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Das Mammut von Pfännerhall
Es gibt vermutlich kein Tier, das mehr für das Eiszeitalter steht als das wollhaarige Mammut – Mammuthus primigenius. Auch in der Forschungsgeschichte ist es schon sehr lange mit dem Vorkommen von Eiszeiten in Europa verbunden.
Um die Erforschung der kaltzeitlichen Tierwelt hat sich bereits im 19. Jh. der Zoologieprofessor A. Nehring verdient gemacht. Bei seinen Untersuchungen in Westeregeln in den 1870er Jahren stieß er in den dortigen Gipsbrüchen auf kälteresistente Steppennager wie Lemminge, Ziesel oder Murmeltiere – und eben auf Knochen vom Mammut, dem größten Pflanzenfresser im Ökosystem. Heute weiß man, dass das Mammut keineswegs ein Tier war, das die extreme Kälte bevorzugte. Es kam immer auch unter klimatisch gemäßigten Bedingungen vor. Trotzdem kann es als sehr guter Anzeiger für die Kälteperioden im Eiszeitalter gelten. Das Mammut von Pfännerhall ist ein stammesgeschichtlich recht frühes Exemplar. Es kommt aus den obersten Teilen der Unstrutschotter, der Körbisdorfer Terrasse, und ist zeitlich in die Vorstoßphase der Saalevereisung vor etwa 200.000 Jahren einzuordnen. Gefunden wurde es 1953 im Braunkohlentagebau bei Braunsbedra im Geiseltal
