Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
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2017

1.12.2017

Der ›Lange Stein‹ von Seehausen endlich geschützt und durch eine Kopie ersetzt

Immer wieder wurde der »Lange Stein« von Seehausen von Unbekannten beschädigt, die Einritzungen und Farbreste waren deutlich zu erkennen. Um weitere Schäden  durch Vandalismus und Umwelteinflüsse zu verhindern, hatte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt bereits vor Jahren geplant, den Stein durch eine Kopie zu ersetzen. Ungeklärte Besitzansprüche hatten das Unterfangen jedoch verzögert. Im Januar 2017 wurde der ca. 1,5 Tonnen schwere Stein endlich geborgen und in das Depot des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt nach Halle gebracht. Es folgte die Reinigung, die exakte digitale Vermessung und die Suche nach einem geeigneten Sandstein für die Kopie. Mit Hilfe der exakten Daten konnte ein erfahrener Steinmetzbetrieb maschinell eine Kopie fräsen, die dann in Handarbeit nachbearbeitet wurde. Seit heute ersetzt dieser Stein das Original an seinem bekannten Standort.
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29.11.2017

»Klimagewalten – Treibende Kraft der Evolution«
Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

In bewährter Tradition setzt sich die neue Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle mit einem äußerst aktuellen Thema auseinander, dem globalen Klimawandel. Die Frage, wie sich die in den letzten Jahren konstatierbare Erderwärmung auf die Menschheit auswirken wird, ist in aller Munde, verbunden mit der ebenso drängenden Frage, wie damit umzugehen ist. Gleichwohl stellt die Klimaentwicklung der letzten Zeit nur einen sehr kleinen Ausschnitt in der Geschichte unseres Planeten dar. Die Sonderschau, die vom 30. November 2017 bis zum 21. Mai 2018 im Landesmuseum für Vorgeschichte gezeigt wird, betrachtet den Wandel des Klimas im Verlauf großer Zeiträume und versucht, neue Blickwinkel auf die aktuellen Probleme zu erschließen.
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21.11.2017

Älteste Elfenbeinplastik außerhalb Süddeutschlands identifiziert

Der rund 34.000 Jahre alte Fundplatz Breitenbach erbrachte bereits in der Vergangenheit spektakuläre Ergebnisse. So konnten dort vor fünf Jahren winzige Perlen aus der ältesten Elfenbeinwerkstätte der Welt mit klar voneinander abgegrenzten Arbeitsbereichen nachgewiesen werden. Verarbeitet wurde in dieser Werkstatt nicht nur »frisches«, sondern auch sehr viel älteres Mammutelfenbein, das offensichtlich vor deutlich mehr als 200.000 Jahren in Breitenbach angespült und abgelagert worden war. Ebenfalls bereits im Jahre 2012 wurden mehrere Elfenbeinfragmente entdeckt, die erst kürzlich von Grabungsleiter Dr. Olaf Jöris und seinem Team als Bruchstücke einer sogenannten »Venus«-Figur aus Elfenbein erkannt wurden. Dabei handelt es sich um eine altsteinzeitliche, also paläolithische, Frauenstatuette. Drei kleine, nur zwischen 1,4 cm und 1,8 cm große, auf den ersten Blick sehr unscheinbare, jedoch sorgfältig oberflächig bearbeitete und polierte Elfenbeinfragmente aus Breitenbach lassen sich mühelos in vollständig erhaltene Figuren einpassen, wie sie etwa aus dem »Hohle Fels« in der Schwäbischen Alb bekannt sind.
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11.10.2017

