Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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„Here I stand …“ – Lutherausstellungen USA 2016

Kooperationsprojekt realisiert mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und unter der Federführung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle Ausstellungen in New York, Minneapolis und Atlanta

Im Jahr 2017 wird der 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag in Wittenberg als ein Ausgangspunkt der Reformationsbewegung und damit als ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung deutschlandweit in großen Veranstaltungen und Ausstellungen gewürdigt. Noch zuvor bereiten das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, das Deutsche Historische Museum (Berlin) sowie die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha mit Unterstützung des deutschen Auswärtigen Amtes drei Sonderausstellungen in den USA vor.

Mit Hilfe archäologischer Fundstücke, authentischer Realien, originaler Kunstwerke, Autographen und Drucken soll das Ausstellungprojekt „Here I stand …“ - Lutherausstellungen USA 2016 ein umfassendes Bild vom Leben und Wirken Martin Luthers, der Reformation, ihrem kulturhistorischen Umfeld sowie ihrer Rezeption zeichnen. Im Fokus stehen authentische Orte und einmalige Zeugnisse für Luthers Leben und Werk sowie der Reformationsgeschichte. Gleichzeitig sollen die Ausstellungen in den Vereinigten Staaten auch einen Eindruck vom kulturellen Reichtum Mitteldeutschlands vermitteln.

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle stellt hierbei aufsehenerregende Funde zur Verfügung, die archäologische Ausgrabungen der jüngsten Vergangenheit an den Lutherstätten in Mansfeld, Eisleben und Wittenberg erbracht haben.

Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit authentischen Exponaten aus dem Besitz und dem Umfeld Luthers, Kunst- und Druckwerken sowie Handschriften aus der Reformationszeit. Dass die Bestände des Wittenberger Lutherhauses in nie dagewesenem Umfang ausgeliehen werden können, wird durch dessen partielle Neugestaltung im Vorfeld des Reformationsjubiläums ermöglicht.

Gürtelendbeschlag mit der Buchstabenapplikation „d“ aus Luthers Elternhaus in Mansfeld (© LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták).
Lucas Cranach d. Ä. (Werkstatt), Martin Luther (© Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt).
Helm Kaiser Karls V. (© Deutsches Historisches Museum).
Lucas Cranach d. Ä., Judith an der Tafel des Holofernes (© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha).

Das Deutsche Historische Museum in Berlin stellt erstrangige Zeugnisse der Reformationszeit sowie Objekte der Zeitgeschichte zur Verfügung, die die Reformation auch außerhalb Wittenbergs und die weltweite Wirkungsgeschichte Martin Luthers beleuchten und direkte Bezüge zu unserer Gegenwart schaffen.

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha bereichert die Ausstellung mit ihren einzigartigen Kunst- und Graphikbeständen. Sie geben einen intensiven Einblick in das  kultur- und gesellschaftshistorische Umfeld der Reformation und verdeutlichen den bedeutenden kulturellen Reichtum Mitteldeutschlands, der noch mehr internationale Aufmerksamkeit, insbesondere in Übersee, verdient.

Damit werden zahlreiche bedeutsame Originale erstmals im Ausland und speziell in den USA ausgestellt.

Die Ausstellungen werden ab Herbst 2016 in New York, Minneapolis und Atlanta zu sehen sein. Die Federführung und Projektgesamtleitung liegt beim Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. Das Land Sachsen-Anhalt, der Freistaat Thüringen, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und zahlreiche renommierte Kultureinrichtungen in Mitteldeutschland, wie beispielsweise die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, die Forschungsbibliothek Gotha oder die Wartburg-Stiftung Eisenach, unterstützen das Vorhaben.

Das außergewöhnliche Ausstellungsprojekt kann dank der großzügigen finanziellen Förderung des Auswärtigen Amtes verwirklicht werden und steht unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Die deutschen Kooperationspartner arbeiten im Rahmen des Projektes mit äußerst renommierten US-amerikanischen Institutionen zusammen:

The Morgan Library & Museum New York (© The Morgan Library & Museum New York, Michael Denance).
Conrad Meit, Adam & Eva (© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha).

The Morgan Library & Museum in New York, mitten in Downtown Manhattan, wird vom 7. Oktober 2016 bis zum 22. Januar 2017 eine schatzkammerartige Ausstellung zeigen. Insbesondere anhand seltener und hochkarätiger Papierwerke, aber auch ausgewählter Werke der Bildenden Kunst stellt sie Ereignisse im Leben Martin Luthers in den Mittelpunkt, die für die beginnende Reformation von besonderer Bedeutung waren.

Minneapolis Institute of Art (© Minneapolis Institute of Art, Nathan Haase).
Lucas Cranach d. Ä., Martin Luther (© Deutsches Historisches Museum).
Lucas Cranach d. Ä., Katharina von Bora (© Deutsches Historisches Museum).

Die umfangreichste Schau wird vom 30. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017 im Minneapolis Institute of Art zu sehen sein, das sich im Herzen des lutherischen Kernlands der USA befindet. Eine außergewöhnliche Bandbreite bedeutender Originalexponate – vom archäologischen Fund über Autographen, Bücher und Graphiken bis hin zu großformatigen Gemälden und Skulpturen – wird hier ein umfassendes Bild von Martin Luthers Leben und Wirken sowie dem kulturhistorischen Kontext der Reformation zeichnen.

Pitts Theology Library (© Pitts Theology Library, Candler School of Theology, Emory University Atlanta).
Lucas Cranach d. J., Gesetz und Gnade (© Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt).

