Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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2013

13.11.2013

»3300 BC – Mysteriöse Steinzeittote und ihre Welt«
Landesmuseum für Vorgeschichte Halle
14.11.2013–18.5.2014

Unter dem Titel »3.300 BC – Mysteriöse Steinzeittote und ihre Welt« ist vom 14. November 2013 bis zum 18. Mai 2014 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) eine spektakuläre Sonderausstellung zu sehen, die am heutigen Mittwochabend vom stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Finanzminister Jens Bullerjahn, eröffnet wird. Weiterlesen

11.10.2013

Forscher enträtseln die Bevölkerungsentwicklung Europas anhand DNA jungsteinzeitlicher Bauern

Einem internationalen Forscherteam, bestehend aus Anthropologen der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, des Australian Centre for Ancient DNA in Adelaide/Australien sowie Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) ist es erstmals gelungen, anhand umfangreicher DNA-Untersuchungen an jungsteinzeitlichem Skelettmaterial die komplizierte Bevölkerungsentwicklung Europas zu entschlüsseln. Untersucht wurden hierzu mehrere hundert Skelette von insgesamt 25 Fundplätzen des Mittelelbe-Saale-Gebietes. Die mitteldeutschen Menschenfunde eignen sich wegen der hier herrschenden günstigen Erhaltungsbedingungen besonders gut für genetische Untersuchungen. Weiterlesen

28.08.2013

Pfähle, Pflaster, Spolien: 900 Jahre Wirtschaftsgeschichte in Relikten
Archäologie im Kloster Pforte

Im Zusammenhang mit der kulturtouristischen Erschließung des ehemaligen Klosters Pforte mit Errichtung eines neuen Besucherempfangszentrums (BEZ) und zugehöriger touristischer Infrastruktur führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in enger Kooperation mit der Stadt Naumburg und der Stiftung Schulpforta archäologische Ausgrabungen im Kloster Pforte durch. Insgesamt fünf Mitarbeiter setzen damit in diesem Jahr die 2012 auf dem Klostergelände begonnenen archäologischen Untersuchungen fort (Abb. 1. 2). Bereits im vergangenen Jahr konnten einige Teilprojekte des Bauvorhabens, wie z. B. der Parkplatzbau und die Anlage des Obstgartens, termingerecht fertig gestellt werden. Im laufenden Jahr steht das engere Umfeld des neuen Besucherempfangszentrums mit Schulstraße und Spielplatz sowie Reb- und Kräutergarten im Mittelpunkt des Geschehens. Weiterlesen

19.08.2013

Archäologische Ausgrabungen erbringen überraschende Erkenntnisse zur mittelalterlichen Baugeschichte von Schloss Stolberg

In enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als Eigentümerin des Schlosses Stolberg führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, vertreten durch den Anhaltischen Förderverein für Naturkunde und Geschichte, archäologische Ausgrabungen in Stolberg durch. Weiterlesen

19.07.2013

Neue Baubefunde aus der Zeit Luthers im St. Annen-Kloster in Eisleben

Im Zusammenhang mit dem Umbau und der Sanierung des ehemaligen Augustiner-Eremitenklosters an der Pfarrkirche St. Annen in Eisleben führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt seit 2007 baugeschichtliche Untersuchungen sowie, vertreten durch den Anhaltischen Förderverein für Naturkunde und Geschichte, Anfang 2013 archäologische Ausgrabungen im ehemaligen Klostergebäude durch. Diese erbrachten überraschende Erkenntnisse zur vor- und frühreformatorischen Baugeschichte der Klosters, das mehrfach von Martin Luther als zuständigem Distriktsvikar besucht und bereits 1523 zur ersten evangelischen Kirche im Mansfelder Land umgewandelt worden war. Weiterlesen

16.07.2013

Älteste umfassende Salzsiedestation in der Stadt Halle entdeckt

Die Geschichte und historische Bedeutung der Stadt Halle ist untrennbar mit der Salzgewinnung verbunden. Bereits der Ortsname leitet sich vom indogermanischen Wortstamm hal für Salz ab. Von diesem lebensnotwendigen Mineral benötigt der Mensch mindestens zwei Gramm pro Tag, außerdem war es in Zeiten ohne Kühlschrank und Tiefkühltruhe unverzichtbar für die Konservierung leicht verderblicher Lebensmittel und fand Verwendung in technischen Prozessen wie der Gerberei und der Metallurgie. Die regionale Limitierung von Salzvorkommen machte diesen Rohstoff zu einem wertvollen Handelsgut, das denjenigen Reichtum und Wohlstand bescherte, die Gewinnung und Vertrieb kontrollierten. Weiterlesen

