Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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2014

28.10.2014

Die mittelalterliche Wüstung Krakau bei Peißen – Einblicke in eine aufgelassene Siedlung

Im Vorfeld des Neubaus einer 37 km langen Erdgasleitung zwischen Peißen und Bobbau durch die Erdgasspeicher Peissen GmbH wurden seit April 2014 an verschiedenen Stellen archäologische Untersuchungen durchgeführt. An der Fundstelle bei Peißen im Westen der Erdgastrasse konnten auf ca. 0,5 ha Fläche Siedlungsbefunde des frühen, in erster Linie jedoch des späten Mittelalters aufgedeckt werden. Weiterlesen

23.10.2014

Neue Untersuchungsergebnisse zum Gold der Himmelsscheibe von Nebra in umfangreichem Tagungsband vorgelegt

Seit ihrer Sicherstellung für Öffentlichkeit und Wissenschaft im Jahr 2002 ist die inzwischen in das „UNESCO Memory of the World“ aufgenommene Himmelsscheibe von Nebra intensiv erforscht worden. Dennoch gelingt es nach wie vor, ihr weitere Geheimnisse zu entlocken. Weiterlesen

09.10.2014

Mittelbronzezeitliche Bestattungen in Mammendorf, Lkr. Börde – Fremde Frauen in der Hohen Börde?

Seit dem Jahr 2010 finden im Vorfeld der Erweiterung des Mammendorfer Hartsteinwerkes archäologische Ausgrabungen statt. Auf der bisher untersuchten, insgesamt rund 10 ha umfassenden Fläche konnten über 1000 Befunde der späten Bronze- und Eisenzeit (ab ca. 1300 v. Chr.) dokumentiert werden. Der größte Teil dieser Siedlungsreste ist dabei einer eisenzeitlichen (ca. 800–50 v. Chr.) Besiedlung zuzuordnen. Anhand zahlreicher Siedlungsgruben, etwa vierzig Grubenhäusern und eines 3 Meter breiten Grabens, der die Siedlung nach Süden hin vom Umland abgrenzte, lässt sich das einstige Erscheinungsbild des Dorfes anschaulich nachvollziehen. Keramik- und Tierknochenfunde sowie Hinweise auf einen Metallverarbeitungsplatz geben detaillierte Einblicke in den Alltag und die Wirtschaftsweise der Bewohner. Einige der Siedlungsgruben enthielten menschliche Skelettreste, die im Gegensatz zum damals üblichen Bestattungsbrauchtum nicht verbrannt wurden. Weiterlesen

24.09.2014

Polnisch-deutsches Ausgrabungsprojekt am Burgwall in Kemberg, Lkr. Wittenberg – Erkenntnisse zu einer vorgeschichtlichen Befestigungsanlage

Unmittelbar am Rande der Stadt Kemberg befand sich während der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1200–500 v. Chr.) eine der bedeutendsten vorgeschichtlichen Burgen Mitteldeutschlands dieser Zeit. Im Rahmen eines polnisch-deutschen Kooperationsprojektes wurden am Burgwall seit dem 8. September durch Studierende der Universität Warschau (Uniwersytet Kardynała Stefana Wyszyńskiego w Warszawie) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der örtlichen Leitung von Prof. Dr. Louis D. Nebelsick (Universität Warschau) archäologische Untersuchungen durchgeführt. Das dreiwöchige Forschungsprojekt konnte dank der Unterstützung der Stadt Kemberg und der Familie Höhne, auf deren Grund die Ausgrabung stattfindet, realisiert werden. Weiterlesen

03.09.2014

Bronzezeitliches Metallhandwerk bei Preußlitz – Rückschlüsse auf vorgeschichtliche Wirtschafts- und Austauschsysteme

Im Vorfeld des Neubaus einer 37 km langen Flüssiggasleitung zwischen Peißen und Bobbau durch die Erdgasspeicher Peissen GmbH wurden seit April 2014 an verschiedenen Stellen archäologische Untersuchungen durchgeführt. Nachdem bereits eine Fundstelle bei Wörbzig nahe Köthen, Lkr. Anhalt-Bitterfeld, aufschlussreiche bronzezeitliche Befunde erbrachte, die auf eine Produktion von gepökeltem Schweinefleisch für einen regionalen oder überregionalen Absatzmarkt hindeuten, wurden nun auch auf einer nur 6 km von der oben genannten Ausgrabungsfläche entfernten Fundstelle bei Preußlitz, Stadt Bernburg, Salzlandkreis, aufschlussreiche Hinterlassenschaften der Bronzezeit geborgen. Weiterlesen

