Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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2012

12.12.2012

„Königin Editha und ihre Grablegen in Magdeburg“ – Bahnbrechende Ergebnisse der internationalen Forschergruppe erstmalig in einer Publikation vorgelegt

Nach der spektakulären Auffindung eines Bleisarges in dem bis dahin für ein Kenotaph (Scheingrab) gehaltenen spätgotischen Grabmal der Editha im Jahr 2008 im Rahmen der archäologischen Grabungen im Magdeburger Dom nahmen umfassende Untersuchungen des Sarginhaltes ihren Anfang. Mit der Identifizierung der erhaltenen Gebeine als Königin Editha beschäftigte sich seit der Entdeckung eine eigens gegründete internationale Forschergruppe, bestehend aus weit über 40 ausgewiesenen Fachleuten verschiedenster Disziplinen. In kooperativer Gemeinschaft untersuchten Experten der Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Anthropologie, Forensik, Botanik und Insektenkunde das kleine Bleikästchen und konnten dadurch teils bahnbrechende Ergebnisse zur Rekonstruierung von Edithas Leben aber auch hinsichtlich der Umbettung des Leichnams beitragen. Die Publikation zusammen mit den Ergebnissen der Forschergruppe wurden heute durch den Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg Dr. Lutz Trümper, den Abteilungsleiter Kultur des Kultusministeriums Prof. Dr. Matthias Puhle, Ralf Lindemann von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen- Anhalt sowie Prof. Dr. Harald Meller, Landesarchäologe des Landes Sachsen-Anhalt im Magdeburger Dom vorgestellt, der zusammen mit Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und Boje E. Hans Schmuhl, Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, die Publikation herausgibt. Weiterlesen

06.12.2012

»Glutgeboren«
Eröffnung des neuen Abschnittes der Dauerausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Nachdem die Himmelsscheibe von Nebra bislang nicht nur das größte Highlight, sondern auch den zeitlichen Endpunkt der Dauerausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle darstellte, wird nun der an die Zeit der Himmelsscheibe anschließende vierte Abschnitt der Dauerausstellung eröffnet. Auf etwa 410 m² werden unter dem Titel „Glutgeboren“ diejenigen Epochen der Vorgeschichte präsentiert, die zeitlich auf die Niederlegung des inzwischen weltberühmten Hortes von Nebra folgen: die mittlere und späte Bronzezeit (ca. 1.550–1.250 v. Chr. bzw. 1.250–750 v. Chr.) sowie die vorrömische Eisenzeit bis etwa 60 v. Chr. Weiterlesen

30.11.2012

Hallenser Pompeji-Ausstellung wird in Madrid gezeigt

Am 3. Dezember 2012 wird in Madrid die Ausstellung „Pompeya, catástrofe bajo el Vesubio“ im „Canal de Isabel II“ in einer Preview der internationalen Presse vorgeführt werden,um dann vom 6. Dezember 2012 bis zum 5. Mai 2013 für die Besucher geöffnet zu sein. Die Schau, die jetzt in der spanischen Hauptstadt in der bedeutenden Ausstellungshalle „Sala de Exposiciones Arte Canal“ auf etwa 2.000 m² zu sehen sein wird, ist die leicht modifizierte Landesausstellung „Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv“, die im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) in enger, langjähriger Zusammenarbeit mit der Soprintendenza Speciale per i Beni Archeologici di Napoli e Pompei, dem Ministero per i Beni e le Attività Culturali und dem Museo Archeologico Nazionale di Napoli konzipiert wurde. Mit 224.000 Besuchern war die von Dezember 2011 bis August 2012 zu sehende Ausstellung eine der bestbesuchten, die je in Halle gezeigt wurde. Weiterlesen

29.11.2012

Ausgrabungen ermöglichen außergewöhnliche Einblicke in die Siedlungsgeschichte der Stadt Haldensleben