03.07.2013

„Here I stand... Martin Luther’s Home“
Staatsministerin Cornelia Pieper stellt Planungen für große internationale Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum vor

Im Lutherjahr 2017 wird die Reformation in Deutschland in großen nationalen Ausstellungen präsentiert. Um auch internationale Aufmerksamkeit auf diese Vorhaben zu lenken, planen die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle und das Deutsche Historische Museum in Berlin eine gemeinsame Sonderausstellung mit dem Titel „Here I stand... Martin Luther’s Home“, die im Jahr 2016 in verschiedenen Städten in den USA und eventuell auch in Südkorea gezeigt werden soll. Weiterlesen

21.06.2013

Förderverein des Landesmuseums für Vorgeschichte bewilligt Soforthilfe für Beseitigung von Flutschäden im Museumsdepot

Als der Scheitel des Hochwassers Anfang Juni Halle erreichte, wurde auch das Zentraldepot des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle in Mitleidenschaft gezogen. Um die Arbeiten zur Beseitigung der Flutschäden zu unterstützen, beschloss der Vorstand des Vereins zur Förderung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale) e. V. in seiner jüngsten Sitzung eine Soforthilfe in Höhe von 2.500,- Euro. Weiterlesen

19.06.2013

Himmelsscheibe von Nebra in das Memory of the World-Register der UNESCO aufgenommen

Als älteste konkrete Darstellung kosmischer Phänomene ist die Himmelsscheibe von Nebra in das Memory of the World-Register der UNESCO aufgenommen worden.

Die Himmelsscheibe vereint das Wissen mehrerer Generationen und wurde während ihrer 100- bis 200-jährigen Nutzungszeit mehrfach verändert, bevor sie vor etwa 3.600 Jahren auf dem Mittelberg bei Nebra (Sachsen-Anhalt) zusammen mit wertvollen Beigaben rituell begraben und den Göttern geweiht wurde. Weiterlesen

27.05.2013

Europaweit einzigartige Fensterrose der Zisterzienser in die Klosterkirche von Schulpforte zurückgekehrt

Das ehemalige Zisterzienserkloster St. Marien zur Pforte nahe Bad Kösen im Burgenlandkreis zeichnet sich nicht nur durch seinen nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Architektur-bestand aus, sondern auch durch höchst bedeutende Ausstattungselemente, die die Jahrhunderte teils seit romanischer Zeit überdauert haben. Selbst unter diesen sind, neben dem hölzernen, farbig gefassten Triumphkreuz aus der Mitte des 13. Jhs., die original erhaltenen mittelalterlichen Grisail-leglasfenster der ehemaligen Klosterkirche besonders bemerkenswert. Weiterlesen

07.05.2013

Hallenser Pompeji-Ausstellung auch in Madrid ein überragender Erfolg

Am Sonntag, den 5. Mai 2013 ging im renommierten Madrider Ausstellungszentrum »Centro de Exposiciones Arte Canal« die Schau »Pompeya. Catástrofe bajo el Vesubio« zu Ende. Seit dem 6. Dezember 2012 sahen sie rund 245.000 Besucher. Der überragende Erfolg übertraf damit die Erwartungen der Veranstalter, die während der Laufzeit der Ausstellung mehrfach nach oben korrigiert wurden. Ursprünglich im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle unter dem Titel »Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv« in enger und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Soprintendenza Speciale per i Beni Archeologici di Napoli e Pompei, dem Ministero per i Beni e le Attività Culturali und dem Museo Archeologico Nazionale di Napoli konzipiert, war die Ausstellung von Dezember 2011 bis August 2012 mit 224.000 Besuchern bereits in Halle ein regelrechter Besuchermagnet gewesen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Martín Almagro Gorbea wurde sie anschließend als Ergebnis einer fruchtbaren internationalen Zusammenarbeit zwischen deutschen, italienischen und spanischen Kollegen in leicht modifizierter Form in die spanische Hauptstadt übernommen. Weiterlesen

22.04.2013

Landgericht in Halle (Saale) erstrahlt wieder in voller Farbenpracht

Nach Jahrzehnten des Grau in Grau ist das ehemalige Zivilgericht am Hansering 13 in Halle (Saale) wieder in der Schönheit der Bauzeit zu bestaunen. Mit der faszinierenden Farbigkeit und dem eindrucksvollen Detailreichtum an Symbolik und Ornamentik an den Fassaden und in den Innenräumen war dieser preußische Bau von 1901/05 schon damals in Deutschland einzigartig. Dass das Haus in dieser ausdrucksvollen Farbopulenz erstrahlte und durch die Vielzahl an Bildnissen, Figuren, Inschriften, Wappen, Tier- und Fabelwesen so reich ist, hat zwei Gründe: Erstens, dass „dank der damals etwas flauen Zeit im Baugeschäft nicht unwesentliche Ersparnisse gegen den Kostenvoranschlag zu verzeichnen waren“, so der Königliche Landbauinspector Karl Illert (1856-1907), und zweitens, dass er als einer der ersten Schüler Carl Schäfers an der Berliner Bauakademie dessen Engagement für die Wiederaufnahme der Polychromie als Gestaltungsmittel teilte. Weiterlesen

