspuren deuten darauf hin, dass dieses Gefäß neben dem Scheiterhaufen stand, auf dem der Tote verbrannt wurde.

Ausgrabungen in Zeitz. Schloss Moritzburg – Altmarkt – Brühl

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In den vergangenen Jahren wurden mehrere Bauvorhaben in Zeitz facharchäologisch begleitet. Ausgrabungen tragen dazu bei, unser hauptsächlich auf schriftlichen Quellen basierendes Wissen zur Stadtgeschichte zu erweitern und wie im Falle des Altmarktes auch zu korrigieren. Die Funde ergänzen unser Wissen um die Dinge, die nicht für wert erachtet wurden, in Museen und Kunstsammlungen aufbewahrt zu werden. Sie veranschaulichen Lebenswelten, die uns sonst verborgen blieben – ob dies zufällig verlorene Münzen, Hufeisen und Anhänger sind oder Haushaltsgegenstände wie das Keramikmodel auf dem Titelbild. Letzteres kam beim Fahrstuhleinbau in der Nord-West-Ecke des Schlosses Moritzburg im Bereich des ehemaligen Küchentraktes zum Vorschein und datiert in die herzögliche Residenzzeit (1652 –1718). Das Model diente dazu, Speisen wie Butter oder Kuchen in liegende Löwen zu formen, um diese dann auf der herzoglichen Tafel servieren zu können.

Flurbegehungen in Hochwassergebieten Sachsen-Anhalts

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Die Hochwasserereignisse des Jahres 2013 haben zu großflächigen Überschwemmungen an Elbe und Saale sowie deren Nebenflüssen geführt. In den weiträumigen Überflutungsgebieten befinden sich zahlreiche Bodendenkmale des Landes Sachsen-Anhalt. Bei gezielten Begehungen werden auf der einen Seite Schädigungen der Denkmalsubstanz bis hin zu deren totaler Zerstörung festgestellt, andererseits sind durch die Fluten bisher unbekannte Fundstellen freigespült worden.

Die archäologische Grabung im Lödderitzer Forst

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In den Jahren 2010 und 2011 erfolgten anlässlich der größten Deichrückverlegungsmaßnahme Deutschlands archäologische Grabungen entlang der insgesamt 7 km langen künftigen Deichtrasse im Lödderitzer Forst. Über die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung dieses Gebiets war bis dahin wenig bekannt. Umso überraschender war die Existenz von gleich zwei früheisenzeitlichen Siedlungsplätzen aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Die Fundstelle am südöstlichen Trassenende zeichnete sich durch ein außergewöhnliches Gefäßdepot aus, wie es bislang nur aus der Lausitzer Kultur weiter östlich bekannt war. Der Siedlungsplatz weiter nordwestlich erbrachte neben dem Nachweis frühester Eisenerzsammlung auch eine große, verziegelte Kochgrube. Diese Gruben werden anhand experimentalarchäologischer Versuche als Relikt eines besonderen Festmahls gedeutet. Weiter im Trassenverlauf wurde ein Teil einer einzigartigen Dorfwüstung des Dreißigjährigen Krieges erfasst – die bislang bekannten Wüstungen stammen aus dem Mittelalter (v. a. 14./15. Jahrhundert) – sowie die Reste einer frühneuzeitlichen Plantage und eines Wege-/Brückensystems des 17. Jahrhunderts.

B188 Ortsumgehung Oebisfelde 1. BA

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Die archäologischen Spuren um Oebisfelde stammen aus dem Endneolithikum um 2.400 v. Chr. und der frühen Eisenzeit. Aus den 1960er Jahren stammt der Lesefund eines Silexdolches aus der Zeit um 2.200 v. Chr., der im heutigen Dänemark hergestellt wurde. Um 500 v. Chr. existierten nördlich des Ortes mehrere Weiler der Jastorf-Kultur (550 - 60 v. Chr.), in denen neben der Vieh- und Landwirtschaft auch Metallhandwerk und Eisenverhüttung betrieben wurde. Im Zuge des 1. BA der Ortsumgehung B188 Oebisfelde konnten ausschnitthaft alle wichtigen Lebensbereiche des menschlichen Alltags im 6. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen werden. Das vollständig erhaltene Schafskelett kann Beleg der Woll- und Textilverarbeitung sein. Auch aus moderner Zeit konnten Bebauungsspuren dokumentiert werden: ein Gefängnis aus dem letzten Jahrhundert.

