Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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Himmelswege

Die touristische Route Himmelswege verbindet sensationelle archäologische Entdeckungen in Sachsen-Anhalt. Fünf Stationen, in deren Zentrum die Himmelsscheibe von Nebra steht, erzählen von der Astronomie unserer Vorfahren und archäologischen Spuren Jahrtausende alten Wissens.

Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle

Himmelsscheibe von Nebra
Himmelsscheibe von Nebra (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Die Himmelsscheibe von Nebra, die älteste Darstellung des Kosmos weltweit, ist das berühmteste Ausstellungsobjekt des  Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle. Weitere aufsehenerregende Funde werden in Deutschlands ältestem Zweckbau für Prähistorische Archäologie in eindrucksvollen Inszenierungen präsentiert.

Das Landesmuseum zeigt neben der Dauerausstellung auch wechselnde Sonderausstellungen.

Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Str. 9
06114 Halle (Saale)
Di - Fr: 9.00 - 17.00 Uhr
Sa, So, Feiertage: 10.00 - 18.00 Uhr
Mo nach Voranmeldung

Informationen zu aktuellen Veranstaltungen und Sonderausstellungen unter:
Kontakt: 0345 · 52 47 361
www.himmelsscheibe.de

Der Denker
Der Denker, um 200.000 vor heute (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)
Eiszeit
Die letzte Eiszeit begann vor 115.000 Jahren (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)
Schamanin
Die Schamanin von Bad Dürrenberg um 9.000 vor heute (© LDA Sachsen-Anhalt, Bild: Karol Schauer)
Gröbern
Der Elefantenschlachtplatz von Gröbern (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Arche Nebra - Die Himmelsscheibe erleben

Arche Nebra
Das Besucherzentrum am Fundort: Arche Nebra (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Das Besucherzentrum Arche Nebra wurde am Fuße des Mittelberges errichtet, dem Fundort der Himmelsscheibe von Nebra. Mit aufwändigen Inszenierungen lassen sich die Geheimnisse dieses einzigartigen Schatzfundes erkunden, enträtseln und erforschen. Das digitale Planetarium der Arche Nebra veranschaulicht die komplexen astronomischen Zusammenhänge, die auf der Scheibe dargestellt sind. Auf dem Mittelberg holt das Himmelsauge den Himmel auf die Erde und markiert so die Fundstelle der Himmelsscheibe. Ein Aussichtsturm, der wie eine überdimensionale Sonnenuhr gestaltet ist, macht die bronzezeitlichen Horizontbeobachtungen heute wieder nachvollziehbar.

Öffnungszeiten:

- April bis Oktober täglich 10-18 Uhr
- November bis März Di - Fr 10-16 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag 10-17 Uhr
Kontakt: 034461 · 25 52 0
http://www.himmelsscheibe-erleben.de/

Arche Nebra
Arche Nebra (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)
Geist
Ein Geist erzählt von der Bronzezeit (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)
Turm
Der Turm auf dem Mittelberg (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)
Turm
Ein Blick in den Himmel (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Das Sonnenobservatorium Goseck

Goseck
Der Sonnenuntergang im Observatorium von Goseck (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Die Kreisgrabenanlage von Goseck ist der weltweit älteste archäologische Beleg für systematische Himmelsbeobachtungen. Das imposante Monument mit einem Durchmesser von rund 70 Metern wurde vollständig ausgegraben und an der originalen Stelle rekonstruiert. Wie vor rund 7000 Jahren, als das Observatorium von steinzeitlichen Bauern errichtet wurde, ist auch heute wieder der Lauf der Sonne in der Anlage zu beobachten.

Die Tore und Palisadenunterbrechungen sind auf wichtige Termine des bäuerlichen Jahres ausgerichtet. Neben den Sonnenwenden ist unter anderem der Termin des Frühlingsfestes (um den 1. Mai) festgehalten.

Der Infopoint im nahe gelegenen Schloss Goseck erläutert in einer interessanten und familiengerechten Präsentation die Ausgrabungen und das spannende Phänomen der Kreisgrabenanlagen.

