Gartenreich Dessau-Wörlitz

Die Ausgrabungen in Pompeji und Herculaneum im 18. Jahrhundert markieren den Beginn der Klassischen Archäologie. Johann Joachim Winckelmann, in Stendal (Sachsen-Anhalt) geboren, gilt als Begründer dieser Wissenschaft. Die Entdeckung der untergegangenen Städte am Vesuv mit ihren kulturellen Hinterlassenschaften prägte das Zeitalter des Klassizismus nördlich der Alpen. Die Antikenbegeisterung hat sich hier direkt niedergeschlagen.

Villa Hamilton: Pompejanische Decke
»Pompejanische Decke« in der Villa Hamilton, Gartenreich Dessau-Wörlitz. Foto: Heinz Fräßdorf
Vulkanausbruch Wörlitz
»Vulkanausbruch« 2010 im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Foto: Juraj Lipták

So ließen Fürst Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und sein Baumeister Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff das Wörlitzer Gartenreich (UNESCO-Welterbe) entstehen, in dessen Gebäuden die ersten »pompejanischen« Decken, Stuckaturen und Wandmalereien nördlich der Alpen zu finden sind. Auf der Felseninsel»Stein« steht eine Nachbildung des Vesuvs, ein beeindruckender und immer noch funktionsfähiger künstlicher Vulkan.

Diese besonderen Bezüge des Landes Sachsen-Anhalt zu den Stätten am Golf von Neapel spiegeln sich auch in der Kooperation des Landesmuseums für Vorgeschichte mit der Kulturstiftung DessauWörlitz wider.

Besucher des Gartenreichs Dessau-Wörlitz können ab Ostern 2012 in verschiedenen Schlössern und Bauwerken den Spuren der einzigartigen Rezeptionsgeschichte der Antike folgen. Unter dem Titel »Fremde Welt ganz nah - Pompeji im Gartenreich Dessau-Wörlitz« wird eine thematisch orientierte »Grand Tour« zu Erinnerungsorten, verborgenen Details und dem Vulkan angeboten. Eine speziell hierfür entwickelte Application für Smartphones leitet den Besucher dann durch das Welterbe.

Bei Vorlage eines Tickets der Hallenser bzw. Dessau-Wörlitzer Ausstellung erhalten Sie an der jeweils anderen Ausstellungsstation eine Ermäßigung auf den Normalpreis.