In der Pitts Theology Library der Emory Universität in Atlanta findet von Anfang Oktober 2016 bis Mitte Januar 2017 eine Kabinettausstellung zu Lucas Cranachs Gemälde „Gesetz und Gnade“ statt. Sie erläutert die Ikonographie des Bildes und damit das Hauptanliegen von Luthers Reform: die Auffassung von der Erlösung des Menschen allein durch die Gnade Gottes.

Die Ausstellungen in New York, Minneapolis und Atlanta werden einander inhaltlich ergänzen, füreinander werben und Martin Luthers Leben und Wirken in all seinen unterschiedlichen Facetten und Wirkungen bis in die Gegenwart hinein in einzigartiger Tiefe und Umfänglichkeit beleuchten.

Eine opulente Publikation, bestehend aus einem Essay- und einem Katalogband, wird die Ausstellungen und das Projekt „Here I stand …“ in Wort und Bild abrunden. Sie wird im Herbst 2016 in einer deutschen und einer englischen Fassung erscheinen und so dem internationalen Charakter des Ausstellungsprojektes Ausdruck verleihen.

Den Flyer zu den Ausstellungen können Sie hier herunterladen.

 

Pfeifvogel aus dem Elternhaus Luthers in Mansfeld (© LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták).
Simulation einer hochwertigen 3D-Replik (Visualisierung: Brigitte Parsche).

Zusätzlich zu den klassischen Museumsschauen setzt das Projekt „Here I stand …“ daneben ein Ausstellungsvorhaben der besonderen Art um: Die digitale Ausstellung #HereIstand ermöglicht es vor allem Institutionen wie Goethe-Instituten, Kirchengemeinden, Schulen oder Hochschulen, per Mausklick eine Luther-Ausstellung downzuloaden und in den eigenen Räumlichkeiten öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. #HereIstand wird ab Oktober 2016 auf www.here-i-stand.com im Internet zugänglich sein und beschreitet mit Hilfe downloadbarer Inhalte sowie multimedialer und technischer Finessen neue Wege in der Vermittlung von Ausstellungsinhalten. So können sich die Nutzer je nach verfügbarem Platz Posterausstellungen unterschiedlichen Umfangs und sogar 3D-Scans originaler Exponate zum Ausdruck und zur Präsentation in den eigenen Räumlichkeiten herunterladen.

Flyer zur Downloadausstellung

In Kooperation mit dem Goethe Zentrum / German Cultural Center Atlanta und der Pitts Theology Library der Emory University werden in Atlanta ab dem 11. Oktober 2016 als Auftaktveranstaltungen für die weltweit nutzbare Downloadausstellung Versionen der downloadbaren Posterausstellung und im 3D-Druckverfahren hergestellte Exponatrepliken gezeigt.

Die Ausstellung feiert beim 40. Jahrestreffen der German Studies Association vom 29. September bis 2. Oktober im Town and Country Resort and Convention Center in San Diego, Kalifornien, ihre USA-Premiere. Die German Studies Association ist die weltweit größte wissenschaftliche Vereinigung, die sich der wissenschaftlichen Erforschung der deutschsprachigen Welt widmet.

Gleichzeitig wird am 29. September im Lichthof des Auswärtigen Amtes in Berlin die Ausstellung #LutherGoesUSA eröffnet. Bis zum 19. Oktober ist hier unter anderem die komplette Downloadausstellung zu sehen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Bestellinformationen

Die Ausstellung umfasst 30 DIN-A1-Plakate und kann bis zum 30. Juli 2016 zum Subskriptionspreis von 40,00 € bestellt werden. Ab 1. August 2016 beträgt die Schutzgebühr 50,00 €. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. zuzüglich Versandkosten. Diese belaufen sich voraussichtlich auf 6 € für den Versand innerhalb Deutschlands, 16 € für Sendungen ins EU-Ausland sowie 40 € für Adressaten außerhalb der EU. Die Plakate werden gerollt geliefert und müssen vor Ort auf eigene Kosten gerahmt oder auf Ausstellungsplatten aufgezogen werden. Geliefert wird ab dem 11. Oktober 2016. Die Rechnungsstellung erfolgt bei Lieferung und kann nicht vorgezogen werden.

Bestellungen
von 1-9 Ausstellungen sind ausschließlich über folgendes Formular möglich: http://goo.gl/forms/zvRRYYwmiM

Unter www.here-i-stand.com finden sich ab Oktober 2016 weitere Informationen und Partizipationsmöglichkeiten für Ihre Ausstellung.

Technische Angaben
Anzahl der Plakate: 30
Plakatgröße: DIN A1 (594 x 841 mm)
Papierstärke: ca.135 g/qm
Das Ausstellungssystem ist von Ihnen selbst zu stellen.

Allgemeine Hinweise
Die Ausstellung kann nur komplett bestellt werden, eine Lieferung von Einzelplakaten ist NICHT möglich.
Die Plakate verbleiben dauerhaft bei Ihnen.

Schreibset aus dem Lutherhaus Wittenberg (© LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták).
Der Traum Friedrichs des Weisen, 1617 (© Deutsches Historisches Museum).
Peter Dell d. Ä., Gesetz und Gnade (© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha).

Kontakt

Projektbüro „Here I stand …“ - Lutherausstellungen USA 2016
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt -
Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9
06108 Halle (Saale)
+49 (0) 345 - 29 84 98 89
info(at)here-i-stand.com
www.here-i-stand.com (ab Mai 2016 online)
Facebook: https://www.facebook.com/hereIstand.luther/
Twitter: https://twitter.com/hereIstand_com