Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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2002

Januar: Als den Menschen ein Licht aufging....

...neigte sich das "finstere Mittelalter" dem Ende zu. Im wahrsten Wortsinne, wie Archäologe Peter Rudolf und Chemiker Heinrich Wunderlich glauben. Der Anbau einer neuen Nutzpflanze brachte endlich Licht in dunkle Stuben. Eine Innovation der Renaissance-Zeit, die vielleicht so folgenreich war wie die Erfindung des Buchdrucks?
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Februar: Der magische Ring von Paußnitz

Eine wahre Geschichte, auch wenn Sie so märchenhaft klingt wie Tolkiens "Herr der Ringe": ein mittelalterlicher "Zauberring" mit merkwürdigen, nicht zu deutenden Zeichen, galt lange Zeit als verloren. Nun ist er wieder im Tresor des Landesmuseums aufgetaucht, und konfrontiert die Archäologen mit scheinbar unlösbaren Fragen...
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März: Ein jungsteinzeitliches Kindergrab aus Riestedt

Krankheiten sind so alt wie die Menschheit. Die wenigsten lassen sich freilich im archäologischen Befund erkennen. Noch seltener ergeben sich daraus Hinweise, dass Kranke liebevoll umsorgt und gepflegt wurden. Eine derartige Rarität ist neuerdings aus einem reich ausgestatteten Grab der Jungsteinzeit von Riestedt im Landkreis Sangerhausen zu vermelden.
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April: Mauerblümchen aus Köthen

Daß außer glanzvollen Funden auch regelrechte Mauerblümchen für die Ur- und Frühgeschichte von außerordentlicher Bedeutung sein können, beweist in sehr eindrucksvoller Weise die archäologische Dokumentation, die gegenwärtig auf dem Marktplatz in Köthen/Anhalt durchgeführt wird. Hier kamen zwei äußerlich wenig attraktive Fundkomplexe zu Tage, deren wissenschaftliche Aussagefähigkeit jedoch außerordentlich ist.
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Mai: Der Löwe von Freckleben

Am 7. Februar 2002 stieß man bei Grabungen auf der Burg Freckleben unter anderem auf einen kleinen, schildförmigen Anhänger. Obwohl das Stück vollkommen mit grüner Patina überzogen war, konnte man sofort erkennen, daß hier ein aufgerichteter Löwe dargestellt ist. Aus welcher Zeit aber stammt der eindrucksvolle, wenn auch kleine Anhänger?
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Juni: Der Faustkeil aus dem Eiskeil

Am 9. 10. 2000 entdeckte der damalige Museumsleiter Andreas Geisler aus Egeln im Karstgebiet der “alten Ziegelei” von Westeregeln einen Faustkeil...
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Juli: Eine Straße durch zwei Jahrtausende

Das Tal der Weißen Elster im heutigen Stadtgebiet von Zeitz ist reich an archäologischen Fundstellen. Bei einer Grabung, ausgelöst durch den Bau der Ortsumgehung Zeitz, stieß man auf einen Friedhof aus der Eisenzeit, der bei näherer Betrachtung einige Überraschungen bereithielt...
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August: So etwas wie eine imitierte "Cartier-Uhr": eine Fibel der römischen Kaiserzeit aus Freyburg

Gewandfibeln des dritten Jahrhundert n. Chr. sind eigentlich nicht eines FUMO (Fund des Monats) würdig. Dafür sind sie doch zu häufig. Die Freyburger Fibel ist aber etwas besonderes: sie besteht aus gewöhnlicher Bronze, sollte aber wertvoller aussehen als sie war: sie täuschte Silberfibeln vor, die eigentlich nur wohlhabenden Gesellschaftsschichten vorbehalten waren. Die Fibel aus Freyburg - so etwas wie eine imitierte "Rolex"? Lesen Sie selbst, und erfahren Sie dabei, was sonst noch Interessantes bei der Grabung auf dem Marktplatz von Freyburg ans Licht kam.
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September: „...unzählige Götzenbilder zerstört...“ Eine archäologisch-historische Detektivarbeit auf der Ausgrabung Leitzkau

Nur selten gelingt es, ein archäologisches Rätsel mit Hilfe von Aufzeichnungen, Urkunden oder ähnlichen Dokumenten zu lösen. Beim Bau der Ortsumgehung Leitzkau im Landkreis Anhalt-Zerbst, im historischen Dreiländereck der (Kur-) Fürstentümer Anhalt, Brandenburg und Sachsen, gelang nun so ein ausgesprochener Glückstreffer. Ein Fall, der auch demonstriert, wie archäologische und historische Quellen unterschiedliches Licht auf denselben Forschungsgegenstand werfen können.
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Oktober: Der Schild des "Fürsten" von Gommern - Germanische Kunst und römische Beute

Das Fürstengrab von Gommern ist sicherlich eine der beeindruckendsten archäologischen Entdeckungen in Mitteldeutschland. Die offensichtliche Pracht ist aber nur eine Seite dieses Fundes. Wenn man genauer hinschaut, erhält man faszinierende Einblicke in die alltägliche Organisation des Handwerkes und des Warenverkehrs an der Peripherie des Römischen Reiches...
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November: Jagdzauber in der Jungsteinzeit?

Grabung Egeln-Nord, Landkreis Aschersleben-Staßfurt. Auf der Grabung findet man beim Scherbenwaschen eine primitive, kaum zu erkennende Ritzzeichnung auf einem jungsteinzeitlichen Keramikfragment: ein Mensch hält eine Art Bogen, begleitet von primitiv wirkenden Tierdarstellungen, wie Kinderzeichnungen. Handelt es sich um kindliche Spielerei oder aber einen Jadzauber? eine sehr ähnliche Scherbe aus Salzmünde scheint anzudeuten, dass System dahinter steckt.
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Dezember: Der Lutherkrug von Merseburg

Die Ausgrabung in der Merseburger Großen Ritterstraße geht ihrem Ende zu: da tauchen aus der Verfüllung des letzten Kellers Steingutscherben auf, mit den Fragmenten einer reichen Verzierung: Adam und Eva unter den Zweigen des Paradiesbaumes neben Luther und Melanchthon...
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