B87 Ortsumgehung Bad Kösen Schlachtfeld Hassenhausen 1806

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Die Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt gilt als eines der bedeutendsten Ereignisse des frühen 19. Jahrhunderts. Das Königreich Preußen erlitt gegen Napoleon Bonaparte eine schwere Niederlage. Er konnte daraufhin am 27.10.1806 in Berlin einziehen. Die Teilschlacht bei Auerstedt fand im Wesentlichen am westlichen Ortsausgang des Dorfes Hassenhausen statt. Im Vorfeld der geplanten B87 Ortsumgehung Bad Kösen führt das LDA Geländeprospektionen durch.
Die Schlachtfeldarchäologie ist eine wichtige Teildisziplin der Archäologie. Sie dokumentiert regelmäßig Tatsachen und entschlüsselt Vorgänge, die nicht immer mit historischen Berichten übereinstimmen. Für die Ereignisse vom 14.10.1806 konnte die erste Geländekampagne des LDA belegen, dass das Denkmal für den Herzog von Braunschweig heute an der richtigen Stelle des Schlachtfeldgeschehens platziert ist.

Nordverlängerung BAB 14 Ortsumfahrung Colbitz

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Der Autobahnabschnitt VKE 1.2 (Ortsumgehung Colbitz) liegt am südlichen Ausläufer der Colbitz-Letzlinger Heide. Auf dem Sackberg, am Nordende der derzeitigen Ausbaustrecke, befindet sich ein exponierter Siedlungsplatz (im Plan rot dargestellt). Hier wurden Ausschnitte einer ausgedehnten kaiserzeitlichen Siedlung und das Areal der mittelalterlichen Wüstung Listen (1184 bis ca. 1306 n. Chr.) erfasst. Bereits wenige Zentimeter unterhalb des heutigen Pflughorizontes befanden sich die Reste des damaligen Dorfes. In hervorragender Qualität waren fast 30 Holz- und Steinkeller erhalten; hinzu kamen ca. 20 Brunnen. Außerdem konnte ein vollständig erhaltener Kirchengrundriss, der inmitten des ehemaligen Friedhofs lag, aufgedeckt werden. Innerhalb seiner Einfassung waren über 1000 Menschen bestattet, alleine 800 Gräber mussten im Vorfeld des Straßenneubaus archäologisch dokumentiert werden.

B71n Ortsumgehung Wedringen

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Im Zuge der Ortsumgehung B 71n Wedringen fanden im Vorfeld von Leitungsumverlegungen archäologische Grabungen statt. Die dokumentierten Besiedlungsspuren und Gräber gehören sowohl in die Zeit der Rössener Kultur (4.900–4.500 v. Chr.) als auch in die späte Bronze- (um 1.300 v. Chr.) und die ältere vorrömische Eisenzeit (750–450 v. Chr.). Schon der kleine Umverlegungsausschnitt zeigt einige Besonderheiten der Niederen Börde auf. Während wir von der Rössener Kultur aus anderen Regionen vorwiegend Körperbestattungen fassen, wurde eine Brandbestattung aufgedeckt. Bei der dokumentierten spätbronzezeitlichen Brandbestattung fällt auf, dass man das tönerne Ossuarium in eine längliche Grube einbrachte – als ob man einen Toten in einem Sarg oder in einem Leichentuch bestatten wollte.

Ausbau der L92/L240 zwischen Thale und Westerhausen

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Bereits vor rund 2.800 Jahren, in der frühen Eisenzeit, existierte am Zapfenbach westlich von Westerhausen ein kleines »Fischerdorf«. Um ihre Lebensgrundlage zu sichern, befestigten die Menschen damals das Ufer des an ihre Siedlung angrenzenden Gewässers umfangreich mit aufwändigen Holzkonstruktionen. Sowohl die Siedlung als auch die Böschungssicherungen wurden beim Ausbau der L240 ausschnitthaft dokumentiert und stellen eine einzigartige Feuchtbodenfundstelle dar. Auch während der Römischen Kaiserzeit (0 bis 375 n. Chr.) war die Region im Ostharz ein Gunstraum. Bei Warnstedt siedelten in dieser Epoche zahlreiche Menschen, die unter anderem auf einem Höhenrücken westlich des heutigen Ortes einen Bestattungsplatz anlegten.

Ausgrabungen zwischen der Erdgasleitung Jagal und dem Speicher UGS Katharina

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Anlass der Ausgrabungen war der Neubau einer 40 km langen Verbindungsleitung zweier Erdgas-Untergrundspeicher in Peißen (Salzlandkreis) und Bobbau (Kreis Anhalt-Bitterfeld) und mit ihr in Zusammenhang stehender Kavernenspeicherleitungen sowie einer Abwasserleitung für Regenwasser bei Peißen. Von Mai 2014 bis Juni 2016 wurden auf über 35 ha Fläche 61 archäologische Fundstellen untersucht. Das Fundspektrum reicht von kleinen Geräten mittelsteinzeitlicher Jäger und Sammler (vor ca. 10.000 Jahren) in der Saaleaue über Spuren der ersten Ackerbauern und Viehzüchter bis zu längst vergessenen mittelalterlichen Siedlungen und deren Friedhof. Beispiele für die vielen außergewöhnlichen Funde und Befunde, die untersucht werden konnten, sind etwa ein mesolithischer Rastplatz, spätbronzezeitliche Gargruben zur Schweinefleischverarbeitung, ein Zentralort der späten Bronzezeit, eine völkerwanderungszeitliche Scheibenfibel und eine Hanseschale.