Merowingerzeitliche Gräber bei Theißen entdeckt

Seit Mitte April 2017 führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung der B91 östlich von Theißen archäologische Ausgrabungen durch. Auf einer Gesamtfläche von 29.000 Quadratmeter werden zwischen den Ortschaften Theißen und Nonnewitz sechs Fundstellen ausgegraben. Das 13-köpfige Ausgrabungsteam konnte bisher knapp 800 Befunde dokumentieren und etwa 10.000 Funde bergen. Nach der Entdeckung des slawischen und bronzezeitlichen Siedlungs- sowie Bestattungsplatzes (siehe Pressemitteilung vom 3. August 2017) weisen die neuesten Untersuchungsergebnisse auf eine vielfältige und kontinuierliche Besiedlungsgeschichte der Region hin. So wurde nun auf der Fundstelle 4 ein Friedhof aus der Merowingerzeit (6. Jh.) aufgedeckt. Er umfasst etwa 15 Gräber, darunter auch mindestens drei Niederlegungen von Pferden. Wie zu dieser Zeit üblich, wurden die Verstorbenen in gestreckter Lage, auf dem Rücken und mit dem Kopf nach Westen liegend, bestattet. Fibeln, Anhänger oder Perlen aus Bronze und Glas liefern Informationen zu Tracht und Bräuchen der Zeit. Den Männerbestattungen wurden häufig Waffen beigelegt.
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21.9.2017

Auf Luthers Spuren durch das Ursprungsland der Reformation - Buchvorstellung
»Luther war hier. Reisen mit Luther durch Sachsen-Anhalt« und »Luthergeschichten aus Sachsen-Anhalt«

Sachsen-Anhalt gilt zu Recht als Ursprungsland der Reformation. Die drei Städte Eisleben, Mansfeld und Wittenberg sind aufs Engste mit dem Leben und Wirken Martin Luthers verbunden: Eisleben als Geburts- und Sterbeort des Reformators, Mansfeld als der Ort seiner Kindheit und Wittenberg als Wirkungsstätte über mehr als 35 Jahre. Doch auch zahlreiche weitere Orte im heutigen Sachsen-Anhalt sind eng mit dem Leben und Wirken Martin Luthers verknüpft. Um auf all die Orte aufmerksam zu machen, an denen der Reformator sich tatsächlich aufgehalten hat, sich aufgehalten haben soll, oder mit denen sich Luther-Legenden verbinden, wurde aus Anlass des Reformationsjubiläums das Projekt „Luther war hier“ ins Leben gerufen. Es wurde zwischen April 2014 und August 2017 als Kooperation des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbh durchgeführt.
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31.8.2017

Archäologische Untersuchung der Wüstung Dorf Anhalt bei Harzgerode

Das Seminar für die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg führt in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt seine diesjährige Lehrgrabung auf der Wüstung Dorf Anhalt in unmittelbarer Nähe zur Burg Anhalt von Anfang August bis Anfang September durch. Sie stellt den Auftakt zu einer geplanten Forschungskampagne zur mittelalterlichen Besiedlungsgeschichte des Oberen Selketals dar.
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24.8.2017

Zentrum der Frühbronzezeit Europas – Ergebnisse der Forschungs- und Lehrgrabung am Großgrabhügel ›Bornhöck‹

In der frühen Bronzezeit lässt sich in Mitteldeutschland erstmals eine hierarchische Gesellschaftsstruktur fassen, die ihren Ausdruck in »normierten« Grabausstattungen findet. An der Spitze stehen sogenannte Fürsten, die sich über mehrere Jahrhunderte hinweg (vom 2000 bis 1600 v. Chr.) in riesigen Grabhügeln bestatten lassen. Der größte dieser Fürstengrabhügel ist der Bornhöck, Gemeinde Schkopau-Raßnitz (Saalekreis), der seit 2014 vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Rahmen von Lehrgrabungen in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg untersucht wird. Vor nahezu 4.000 Jahren errichtet, wurde er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zerstört. Der imposante Tumulus wies eine hölzerne Grabkammer auf. Er ist eindeutig jünger als das Begräbnis in dem bekannten »Fürstengrab« von Leubingen, Lkr. Sömmerda, (1942 v. Chr.). Auch das ebenso bedeutende Fürstengrab von Helmsdorf, Lkr. Mansfeld-Südharz, (1840 v. Chr.) ist älter als der Bornhöck.
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10.8.2017

Jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Gräber bei Harsleben entdeckt

