Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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2011

Dezember: Zwei Reliefs aus dem Haus des Lucius Caecilius Jucundus.

Wie ändert sich das Leben in einer antiken Stadt durch eine gewaltige Naturkatastrophe? Welchen Einfluss hatte das katastrophale Ereignis auf die Gesellschaft? Diese Fragen lassen sich am Beispiel des Vesuvsausbruchs im Jahre 79 n. Chr. kaum beantworten, da er zur kompletten Verwüstung mehrerer Städte und Siedlungen geführt hat. Ganze Gebiete wurden aufgegeben und erst nach mehreren Jahren wieder besiedelt.
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November: Ein mittelalterlicher Schnabelschuh vom Zerbster Markt

In den Jahren 2009 und 2010 wurde der Marktplatz in Zerbst einer großflächigen Umgestaltung unterzogen. Durch eine baubegleitende Dokumentation konnten zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Stadt Zerbst bestand im Mittelalter aus einer Burgsiedlung mit der Kirche St. Bartholomäi und der Marktsiedlung. St. Bartholomäi wurde im Jahr 1215 durch den Pfarrer Heinricus anlässlich einer Altarweihe erstmals urkundlich erwähnt.
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Oktober: Kopfüber arrangiert – eine außergewöhnliche Gefäßdeponierung bei Obselau/Aken im Lödderitzer Forst

Aus Anlass der größten Deichrückverlegungsmaßnahme Deutschlands begannen im Jahr 2010 archäologische Untersuchungen auf der gesamten, 7 km langen künftigen Deichtrasse im Lödderitzer Forst. Über die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung dieses Gebiets ist wegen der weitgehenden Bewaldung – und damit einhergehend bislang kaum erfolgten Bodeneingriffe – noch relativ wenig bekannt. Doch schon der erste flächig untersuchte Fundplatz am Südende der Trasse bei Aken, Lkr. Anhalt-Bitterfeld, erbrachte einen überraschenden Befund.
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September: 23 Gulden auf dem Kerbholz – ein interessantes Fundobjekt aus Wittenberg

Ein großes Unglück in der Geschichte Wittenbergs war die Zerstörung der Stadt im Siebenjährigen Krieg am 13. Oktober 1760. Das Gelände des sog. Arsenalplatzes im Norden der Altstadt, das seither wüst lag, erwies sich nun jedoch als wahre Fundgrube für die hier tätigen Archäologen. In einer Latrine fanden sich zahlreiche aufschlussreiche Fundstücke aus organischem Material, darunter auch ein ganz besonderes Objekt: ein Kerbholz.
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August: Das Rot der ersten Siedler

Bei der Ausgrabung einer Siedlung der frühen Jungsteinzeit bei Breitenbach stießen die Archäologen in einer Siedlungsgrube neben den Resten eines typischen Gefäßes aus dieser Zeit ("Kumpf") auch auf ein Gefäßbruchstück, an dessen Innenseite rote Farbe haftete - eine steinzeitliche Malpalette?
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