Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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9.3.2010 : 23:47

Geschichte des Landesmuseums

03.10.1819:
Gründung des “Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erforschung des vaterländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale” mit Sitz in Naumburg
16.06.1823:
Verlegung des Thüringisch-Sächsischen Vereins nach Halle, 1825 Unterbringung der Sammlungen im “alten fürstlichen Prachtsaal” der Neuen Residenz
Januar 1876:
Der Thüringisch-Sächsische Verein bittet den Provinziallandtag um geeignete Räumlichkeiten für die Sammlung.
18.11.1876:
Der 2. Landtag beschließt die Gründung der “Historische Commission der Provinz Sachsen”, die bei der Gründung des Provinzialmuseums mitwirken soll.
März 1882:
Der Landtag bewilligt die Mittel zur Einrichtung eines Provinzialmuseums.
16.07.1884:
Ernennung des Konservators und Oberst a. D. Hans von Borries zum ersten Direktor des Provinzialmuseums.
21.04.1886:
Die Historische Kommission beschließt, zur Unterstützung des Museums geeignete Personen als Pfleger zu bestellen. Dieses Datum ist der Beginn einer amtlichen Bodendenkmalpflege in der Provinz Sachsen.
01.07.1890:
Dr. Julius Schmidt wird als Direktor des Museums berufen.
1902:
Der erste Band der “Jahresschrift für die Vorgeschichte der sächsisch-thüringischen Länder” wird herausgegeben.
13.06.1906:
Erste Pläne für den Neubau eines Museums werden von Direktor Reuß und dem Landesbaurat Ruprecht entworfen
1908:
Beratung im Landtag über das von der Stadt Halle unentgeltlich angebotene Grundstück zum Bau eines Museums am Wettiner Platz
14.03.1910:
Der Landtag bewilligt für den Bau des Museums 525.000 Reichsmark. Das Aufgabengebiet der Einrichtung wird auf die Vorgeschichte beschränkt.
1911-1913:
Bau des ersten Museumsgebäudes für Vorgeschichte in Deutschland.
01.08.1912:
Der erste ausgebildete Prähistoriker, Dr. Hans Hahne, wird zum Museumsdirektor ernannt.
Seit 1913:
Inventarisation des archäologischen Sammlungsbestandes jahrgangsweise nach fortlaufenden Hauptkatalognummern
26.03.1914:
Erlass des preußischen Ausgrabungsgesetzes
09.10.1918:
Eröffnung des Museumsgebäudes mit der neu gestalteten Dauerausstellung
1921:
Umbenennung des Provinzialmuseums in “Landesanstalt für Vorgeschichte”, Gründung des “Museumsbundes der Provinz Sachsen”
1925:
Nach 14jähriger Unterbrechung wird mit Band 11 die Herausgabe der “Jahresschrift für die Vorgeschichte der sächsisch-thüringischen Länder” fortgeführt.
13.06.1928:
Durch eine Dienstanweisung des preußischen Finanzministers werden Bodenfunde zum Staatseigentum erklärt.
09.05.1929:
Gründung des “Mitteldeutschen Verbandes für Altertumsforschung” in Quedlinburg
1932:
Eröffnung einer Freilichtausstellung im Gartenbereich des Museums
1934:
Umbenennung des Museums in „Landesanstalt für Volkheitskunde“
1935:
Die Veröffentlichungen des Hauses erhalten den Titel „Veröffentlichungen der Landesanstalt für Volkheitskunde”.
01.06.1935:
Prof. Dr. Walter Schulz wird zum Museumsdirektor ernannt. Er scheidet 1945 aus allen Funktionen aus.
20.04.1945:
Wiederaufnahme der Diensttätigkeit am Museum. Sammlung, Archiv und Bibliothek haben die Kriegsereignisse ohne Verluste überstanden.
03.03.1946:
Wiedereröffnung der Dauerausstellung
14.11.1949:
Die Landesregierung erlässt Verordnungen zur Meldungspflicht vor- und frühgeschichtlicher Bodenaltertümer und zur Regelung von Ausgrabungen
1950:
Das Landesmuseum wird dem Staatssekretariat für Hochschulwesen der DDR, dem späteren Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen, unterstellt.
1955:
Erste Aufstellung eines Mammutskeletts in der Dauerausstellung
01.01.1959:
Dr. Hermann Behrens wird zum Direktor des Museums ernannt. Er leitet das Haus bis zum 31.12.1980.
1970:
Zum ersten Mal werden in der DDR vier Briefmarken mit archäologischen Motiven aus dem Bestand des Landesmuseums für Vorgeschichte ediert.
03.07.1980:
Inkrafttreten des „Gesetzes zum Schutz des Kulturgutes“ in der DDR
01.01.1981:
Dr. Dieter Kaufmann wird als Museumsdirektor berufen und leitet das Haus bis zum 31.03.1992.
30.06.1983:
Das Gebäude des Landesmuseums für Vorgeschichte wird unter Denkmalschutz gestellt.
19.09.1984:
Die Besucherzahl in der Dauerausstellung erreicht 1.000.000.
1990:
Nach Auflösung des Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesen der DDR wurde das Landesmuseum dem neu geschaffenen Ministerium für Bildung und Wissenschaft unterstellt.
01.01.1991:
Das Landesmuseum wird dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, ab Sommer 1991 dem Kultusministerium nachgeordnet.
15.06.1991:
Gründung der „Archäologischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.“ in Halle
13.09.1991:
Annahme des Denkmalschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt durch den Landtag
21.10.1991:
Beschluss der Landesregierung über die Bildung eines Landesamtes für Denkmalpflege und eines Landesamtes für archäologische Denkmalpflege (ehem. Landesmuseum)
01.04.1992:
Dr. habil. Siegfried Fröhlich wird zum Landesarchäologen ernannt, er bleibt bis zum 31.12. 2000 im Amt.
13.06.1994:
Schließung der Dauerausstellung
08.04.1997:
Umbenennung in Landesamt für Archäologie – Landesmuseum für Vorgeschichte – Sachsen-Anhalt auf Beschluss der Landesregierung.
01.03.2001:
Dr. Harald Meller wird als Landesarchäologe und Direktor des Landesmuseums berufen.
17.04.2003:
Die Dauerausstellung ist wieder in neugestalteten Teilbereichen öffentlich zugänglich.
23.05.2008:
Wiedereröffnung des Museums nach umfangreichen Sanierungsarbeiten mit der neuen Dauerausstellung zum Paläolithikum, Mesolithikum, Neolithikum und zur Frühbronzezeit.