Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
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< Ausgrabungen in Kloster Memleben – Auf den Spuren der Ottonen
Allgemeines : 27.08.2019

Ortsumgehung Eutzsch

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Direkt im Elbauengebiet, nur wenige Kilometer südlich von Wittenberg, liegt die Gemarkung Eutzsch. Die Elbe tritt hier häufig über ihre Ufer. Während der Altsteinzeit holten sich die damaligen Jäger und Sammler Feuersteinknollen aus dem Flussbett bzw. dem Schwemmfächer. Stets wiederkehrende Hochwasserereignisse lagerten fruchtbaren Boden in der Talaue ab. Dadurch entstand im Laufe der Zeit ein fruchtbarer, für Ackerbau bestens geeigneter Ackergrund. Schon aus dem Neolithikum fassen wir Siedlungsspuren. Zur Hochphase der Besiedlung kommt es von der Bronzezeit bis zur slawischen Periode (ca. 1000 v. Chr.–1000 n. Chr.). Die Gewässernähe erlaubte feuerintensives Handwerk; zahlreiche Feuerstellen und Herdbereiche wurden bei der Ausgrabung erfasst. Während der Römischen Kaiserzeit entstand eine große Ansiedlung. Mehrere in Pfostenbauweise errichtete Gebäude wurden dokumentiert. Kleine Weiler sind für das Frühmittelalter (8.–10. Jh. n. Chr.) nachgewiesen.

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