Im Vorfeld des Neubaus der Ortsumgehung der B79 bei Harsleben (Landkreis Harz) finden derzeit archäologische Untersuchungen durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie statt. Die Trasse der Ortsumgehung, ausgeführt durch den Landesstraßenbaubetrieb Sachsen-Anhalt (LSBB), verläuft in nord-südlicher Richtung zwischen Halberstadt und Harsleben auf einer Länge von 7,6 km. Entlang dieser Strecke erfolgen auf dem Trassenkorridor auf einer Breite von ca. 30 m die heute vorgestellten Ausgrabungen.
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3.8.2017

Slawische und eisenzeitliche Siedlung bei Theißen entdeckt

Im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung der B91 östlich von Theißen führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt derzeit archäologische Ausgrabungen durch. Seit Mitte April bis Ende Oktober 2017 werden sechs Fundstellen mit einer Gesamtfläche von 29.000 m² ausgegraben. Die Untersuchungsflächen befinden sich zwischen den Ortschaften Theißen und Nonnewitz und folgen dem zukünftigen Verlauf der Ortsumfahrung auf einer Gesamtlänge von ca. 1,1 km in Nord-Süd Richtung. Während das Kernstück der Ausgrabung die im Folgenden vorgestellte slawischen Siedlung ausmacht, zeugen weitere, noch ältere Funde und Befunde von einer komplexen und langen Siedlungskontinuität über einen Zeitraum von gut 3.000 Jahren. So lässt sich die Nutzung der Siedlungslage auch in der Eisenzeit nachweisen, die sich an die Verwendung des Areals als Bestattungsplatz im Endneolithikum (2800 bis 2200 v. Chr.) anschließt.
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25.7.2017

Reste und Lage der Klosterkirche von Posa entdeckt

Nach jahrzehntelangem Leerstand und Verfall wird das Gelände des ehemaligen Benediktinerklosters Posa, hoch über der Elsteraue am nordöstlichen Stadtrand von Zeitz gelegen, durch den Verein „Kultur- und Bildungsstätte Kloster-Posa e.V.“ genutzt, vor allem aber mit vielfältigen kulturellen Aktivitäten wiederbelebt. Eine wichtige Rolle dabei kommt auch der Vermittlung und der Erforschung der Geschichte des Ortes zu. Im Osten des Klostergeländes war vor einigen Jahren ein kleiner Teich angelegt worden, ohne dass bei diesem Bodeneingriff archäologische Beobachtungen stattfinden konnten. Erst jetzt wurde es durch die geplante Erneuerung der Teichfolie möglich, einen Blick unter den Wasserspiegel zu werfen. Die Arbeiten wurden und werden alle ehrenamtlich durch die Mitglieder und Helfer des Vereins durchgeführt und von einem erfahrenen Archäologen geleitet.
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18.7.2017

Dokumente aus dem Kaiserreich – Eine Zeitkapsel vom Marktplatz in Weißenfels aus dem Jahr 1897

Seit März 2017 finden Bauarbeiten zur Neugestaltung des Marktplatzes in Weißenfels (Burgenlandkreis) statt. Diese Arbeiten werden von umfangreichen archäologischen Untersuchungen durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt begleitet. Bisher wurden mehr als ein Dutzend Bodeneingriffe dokumentiert, in denen sich Befunde zur mehrhundertjährigen Geschichte des Marktplatzes zeigten. So war an verschiedenen Stellen die erste, um 1550 durch Herzog August von Sachsen angeordnete Pflasterung des Marktplatzes erhalten. Diese Pflasterung bildet eine wichtige chronologische Marke für die Einordnung der weiteren darunter beziehungsweise darüber liegenden Befunde. Neben Resten der Infrastruktur (Teile einer Holzwasserleitung, Brunnen, Beleuchtungsanlagen) kam bei den aktuellen Bauarbeiten auch das Fundament des ehemals auf dem Marktplatz vorhandenen Reiterdenkmals von Wilhelm I., Deutscher Kaiser von 1871 bis 1888, zum Vorschein. Die Grundsteinlegung für das Denkmal fand am 22. März 1897 statt. Aus dem Fundament des Denkmalsockels konnte die heute präsentierte Zeitkapsel geborgen werden, die seinerzeit bei der Grundsteinlegung eingebracht worden war.
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12.7.2017