09.04.2013

»Archäologie im Revier« Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte Hohenmölsen
9. April – 8. September 2013

In enger und fruchtbarer Zusammenarbeit mit der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt seit 2002 im Tagebau Profen archäologische Ausgrabungen durch. Auf einer Fläche von insgesamt bislang 700 Hektar erbrachten sie bereits reiche Funde und aufschlussreiche Erkenntnisse über die mehrtausendjährige Siedlungsgeschichte der Region, insbesondere für die Zeitabschnitte der Späten Jungsteinzeit (3.600–2.200 v. Chr.) sowie der frühen Römischen Kaiserzeit (60 v. Chr.–180 n. Chr.). Ausgewählte Funde aus den Grabungen der letzten Jahre werden nun vom 9. April bis zum 8. September 2013 in der Ausstellung "Archäologie im Revier" im Haus der Stadtgeschichte in Hohenmölsen präsentiert. Weiterlesen

21.03.2013

Restaurierung zweier Wahrzeichen Halles ist abgeschlossen
„Kuh und Pferd“ des bedeutenden Bildhauers Gerhard Marcks an der Giebichensteinbrücke werden wieder der Öffentlichkeit übergeben

Zu den identitätsstiftenden Wahrzeichen der Stadt Halle können neben der berühmten Statue Georg Friedrich Händels auf dem Markt sowie den Türmen der Marktkirche auch die beiden Monumentalskulpturen „Kuh und Pferd“ gezählt werden, die die Eisbrecher der 1926 bis 1928 errichteten Giebichensteinbrücke zieren. Nachdem die Figuren etwa zwei Jahre lang im Mittelpunkt eines Forschungs- und Restaurierungsprojektes standen und den Blicken der Öffentlichkeit durch Einhausungen entzogen waren, werden die restaurierten Skulpturen und die Ergebnisse des Projektes am 21. März 2013 feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Weiterlesen

21.02.2013

Zweimal «Neue Gleise auf alten Wegen« - Buch und Film zur ICE-Trassengrabung

In enger, vertrauensvoller und fruchtbarer Kooperation mit der im Auftrag der DB Netz AG handelnden DB ProjektBau GmbH sowie mit verschiedenen weiteren Partnern führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt bis Mitte 2010 archäologische Ausgrabungen an der ICE-Neubaustrecke Erfurt – Leipzig / Halle durch. Innerhalb von insgesamt 18 Jahren wurden entlang eines 64 km langen Streckenabschnittes 27 Fundstellen auf mehr als 140 Hektar Fläche untersucht, ca. 15.000 Befunde dokumentiert und über 400.000 Fundstücke geborgen. In Spitzenzeiten waren bis zu 150 Mitarbeiter im Gelände und im Innendienst beschäftigt. Weiterlesen

16.01.2013

Bestandsdokumentation und Sicherung des romanischen Tafelkreuzes in der ehemaligen Klosterkirche zu Schulpforte – Buchpräsentation „Die hallesche Restaurierungswerkstatt unter Albert Leusch“

Ein einzigartiges Denkmal der Kunst- und Restaurierungsgeschichte: das romanische Tafelkreuz in Schulpforte

Die im 13. Jh. gotisch umgebaute ehemalige Klosterkirche zu Schulpforte, bekannt insbesondere aufgrund ihrer ungewöhnlichen, reich geschmückten Westfassade aus der Zeit um 1300, birgt in ihrem schlichten, ganz von der zisterziensischen Baukunst geprägten Innenraum ein besonderes Kleinod: ein monumentales, beidseitig bemaltes hölzernes Tafelkreuz aus der Zeit um 1240/50, das den gekreuzigten Christus zeigt. Es ist eines von nur wenigen vor Ort erhaltenen ursprünglichen Ausstattungswerken und hat in mehrfacher Hinsicht als hochbedeutendes Denkmal zu gelten. So kann das Pfortaer Kreuz europaweit lediglich mit einem weiteren hochmittelalterlichen monumentalen bemalten Holztafelkreuz im ehemaligen Zisterzienserkloster Loccum in Niedersachsen verglichen werden. Weiterlesen