Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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Die Ausstellung

Themen

Abb. 1: Gemälde von Joseph Wright of Derby, 1771. © bpk / Lutz Braun.

Alchemisten waren keineswegs Scharlatane. Ausgestattet mit einem für die damalige Zeit gültigen Theoriekonzept und bis heute praktizierten Labormethoden machten sie sich auf die Suche nach dem Weltgeheimnis, dem so genannten „Stein der Weisen“. Von diesem versprach man sich die Erfüllung des ultimativen Menschheitstraumes.

Der Stein der Weisen war weit mehr als eine spezielle Chemikalie. Er symbolisierte die Fähigkeit des Menschen, die Natur zu beherrschen und einen Einklang zwischen Mensch und Natur herzustellen. Der Stein sollte nicht nur die unvollkommenen Metalle veredeln können, sondern auch alle menschlichen Krankheiten heilen.

Auf ihrer Suche haben die Alchemisten bedeutende Entdeckungen gemacht. Sie sind als erste den chemischen Elementen auf die Spur gekommen. Die modernen Naturwissenschaften bauen auf diesen Grundlagen auf und sind weit in den inneren Aufbau der Materie vorgedrungen. Die unstillbare Sehnsucht nach Welterkenntnis, Entdeckungen und Fortschritt verbindet die Alchemisten mit denen, die Ihnen als Chemiker oder Teilchenphysiker heute folgen.

Am Ende lagen die Alchemisten mit ihrer Theorie gar nicht so falsch. Die Veränderung von Materie ist möglich. Die praktische Umsetzung dieser Erkenntnis bedeutet Segen und Fluch zugleich und hat unsere Zeit geprägt.

Abb. 2-4: © LDA Sachsen-Anhalt (Foto: Juraj Lipták)

Abb. 1: Die Entdeckung des Elementes Phosphor durch den Alchemisten und Apotheker Henning Brand im Jahre 1669. Gemälde von Joseph Wright of Derby, 1771. ©: bpk / Lutz Braun.

Abb. 2: Sogenanntes Bindeglas: Es dient dem Alchemisten zur Aufbewahrung von Chemikalien. Deren Analysen geben Aufschluss darüber, was der Wittenberger Alchemist in seinem Labor produzierte.

Abb. 3: Seitenansicht eines Destillierkolbens (Cucurbiten) aus der Wittenberger Alchemistenwerkstatt.

Abb. 4: Ansicht einer fragmentierten gläsernen Retorte aus dem Wittenberger Alchemistenbefund. Die Retortenkugel ist durch starke Hitzeeinwirkung faltig verschmolzen und deformiert.

 

Leihgeber

Herrengrunder Schale mit Bergmann (17. Jh.), © Kunstkammer Georg Laue, München/London

Deutschland

- Sächsisches Staatsarchiv – Hauptstaatsarchiv Dresden // Dresden

- Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz // Dresden

- Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek // Dresden

- Historische Farbstoffsammlung der Technischen Universität Dresden, Fachrichtung Chemie und Lebensmittelchemie // Dresden

-Thüringisches Staatsarchiv Gotha // Gotha

- Deutsche Akademie der Naturforscher – Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina // Halle (Saale)

- Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt // Halle (Saale)

- Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) // Halle (Saale)

- Privatsammler // Halle (Saale)

- Deutsches Apotheken-Museum // Heidelberg

- Fürst zu Stolberg- Wernigerodesches Herrschaftsarchiv

- Museumslandschaft Hessen Kassel // Kassel

- Universitätsbibliothek Kassel – Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel // Kassel

- Kunstkammer Georg Laue // München

- Linden-Museum Stuttgart, Staatliches Museum für Völkerkunde // Stuttgart

Österreich

- Gut Oberstockstall / Fritz Salomon / Dr. Sigrid von Osten // Oberstockstall

Schweiz

- HMB – Historisches Museum Basel // Basel

- CERN, CMS // Genf

Team

Collage des Inventars der Wittenberger Alchemistenwerkstatt (16. Jh.) © LDA Sachsen-Anhalt, Grafik: K. Pockrandt, Fotos: J. Lipták

Gesamtleitung: Harald Meller

Projektleitung: Alfred Reichenberger

Projektkoordination: Jens Brauer

Wissenschaftliche Beratung: Hans-Jürgen Döhle, Michael Hoch (Genf), Christian Meyer (Goslar), Claus Priesner (München), Andreas Stahl, Rainer Werthmann (Kassel), Christian-Heinrich Wunderlich

Wissenschaftliche Volontärin: Maria Albrecht

Ausstellungstexte: Maria Albrecht, Jens Brauer, Anne Büchle, Michael Hoch, Christian Meyer, Arnold Muhl, Claus Priesner, Alfred Reichenberger, Andreas Stahl, Rainer Werthmann, Christian-Heinrich Wunderlich

Gestaltung: Juraj Lipták (München)

Fotos: Michael Hoch (Genf), Juraj Lipták (München)

Malerei: Heinz Bert Dreckmann (Falkensee)

Leihverkehr: Maria Albrecht, Urte Dally

Öffentlichkeitsarbeit: Maria Albrecht, Julia Kruse, Alfred Reichenberger, Michael Schefzik

Besucherbetreuung: Monika Bode, Sven Koch

Bildrecherche: Maria Albrecht, Anne Büchle

Audioguide: Linon Medien e. K. (Schonungen), LDA

Leitung Ausstellungsbau: Gerhard Lamm (Halle [Saale])

Ausstellungsvorbau und Haustechnik: Lutz Bloy und Team

Exponateinrichtung: Fißler & Kollegen GmbH (Halsbrücke)

Übersetzungen: Macfarlane International Business Services GmbH & Co.KG (Tübingen)

Filme: Thomas Claus (Berlin), Marianne Seeger (Berlin)

Animationen: Arian Rassoul (Berlin)

Sammlung: Roman Mischker, Irina Widany

Ausstellungssekretariat: Maria Albrecht, Anne Büchle, Carmen Schulz

Ausstellungsgrafik: Sandra Furák (Halle [Saale]), Klaus Pockrandt (Halle [Saale])

Restauratorische Betreuung: Heiko Breuer, Vera Keil, Christian-Heinrich Wunderlich

Anthropologische Untersuchungen: Christian Meyer (Goslar)

Naturwissenschaftliche Untersuchungen: Ernst Pernicka (Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH, Mannheim), Mario Schulz (Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt, Magdeburg), Rainer Werthmann (Kassel), Christian-Heinrich Wunderlich