In den Jahren 2013 und 2014 soll an der Gröperstraße im historischen Stadtkern von Haldensleben auf ca. 1.250 m² Fläche der zweite Teilbereich eines Mehrgenerationenhauses entstehen. Im Vorfeld des Bauvorhabens führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in enger und fruchtbarer Zusammenarbeit mit der SALEG als treuhänderischem Bauherrn sowie der Stadt Haldensleben von September bis Dezember 2012 archäologische Ausgrabungen durch. Das zehnköpfige Grabungsteam hat bisher über 600 archäologische Befunde dokumentiert und tausende Funde geborgen.   Weiterlesen

25.10.2012

„Haldensleben – VOR seiner ZEIT“ –
Druckfrische Publikation widmet sich den archäologischen Ausgrabungen rund um Haldensleben

Von 2008 bis 2012 führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Zusammenspiel mit verschiedenen Partnern archäologische Ausgrabungen in und um Haldensleben durch. Anlässlich der Erschließung des Gewerbegebietes Südhafen, des Ausbaus des Stadthafens und eines neuen Dükers für das Flüsschen Beber sowie von Baumaßnahmen im Gewerbegebiet Hamburger Straße wurden auf einer Fläche von 21 Hektar weit über 12.000 Befunde und Hunderttausende von Funden dokumentiert. Sie bereichern in bedeutender Weise unsere Kenntnis von der Siedlungsgeschichte der Region und belegen, dass die fruchtbaren Böden der Umgebung sowie die verkehrs- und siedlungstopographische Situation Haldenslebens bereits seit über 5.000 Jahren geschätzt wird. Weiterlesen

12.10.2012

Hohe Auszeichnung für Sachsen-Anhalts Landesarchäologen Harald Meller in Armenien

Seit 2010 führen Wissenschaftler des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Kooperation mit der Wissenschaftlichen Akademie der Republik Armenien, dem Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie GmbH und der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg archäologische Untersuchungen in dem südkaukasischen Land durch. Einen Schwerpunkt der Arbeiten bildet die wissenschaftliche Aufnahme einer bislang kaum bekannten Felsbilderregion im Südosten des Landes in der Nähe der Stadt Sissian, nahe der Grenze zu Aserbeidschan. Bislang konnten mehr als 400.000 m² mit einem Miniaturhelikopter beflogen und aufgenommen werden. Die in die Tausende gehenden Bilder sind auf Felsblöcke gepickt. Es überwiegen Tiermotive wie Steinböcke, Ziegen, Leoparden und Bären. Daneben finden sich u. a. auch Menschendarstellungen, abstrakte Zeichen und szenische Abbildungen. Die Motive gehören überwiegend in das 2. Jahrtausend v. Chr. Die diesjährige Kampagne wurde durch die Unterstützung des Auswärtigen Amtes möglich, das einen Großteil der Kosten übernahm. Das Auswärtige Amt hat sich darüber hinaus bereit erklärt, in seinem Lichthof im Frühjahr kommenden Jahres eine Ausstellung zu den bisher dokumentierten Felsbildern durchzuführen. Weiterlesen

11.10.2012

Ausgrabungen erhellen Zerbens Vorgeschichte:
Gräber und Siedlung der späten Bronze- und der Eisenzeit entdeckt

Seit Juni dieses Jahres führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) in Vorbereitung des Neubaus der 2. Schleuse bei Zerben in Zusammenarbeit mit dem Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg (WNA MD) archäologische Ausgrabungen im Nahbereich der Schleuse durch. In der vom Bauvorhaben betroffenen Fläche befinden sich archäologische Kulturdenkmale, die durch diese Ausgrabungen dokumentiert werden. Grundlage der Zusammenarbeit bildet der Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Elbe-Havel-Kanals; EHK-km 344,50 – 346,300 und das Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt. Mit diesen vorlaufenden Untersuchungen kann ein späteres störungsfreies Arbeiten für den Bau der Schleuse gewährleistet werden. Auf einer Untersuchungsfläche von ca. 3,5 Hektar deckten 25 Mitarbeiter bisher etwa 1.500 Befunde auf. Weiterlesen