Stendal – Das älteste Kaufhaus nördlich der Alpen

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Im Zuge der Neugestaltung des Stendaler Marktplatzes führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zusammen mit der Hansestadt Stendal und dem Landkreis Stendal archäologische Grabungen durch; die Arbeiten wurden zusätzlich durch eine Flüchtlingsintegrationsmaßnahme unterstützt.

Um das Jahr 1160 stellte Markgraf Albrecht der Bär das Privileg zur Gründung einer Marktsiedlung in Stendal aus: zunächst ein von Gräben eingefasster Marktplatz mit einfachen Verkaufständen.Wenig später entstanden ein Kaufhausbau und hölzerne Marktbuden. Im 14. Jh. wichen die Buden dann einer 50–60 m langen Markthalle. Die archäologischen Schichten spiegeln das mittelalterliche Marktgeschehen in herausragender Weise wider: Textilprodukte und Lederwaren wurden verarbeitet und gehandelt, Knochen- und Beingerätschaften sowie Holzgefäße hergestellt, Blei und Silber geschmolzen, Knochensplitterkonzentrationen zeigen Fleischbänke an, organische Verdichtungen belegen die Standorte von Vieh, Importwaren bezeugen ein weit reichendes Handelsnetz und vieles mehr.

L63 Ortsumgehung Brumby

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In Vorbereitung zum Bau der geplanten Ortsumgehung Brumby finden seit Juni 2016 verschiedene archäologische Untersuchungen statt. Die verkehrsgünstige Lage des geschichtsträchtigen Brumby bedingt nicht nur, dass dieser Ort und seine Umgebung Zeugnisse vergangener prähistorischer Kulturen, ihrer Siedlungen und Begräbnisstätten birgt, sondern dass dort auch Hinterlassenschaften verschiedener historischer Schlachten zu finden sind. Das Titelbild zeigt einige Funde, die während der Begehung mit Metallsonden im Juli und August 2016 zum Vorschein kamen. Neben mittelalterlichen Fibeln wurden unter anderem auch Münzfunde aus der Zeit der Ottonen (10. bis 11. Jh.) und aus dem 16. und 17. Jh. geborgen. Diverse Funde von Musketenkugeln belegen neben verschiedenen Beschlägen und Schnallen das Schlachtgeschehen unterschiedlicher Zeitstufen. Ein besonderer Fund ist hier der zentral abgebildete Knopf der 56. französischen Linieninfanterie als Beleg der Anwesenheit napoleonischer Truppen.

6000 Jahre Archäologie – Ortsumgehung Quedlinburg

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Im Zuge des Neubaus der L66 Ortsumgehung Quedlinburg fanden vorgezogene archäologische Untersuchungen auf einer Strecke von über drei Kilometern Länge statt. Auf annähernd zehn Fundstellen wurden archäologische Spuren von der Linienbandkeramik (5.500–5.000 v. Chr.) bis zur Römischen Kaiserzeit (15 v. Chr.–375 n. Chr.) dokumentiert. Zu den Höhepunkten zählen eine Hockerbestattung der Linienbandkeramik, gefunden auf dem Abschnitt südlich von Quarmbeck, gefolgt von weiteren Bestattungen der Glockenbecher- (2.400–2.200 v. Chr.) und der Aunjetitzer Kultur (2.200–1.600 v. Chr.) in unmittelbarer Nähe zum Ochsenkopf. An der Wende vom 3. zum 2. vorchristlichen Jahrtausend vollzieht sich ein Prozess, der enorme Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft hat. Die Bronze, eine Legierung aus 10 Prozent Zinn und 90 Prozent Kupfer, setzt sich endgültig durch. Das Wissen darüber und die Verfügungsgewalt über die notwendigen Ressourcen führen zu einer starken Hierarchisierung der Gesellschaftsstruktur. Das Vorkommen beider Kulturgruppen belegt eine Bevölkerungskontinuität.

B79 Ortsumgehung Halberstadt – Harsleben

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Die Besiedlung der Orte Halberstadt und Harsleben mit ihrer verkehrsgünstigen Lage als „Tor in den Harz“ geht viel weiter in die Vergangenheit zurück als die historischen Quellen belegen können. Die archäologischen Grabungen an der Trasse der geplanten Ortsumgehung Halberstadt-Harsleben haben bereits zahlreiche Funde zu Tage gebracht, die bis zu 7.500 Jahre im Boden verborgen waren. So auch eine Bestattung der Linienbandkeramik-Kultur, der als besondere Grabbeigabe eine Kette aus durchlochten Schneckenhäusern mitgegeben wurde (Titelbild). Die Schnecke Lithoglyphus naticoides war während des Neolithikums (5.500 bis 2.200 v. Chr.) im Donaugebiet und im heutigen Österreich verbreitet. Handelt es sich hierbei um Importware oder waren die Schmuckschnecken mitgebrachte Geschenke für eine Einheirat aus der Donauregion?