Infopoint in Schloss Goseck

Öffnungszeiten:
April bis Oktober 10-18 Uhr
November bis März 11-16 Uhr
Montags und am 24.12. geschlossen
Kontakt: 03443 / 28 44 89
Die Rekonstruktion des Observatoriums ist ganzjährig frei zugänglich.
www.himmelswege.de

Sonnenobservatorium Goseck
Die Ausgrabung der Kreisgrabenanlage (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Ralf Schwarz)
Sonnenobservatorium Goseck
Die rekonstruierte Anlage (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Gerd Pie)
Infopoint im Schloß Goseck
Tafel im Infopoint zur Anlage, Schloss Goseck (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)
Infopoint im Schloß Goseck
Infopoint im Schloss Goseck (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Das Grab mit Dolmengöttin in Langeneichstädt

Dolmengöttin
Die Dolmengöttin von Langeneichstädt (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Das Steinkammergrab von Langeneichstädt zeugt mit der Darstellung einer Dolmengöttin auf einem 1,76 Meter langen Menhir von den Jenseitsvorstellungen unserer Vorfahren. Das Grab und die Stele wurden in der Zeit zwischen 3600 und 2700 v. Chr. errichtet. An den Seiten der Steinstele zeigen sich deutliche Glättspuren, die wahrscheinlich durch häufige Berührung des Menhirs - vielleicht im Zuge magischer und ritueller Bräuche - entstanden sind.

Neben einem weiträumigen Blick in die Landschaft und dem mittelalterlichen Wehrturm bildet das Grab eine markante und reizvolle Station der Himmelswege.

Die Anlage ist ganzjährig frei zugänglich
Führung nach Anmeldung
Warteverein: Herr Kaminsky
Kontakt: 034632 · 40 162
www.himmelswege.de

Langeneichstädt
Das Großsteingrab von Langeneichstädt, im Hintergrund die mittelalterliche Warte (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Erika Hunold)

Das Ringheiligtum Pömmelte – Steinzeitkult an der Elbe

Impression aus dem Inneren des wiedererrichteten Ringheiligtums von Pömmelte (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)

Am originalen Fundort errichtet, erkennt man heute sofort, warum das Ringheiligtum Pömmelte auch das deutsche Stonehenge genannt wird: Es gleicht im architektonischen Aufbau der berühmten englischen Anlage. Allerdings bestand der Bau in Pömmelte nicht aus großen Steinen, sondern aus Tausenden von Baumstämmen. Beide Anlagen datieren an das Ende der Steinzeit und sind über 4.000 Jahre alt. Kreisgrabenanlagen oder Woodhenges wie Pömmelte sind in prähistorischer Zeit keine Seltenheit. Der Befund von Pömmelte hebt sich jedoch durch zwei Faktoren von anderen Rondellen ab: Zum einen erlaubte die hervorragende Erhaltung der Befunde im Boden den Wissenschaftlern ungewöhnlich detaillierte Einblicke. Zum anderen fanden sich Zeugnisse komplexer Rituale und Opferhandlungen, die einzigartig sind.

Im benachbarten Salzlandmuseum in Schönebeck (Elbe) werden in einem Ausstellungsraum Originalfunde aus der Anlage und der Umgebung präsentiert - beeindruckende Überreste des Kultplatzes an der Elbe.

Das Ringheiligtum Pömmelte ist zu jeder Zeit frei zugänglich.

Salzlandmuseum
Pfännerstraße 41
39218 Schönebeck (Elbe)
Kontakt: 03471 / 684 2560

Öffnungszeiten des Salzlandmuseums
Di 10-16 Uhr
Do 10-18 Uhr
Fr 10-16 Uhr
So 14-18 Uhr
Außerhalb der Öffnungszeiten nur nach vorheriger Anmeldung.

www.himmelswege.de
www.museum.salzlandkreis.de

Das Ringheiligtum Pömmelte von außen. Deutlich sichtbar der umgebende Wall und die äußere Palisade (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)
Pfostenstellung im Inneren der Anlage, verziert mit Symbolen der ausgehenden Jungsteinzeit (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)
Impression aus dem Inneren des Ringheiligtums (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)
Impression aus dem Inneren des Ringheiligtums (© LDA Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták)

Links

Weitere Informationen zum Reiseland Sachsen-Anhalt finden sie unter http://www.sachsen-anhalt-tourismus.de/

Wissenswertes zur Stadt Halle im Bereich Kultur und Tourismus finden Sie unter http://www.stadtmarketing-halle.de

Das touristische Angebot der Saale - Unstrut - Region wird hier präsentiert: http://www.saale-unstrut-tourismus.de

Die Himmelswege können Sie auch sportlich erleben unter http://www.himmelswegelauf.de/