Grabsteine aus dem Endneolithikum

Im Vorfeld des Neubaus des Zubringers L 178n zur BAB 38 / B 91 durch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (Regionalbereich Süd) führt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt derzeit archäologische Untersuchungen durch. Die geplante Straße verläuft zwischen der L 178 und der B 91 südlich von Merseburg auf einer Länge von insgesamt ca. 2,9 km in west-östlicher Richtung. Die Breite des Trassenkorridors beträgt durchschnittlich ca. 30 m.
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11.7.2017

Vertragsunterzeichnung im Naturhistorischen Museum Wien
Die Ausstellung „Krieg. Eine archäologische Spurensuche“ geht nach Österreich

Am Montag, den 10. Juli 2017, wurde im NHM Wien ein Kooperationsvertrag zu einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit und einer Ausstellung zum Thema „KRIEG. Eine archäologische Spurensuche“ von Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur in der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, und Univ. Prof. Dr. Christian Köberl, Generaldirektor des NHM Wien, unterschrieben. Prof. Dr. Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale), freute sich über die Unterzeichnung des Vertrages zwischen dem Naturhistorischen Museum Wien und dem Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) als eine wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit, die Ergebnis einer langjährigen und fruchtbaren Kooperation beider Häuser ist. Ein erstes gemeinsames Projekt im Rahmen des Kooperationsvertrages ist die wissenschaftliche Aufarbeitung und Deutung des Themas Krieg aus Sicht der Archäologie in Form einer groß angelegten Sonderausstellung am Naturhistorischen Museum Wien, die ab Herbst 2018 zu sehen sein wird.
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19.6.2017

Fachtagung im Fürst-Franz-Jubiläums-Jahr
Gartendenkmalexpertinnen und -experten tagen in Wörlitz

Vom 22. bis 24. Juni 2017 findet in Dessau und Wörlitz die Gartentagung „Leopold III. Friedrich Franz – sein Gesamtkunstwerk nach 250 Jahren“ statt. Mehr als einhundert Expertinnen und Experten der Gartendenkmalpflege aus ganz Deutschland haben sich für die Teilnahme angemeldet. Im Foyer des Anhaltischen Theaters in Dessau wird die Tagung am 22. Juni in Anwesenheit des Staatssekretärs für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Gunnar Schellenberger, u. a. mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Erhard Hirsch sowie der Verleihung der Gartenreich-Medaille durch die Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e.V. eröffnet. Am 23. und 24. Juni stehen im historischen Wörlitzer Gasthof „Zum Eichenkranz“ rund zwanzig Fachvorträge auf dem Programm. Zudem gibt es Gelegenheit für Exkursionen, Erfahrungsaustausch und Diskussion.
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12.6.2017