30.07.2014

Archäologische Ausgrabungen bei Wörbzig – Einblick in die bronzezeitliche Wirtschaft und Nahrungsmittelproduktion

Im Vorfeld des Neubaus einer 37 km langen Flüssiggasleitung zwischen Peißen und Bobbau durch die Erdgasspeicher Peissen GmbH wurden seit April 2014 an verschiedenen Stellen archäologische Untersuchungen durchgeführt. Die Fundstelle Wörbzig bei Köthen, Lkr. Anhalt-Bitterfeld, wird auf einer Fläche von etwa 1 ha durch das zu erwartenden Neubauvorhaben tangiert. Auf dem Grabungsareal fanden sich zahlreiche unterschiedlich geartete Befunde, die überwiegend der Bronzezeit zuzuordnen sind.  Weiterlesen

13.06.2014

Teilen wir unsere Vergangenheit! – Internationales EU-Projekt ARCHES endet erfolgreich mit Vorlage eines Handbuches zur Archäologischen Archivierung in Europa

Auch wenn für unsere fernen Vorfahren die aktuellen Staatsgrenzen in Europa nicht existierten, können diese heute Probleme bereiten, will man in unterschiedlichen Ländern die Vergangenheit erforschen. Schon beim Versuch, Zugang zu den Magazinen verschiedener Museen zu erhalten, stößt man auf eine so große Vielfalt von Erfassungs- und Lagerungssystemen für Grabungsfunde, dass Forschungen oft erheblich erschwert werden. Mitunter müssen interessierte Besucher einer Museumssammlung feststellen, dass bestimmte Dinge schwer aufzufinden oder schlecht dokumentiert sind. Weiterlesen

01.04.2014

»Wandmalereien in Krypten, Grotten, Katakomben.  Zur Konservierung gefasster Oberflächen in umweltgeschädigten Räumen« – ICOMOS – Hefte des Deutschen Nationalkomitees LVI wird vorgestellt

Vom 3. bis 6. November 2011 fand in Quedlinburg im Palais Salfeldt eine ICOMOS-Tagung zum Thema »Wandmalereien in Krypten, Grotten, Katakomben. Zur Konservierung gefasster Oberflächen in umweltgeschädigten Räumen« statt. Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU konnte die Publikation der zum Teil in englischer Sprache gehaltenen Vorträge in der Reihe »ICOMOS - Hefte des Deutschen Nationalkomitees LVI« vorgelegt werden. Die in 19 Aufsätzen behandelten Fallbeispiele umfassen zeitlich eine Spanne von ca. 16 000 v. Chr. bis in die fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts und reichen geographisch von Frankreich über Deutschland, Italien, Malta und die Türkei bis nach China und Neuseeland. Weiterlesen

14.03.2014

»Heavy Metal - Bewegliche Lettern für bewegende Töne«
Kleine Sonderpräsentation im Landesmuseum für Vorgeschichte 21.03.2014-02.11.2014

Schon seit 1997 finden im Stadtgebiet von Wittenberg archäologische Untersuchungen unterschiedlichen Umfangs statt. Eine besondere Fundgruppe bilden Lettern aus Blei, von denen bei Ausgrabungen in der Lutherstadt fast 3000 Exemplare zu Tage gekommen sind. Die beachtliche Fundmenge spiegelt die große Bedeutung Wittenbergs als frühneuzeitlicher Druckereistandort wider. Der seit den 1440er Jahren von Johannes Gutenberg erfundene Druck mit beweglichen Lettern ermöglichte erstmals die massenhafte Fertigung von Druckerzeugnissen und trug in erheblichem Maße auch zur Verbreitung der Reformation und ihrer Ideen bei. Weiterlesen

13.03.2014

»5000 Jahre Regionalgeschichte Zeitz – Archäologie im Braunkohlerevier«
Ausstellung im Museum Schloss Moritzburg Zeitz 14. März 2014 bis 6. Januar 2015

Nachdem bereits die Ausstellung »Archäologie im Revier« im Haus der Stadtgeschichte Hohenmölsen, in der 2013 ausgewählte Funde aus den archäologischen Ausgrabungen im Tagebau Profen präsentiert wurden, großen Anklang fand, ist die Präsentation ab dem 14. März 2014 unter dem Titel »5000 Jahre Regionalgeschichte Zeitz – Archäologie im Braunkohlerevier« im Museum Schloss Moritzburg Zeitz zu sehen. Als weiterer, neuer Höhepunkt sind in diesem Rahmen erstmals auch ausgewählte Funde zu sehen, die in den Jahren 2011 und 2013 bei archäologischen Ausgrabungen am Zeitzer Altmarkt zu Tage kamen. Weiterlesen