Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
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Allgemeines : 12.09.2018

Colbitz – Archäologie an der A14

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Zwischen September 2017 und Mai 2018 fanden innerhalb der zukünftigen Autobahntrasse nahe der Ortslage Colbitz Ausgrabungen statt. Auf einer Fläche von 20.000 m² wurden eine eisenzeitliche Siedlung (9. Jh.–5. Jh. v. Chr.) sowie die mittelalterliche Wüstung Listen archäologisch untersucht. Auf dem Moränenrücken bestand vom Frühmittelalter (9. Jh. n. Chr.) bis zur Frühen Neuzeit (16. Jh. n. Chr.) eine Ansiedlung. Sie war vermutlich von einem Graben umgeben. Im Frühmittelalter dominierten quadratische Grubenhäuser, die im Laufe des Mittelalters von Fachwerkbauten mit Erd- bzw. Steinkellern abgelöst wurden. Bei den Funden sind insbesondere eine frühmittelalterliche Kreuzemail-Scheibenfibel, mehrere Reitersporen, diverse Schnallen sowie einige Münzen zu nennen. Das Titelbild zeigt einen Brandenburgischen Denar (Silber, Dm. 15 mm) des Markgrafen Otto IV., der um 1300/1305 n. Chr. geprägt wurde.

Informationen zu weiteren Ausgrabungen finden Sie hier.


Dateien:
2018_09_Colbitz_A14.pdf5.3 M