Fachtagung: »Barrierefreiheit am Denkmal – Wege und Möglichkeiten«

Barrierefreiheit und Denkmalschutz sind zwei gleichberechtigte öffentliche Belange, die durch Gesetze geschützt und durch Vorschriften, Regeln, Richtlinien oder Normen unterstützt werden. Angesichts des demographischen Wandels, der Bedürfnisse einer inklusiven Gesellschaft und des zunehmenden Wunsches nach individueller Mobilität wurde die barrierefreie Erschließung der denkmalgeschützten Kulturgüter im letzten Jahrzehnt zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema. Die Umsetzung von Barrierefreiheit und Teilhabe am kulturellen Leben von allen ist denn auch Inhalt von Projekten, Publikationen und Tagungen sowie Gegenstand von Aus- und Fortbildungen. Gleichwohl konnten bisher keine allgemeinen Richtlinien aufgestellt werden. Das Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt benennt als Schutzziele die Bewahrung des Bestandes und des Erscheinungsbildes eines Kulturdenkmals. Darüber hinaus sollen Kulturdenkmale im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Den begründeten Belangen und Argumenten behinderter Menschen stehen teilweise Anforderungen aus Denkmalpflege, Brandschutz und technischer Gebäudeausstattung entgegen. Neben den unmittelbar Betroffenen werden durch die komplexe Aufgabenstellung, bei der die verschiedenen motorischen, sensorischen und kognitiven Beeinträchtigungen zu berücksichtigen sind, in besonderer Weise Architekten und Denkmalpfleger angesprochen. Aus diesem Grund wird die heutige Fachtagung »Barrierefreiheit am Denkmal – Wege und Möglichkeiten« gemeinsam von der Architektenkammer Sachsen-Anhalt und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt ausgerichtet. Die Tagung findet im Landesmuseum für Vorgeschichte statt, das als Baudenkmal, mit seiner bedeutenden musealen Sammlung und Ausstellung sowie einer größeren Freiflächengestaltung exemplarisch für die umfassende Aufgabenstellung steht.
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8.6.2017

»Luther war hier«
Erweiterung der interaktiven Tourismus-Route nach Magdeburg – Dom St. Mauritius und Katharina

Das Projekt »Luther war hier«, ein Kooperationsprojekt des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt, vernetzt über 70 Luther-Orte in Sachsen-Anhalt. Sie werden mit Metall-Plaketten gekennzeichnet, die einen QR-Code tragen. Über ihn lässt sich eine mobile Internetseite öffnen, die Informationen zum jeweiligen Bauwerk und Ereignis bereithält, ergänzt durch Bilder, Zitate und Quellen. Martin Luther hat sich mehrfach in Magdeburg aufgehalten. Im Sommer 1516 visitierte er in seiner Funktion als Distriktsvikar der Augustiner-Eremiten das hiesige Kloster seines Ordens. Im Juni 1524 predigte er in der Klosterkirche St. Augustini sowie in der St. Johanniskirche und unternahm gemeinsam mit dem Stadtrat die entscheidenden Schritte zur Einführung der Reformation in der Elbestadt. Beide Orte sind bereits mit Luther-Plaketten gekennzeichnet. Auch der Magdeburger Dom ist ein Lutherort.
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6.6.2017

DNA-Sequenzen stellen Elefantenstammbaum auf den Kopf
Neue Ergebnisse in der Fachzeitschrift eLife erschienen

Unter Verwendung modernster Analysemethoden ist es einem internationalen Forscherteam um Matthias Meyer vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Michael Hofreiter von der Universität Potsdam nun gelungen, aus insgesamt vier Fossilien des Europäischen Waldelefanten DNA-Sequenzen zu gewinnen. Die älteste der Proben ist ca. 240.000 Jahre alt und stammt aus der Fundstelle Weimar-Ehringsdorf, in der auch Überreste des Neandertalers gefunden wurden. Die übrigen drei Funde sind ca. 120.000 Jahre alt und stammen aus der Sammlung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle zur Fundstelle Neumark-Nord, der vielleicht bedeutendsten europäischen Fundstelle für Fossilien aus der letzten Zwischeneiszeit.
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5.6.2017

»Alchemie – Die Suche nach dem Weltgeheimnis« – Sonderausstellung ging erfolgreich zu Ende

Am Pfingstmontag, den 5. Juni 2017 wurde die Sonderausstellung »Alchemie – Die Suche nach dem Weltgeheimnis« beendet. Insgesamt sahen 42.000 Besucher die Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte.
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30.5.2017

Unterzeichnung der LEADER-Kooperationsvereinbarung »Mittelalterliche Wandmalereien« und Vorstellung des Projektes

In kaum einer anderen Region Deutschlands hat sich eine derart hohe Dichte an mittelalterlichen Ausstattungen in Kirchenräumen erhalten wie in der Altmark. Den bildnerischen und künstlerischen Reichtum dieser Region im Mittelalter verdeutlicht beispielhaft die kleine Dorfkirche von Audorf, in der heute die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet wurde.
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24.5.2017