25.09.2012

Älteste Elfenbeinwerkstatt der Welt in Sachsen-Anhalt entdeckt

Ausgrabungen an der als Mammutjagdstation bekannten Fundstelle
Breitenbach bei Zeitz decken 35.000 Jahre alte Elfenbeinwerkstätte auf

Seit 2009 graben im Rahmen eines internationalen Kooperationsprojektes mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Archäologen des Forschungszentrums und Museums für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS, einer Einrichtung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM), auf dem mindestens 35.000 Jahre alten Fundplatz Breitenbach in der Nähe von Zeitz in Sachsen-Anhalt. Weitere Kooperationspartner sind die Faculty of Archaeology der University of Leiden (NL), das Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie(ArchPro) in Wien, das Institut für Geoinformatik i3mainz der Fachhochschule Mainz sowie die geowissenschaftlichen Institute der Universitäten Mainz, Tübingen und Köln. Weiterlesen

24.09.2012

Von der Romanik in das Industriezeitalter.
Archäologie im Kloster Pforta

Seit Sommer dieses Jahres erfolgen im Kloster Pforta umfangreiche Baumaßnahmen. Hier entsteht auf etwa 1/6 des Klostergeländes das neue Besucherempfangszentrum (BEZ) mit zugehöriger touristischer Infrastruktur (Parkplätze, Grünanlagen, Gartengestaltung). Bauherren des Projektes sind die Stiftung Schulpforta und die Stadt Naumburg. Die notwenigen Erdarbeiten öffnen zugleich ein Fenster in die Geschichte des ehemaligen Klosters. So ist es selbstverständlich, dass die Bauarbeiten von archäologischen Grabungen begleitet werden. Voraussichtlich noch bis Ende Oktober 2012 untersuchen acht Mitarbeiter eine Fläche von ca. 15.000 m². Weiterlesen

17.09.2012

Frühe Denkmaldokumentation und Reiseskizzen –
Die Zeichnungen des Stadtbaumeisters Wilhelm Ludwig August Stapel (1801–1871)
in der Marienbibliothek zu Halle (Saale)

Unter den vielen Tausenden Schätzen, die die Marienbibliothek zu Halle beherbergt, befinden sich auch ein Skizzenbuch und eine Mappe mit Zeichnungen des Baumeisters Wilhelm August Stapel (1801–1871). Sie umfassen insgesamt 210 Reiseskizzen, sorgfältig ausgeführte Aufrisszeichnungen und Pläne von historischen Bauten wie Kirchen, Schlössern und Burgen, aber auch von Details ihrer Bauglieder. Die Zeichnungen, die Stapel in den dreißiger und vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts überwiegend im heutigen Sachsen-Anhalt anfertigte, stellen eine überaus bedeutende Quelle für den Bestand und die frühe Würdigung der Denkmale des Landes dar. Weiterlesen

26.08.2012

Ende der erfolgreichen Landesausstellung „Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv“ –Landesmuseum für Vorgeschichte Halle zieht überaus positive Bilanz

Am Sonntag, den 26. August 2012 endet die Landesausstellung „Pompeji - Nola -Herculaneum. Katastrophen am Vesuv“. Die Präsentation, die unter der Schirmherrschaft des Presidente della Repubblica Italiana sowie des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland stand, lockte mit ihren hochkarätigen Exponaten und dem eigens erarbeiteten, neuartigen und vielseitigen Konzept seit ihrer Eröffnung am 9. Dezember 2011 insgesamt rund 224.000 Besucher in das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. Damit war dies die erfolgreichste Sonderausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle nach der Ausstellung rund um die Himmelsscheibe von Nebra „Der geschmiedete Himmel“ (Oktober 2004 - Mai 2005). Weiterlesen

17.07.2012

Renaissancezeitliche Holzschnitte bei Restaurierung in Autobahnkirche in Brumby entdeckt

Seit Mai 2006 trägt die Kirche St. Petri in Brumby als eine von sechs Gotteshäusern im Gebiet der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands den Titel Autobahnkirche. Damit ist sie nicht nur für die Gemeinde als Ort der Besinnung zugänglich, sondern auch für die vielen Reisenden auf der Bundesautobahn 14.

Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert als dreischiffige Basilika errichtet. In gotischer Zeit wurde sie zu einer einschiffigen Anlage umgebaut und erweitert. Im Jahr 2002 konnte die Fassade der Kirche mit dem auffälligen Turm mit den vier kleinen Ecktürmchen saniert werden. Die prächtige barocke Innenausstattung mit Kanzel, Hochaltar, Kassettendecke, Emporen und Orgel ist kunstgeschichtlich von überregionaler Bedeutung. Sie stammt aus der Erneuerungsphase der Innenausstattung in den Jahren 1664-1672. Die hölzerne Kassettendecke, die in den Jahren 1664 bis 1666 geschaffen und bemalt wurde, zeigt auf 92 Bildern Szenen aus der Bibel. Weiterlesen

23.03.2012

Massengrab aus der Schlacht von Lützen wird im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle untersucht

Am 6. / 16. November 1632 lieferten sich bei Lützen die kaiserlich-katholischen Truppen unter dem Oberbefehl Albrecht von Wallensteins und die schwedischen Truppen unter der Führung Königs Gustav II. Adolf eine der blutigsten und für beide Seiten verlustreichsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges. Zum Schauplatz einer historischen Zäsur wurde das Lützener Schlachtfeld durch die Tatsache, dass mit Gustav II. Adolf auch die Galionsfigur der Protestanten vor Lützen fiel. Sein Tod machte das Schlachtfeld zu einem bedeutenden Ort kollektiver Erinnerung, wurden doch in Lützen wie auch auf anderen europäischen Schlachtfeldern schon bald regelmäßige Gedenkfeiern abgehalten, wurde zum Gedenken an den Tod des Königs der sog. Schwedenstein aufgestellt und 205 Jahre nach der Schlacht durch einen von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Baldachin eingefasst. Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die deutsch-schwedische Gedenkstätte am Todesort Gustav II. Adolfs weiter ausgebaut; heute ist er ein Ort der Begegnung für Angehörige verschiedener Nationen, die sich hier einst feindlich gegenüber standen. Weiterlesen

02.03.2012

Verlängerung der Landesausstellung
Neues Enddatum: 26. August 2012 »Pompeji - Nola - Herculaneum«

Die Landesausstellung »Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv«  stößt in der breiten Öffentlichkeit auf höchstes Interesse:  Seitdem am 9. Dezember 2011 die Pforten der Ausstellung für das Publikum geöffnet wurden, begaben sich innerhalb von nicht einmal drei Monaten bis  Anfang März 2012 bereits 65.000 Besucher im Landesmuseum für  Vorgeschichte Halle auf die Spuren der Katastrophen am Vesuv und des antiken Pompeji.  Aufgrund des großen Andrangs wird die Laufzeit der Landesausstellung über das ursprüngliche Enddatum hinaus bis zum 26. August 2012 verlängert. Weiterlesen

12.01.2012

Gesichert: National wertvolles Kulturgut in Halle unter staatlichem Schutz

Erstmals in Sachsen-Anhalt findet Kulturgut aus öffentlicher Hand Eingang in das „Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes“. Es handelt sich um herausragende Kulturgüter des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle und des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Das Kultusministerium hat im Einvernehmen mit dem Sachverständigenausschuss für Kunstwerke und anderes Kulturgut (außer Archivgut) beim Kultusministerium Sachsen-Anhalt der Eintragung zugestimmt, die am heutigen Tage im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.   Weiterlesen