Digitalisierungsprojekt "Digital Heritage 2017/2018"
Unterzeichnung einer Sondervereinbarung zwischen Staatskanzlei und Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie

Mit »Digital Heritage 2017/2018« wird am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie ab sofort eines der größten Digitalisierungsprojekte Sachsen-Anhalts realisiert.
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22.5.2017

»The Face of War – Trauma Analysis of a Mass Grave from the Battle of Lützen (1632)«
Neue Ergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift Plos One erschienen

Schlachtfeldarchäologie stellt sich der Aufgabe, Schlachten historisch aufzuarbeiten und alle Fakten zusammenzutragen. Zeitgenössische Berichterstattungen über Schlachten sind häufig unvollständig oder sogar fehlerhaft, da sie die selten neutralen Anschauungen des Verfassers widerspiegeln. Die integrative Studie »The Face of War – Trauma Analysis of a Mass Grave from the Battle of Lützen (1632)«, die heute in der renommierten Fachzeitschrift Plos One erschien und an der unter anderem mehrere Wissenschaftler des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie beteiligt waren, konzentriert sich auf die archäologische und anthropologische Untersuchung von Skeletten aus einem Massengrab des Dreißigjährigen Krieges, um die Verletzungen vor und während der Schlacht zu dokumentieren.
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10.5.2017

Jungsteinzeitliche Siedlung bei Halberstadt-Harsleben entdeckt

Im Vorfeld des Neubaus der Ortsumgehung Halberstadt-Harsleben (B 79) durch die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB) finden derzeit archäologische Untersuchungen durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt statt.Insgesamt zeigt sich am Fundplatz eine Siedlungs- und Bestattungskontinuität von der Linienbandkeramik bis in die Eisenzeit mit einem Schwerpunkt im Bereich des Neolithikums und der Bronzezeit.
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5.5.2017

Inbetriebnahme neuer Räumlichkeiten der Museumspädagogik am Landesmuseum für Vorgeschichte

Der Besucherbetreuung und Museumspädagogik kommt im Landesmuseum für Vorgeschichte eine zentrale Bedeutung zu: zahlreiche Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Dauerausstellung und zu den wechselnden Sonderausstellungen, Führungen für Schulklassen und Kindergärten, Kindergeburtstage, Familiennachmittage und viele weitere Angebote finden hier täglich statt. Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten konnten bisher jedoch viele Anfragen nicht erfüllt werden. Mit dem Ausbau der Räumlichkeiten der Museumspädagogik am Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist es künftig möglich, sehr viel mehr Schüler als bisher an die Archäologie unseres Landes heranzuführen.
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3.5.2017

Jungsteinzeitliche Gräber bei Könnern-Cörmigk (Salzlandkreis) entdeckt

Im Zuge des Neubaus einer Fernwasserleitung zwischen Dohndorf und Bernburg-Ost finden seit Herbst 2016 archäologische Untersuchungen durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt statt.Insgesamt wurden sechs Einzelgräber dokumentiert.
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29.3.2017

Aktuelles zur Digital- und Downloadausstellung #HereIstand

„Wenn Du nicht zur Ausstellung kommen kannst, dann kommt die Ausstellung zu Dir.“ Unter diesem Motto haben das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (federführend), die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und das Deutsche Historische Museum Berlin einen neuen Weg in der Ausstellungsgestaltung eingeschlagen.
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21.1.2017

„Here I stand…“ – Lutherausstellungen USA 2016
Ausstellungen in Minneapolis, New York und Atlanta schließen mit überragendem Erfolg

In diesen Tagen gingen in verschiedenen Städten in den USA drei spektakuläre Lutherausstellungen zu Ende. Verwirklicht wurden sie im Rahmen des Projektes „Here I stand…“ mit maßgeblicher Unterstützung des Auswärtigen Amts und in fruchtbarer Zusammenarbeit mit drei amerikanischen Partnerinstitutionen.Insgesamt haben rund 195.000 Besucher die Ausstellungen in New York, Minneapolis und Atlanta gesehen.
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