Zur Navigation (Enter) Zum Inhalt (Enter) Zum Footer (Enter)

Digitale (Fund)Münzdaten – Erfassung, Standardisierung und Nutzung

Abschlusskolloqium am 24. und 25. November 2026 in Halle (Saale)

Das Kolloquium – Abschlussveranstaltung des mehrjährigen Projekts ›S·E·S·A·M – Systematische Erfassung Sachsen-Anhaltischer Münzen‹ am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – findet am 24. und 25. November 2026 im Hörsaal des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale) statt und bietet Gelegenheit, die Projektergebnisse sowie aktuelle Perspektiven numismatischer Forschung und Digitalisierung zu beleuchten.

Ziel ist es, unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammenzuführen und den Austausch zwischen Expertinnen und Experten weiter zu vertiefen.

Das Kolloquium versammelt Akteurinnen und Akteure aus Museen, Landesarchäologien, Universitäten und Forschungseinrichtungen, um Fragen der digitalen Münzerfassung, der Normdaten und des Open-Data-Prinzips in der Numismatik zu erörtern.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachnutzung digitaler Münzdaten in unterschiedlichen Anwendungskontexten – etwa in der archäologischen und historischen Forschung, der universitären Lehre sowie der musealen Vermittlung – und den damit verbundenen methodischen Ansätzen.

Ziel ist es, Potenziale und Perspektiven der Datennutzung aufzuzeigen und zur aktiven Weiterverwendung der bereitgestellten Ressourcen anzuregen.

Das Tagungsprogramm finden Sie auch im Flyer [PDF, 0,5 MB, nicht barrierefrei].

Programm

Dienstag, 24. November 2026

10.00 bis 10.15 Uhr.
Harald Meller/Veit Dresely: Begrüßung und Einführung.


Block 1 – Projektarbeit

10.15 bis 12.30 Uhr.


Anika Tauschensky (Halle [Saale]): Digitale Fundmünzdaten aus Sachsen-Anhalt – Ergebnisse des SESAM-Projekts.

Anna Wendt (Halle [Saale]): Verborgene Geschichte(n) erschließen: Das Potenzial der Provenienz- und Fundortrecherche in musealen Münzsammlungen.


11.15 bis 11.30 Uhr – Pause.


Jan-Erik Becker/Robert Wellhöfer (beide Halle [Saale]): Verlorene Zusammenhänge sichtbar machen: Zur Rekonstruktion mittelalterlicher und neuzeitlicher Münzfunde.

Karin Königseder (Magdeburg): Was Sammlungen erzählen, wenn man ihnen zuhört. Die Münzsammlung des KHM und die Unverzichtbarkeit von Sammlungsarbeit.


12.30 bis 13.30 Uhr – Mittagspause.


Block 2 – Digitalisierungsprojekte – Erfassung und Sichtbarkeit

13.30 bis 15.00 Uhr.


Sebastian Dohe (Weimar): Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Erfahrungen und Ausblicke zur Münz- und Medaillendigitalisierung in der Klassik Stiftung Weimar.

Paul Höffgen (Gotha): Digitalisierung der numismatischen Sammlung auf Schloss Friedenstein – Das Projekt Gotha Transdigital 2027.

Katharina Martin (Münster): NUMiD. Digitale Erfassung im Verbund. Universitäre Münzsammlungen und ihre Besonderheiten.


15.00 bis 15.30 Uhr – Pause.


Block 3 – Standards, Open Data, Infrastruktur

15.30 bis 17.00 Uhr.


Anja Gerber (Weimar): Münzdaten interoperabel machen: Standards und Normdaten.

David Wigg-Wolf (Frankfurt am Main): Nomisma.org: die Entstehung einer digitalen Architektur für die Numismatik.

Bernhard Weisser (Berlin): Die Fundmünzen, das ikmk.net und NFDI4objects.


Optional wird von 17.30 bis 18.30 Uhr eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung ›Die Schamanin‹ im Landesmuseum für Vorgeschichte angeboten.


Ab 19.00 Uhr besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen in Selbstorganisation.


Mittwoch, 25. November 2026

Block 4 – Datenerfassung und -bereitstellung von Fundmünzen

9.00 bis 10.30 Uhr.


Mario Schlapke (Weimar): Der Münzfundkatalog Mittelalter/Neuzeit der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland: Geschichte, Stand und Perspektive.

Rahel C. Ackermann (Bern): Lokal – regional – national – international: koordinierte Digitalisierung der Schweizer Münzfunde in den letzten 40 Jahren.

Daniela Williams (Wien): Die Erfassung der Fundmünzen aus Österreich zwischen Tradition und Digitalisierung.


10.30 bis 11.45 Uhr – Pause.


Block 5a – Nutzung und Forschungspraxis (Lehre und Vermittlung)

10.45 bis 12.15 Uhr.


Aylin Tanrıöver (Halle [Saale]): Nutzung digitaler numismatischer Daten in der universitären Lehre.

Susanne Börner (Heidelberg): Wenn der Groschen digital fällt – NumiScience und NFDI4O.

Ulf Dräger (Halle [Saale]), Digitalität in Ausstellungen.


12.15 bis 13.15 Uhr – Mittagspause.


Block 5b – Nutzung und Forschungspraxis (KI-Anwendungen und digitale Tools)

13.15 bis 14.45 Uhr.


Natascha Sojc (Augsburg): Münzen als Indikator für Stadtentwicklung: Augusta Vindelicum mithilfe der digitalen Geonumismatik neu betrachtet.

Markus Möller (Leipzig): De Retibus Nummorum. Die Vernetzung der spätkeltischen Welt am Beispiel der Münzwirtschaft.

Ulrike Peter (Berlin), Imagines Nummorum: Vom Münzbild zur digitalen Wissensressource.


Abschlussdiskussion

Anmeldung, Teilnahme und Kontakt

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Es wird bis zum 30. September 2026 um Anmeldung per E-Mail an sesam@lda.stk.sachsen-anhalt.de gebeten.

Die Zahl der Plätze vor Ort ist begrenzt. Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich – die Zugangsdaten werden den angemeldeten Teilnehmenden rechtzeitig zugesandt.

Veranstalter

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. sowie dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale).

Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt.

Veranstaltungsort

Hörsaal des Landesmuseums für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9
06114 Halle (Saale)

Bitte benutzen Sie den Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle ›Landesmuseum für Vorgeschichte‹. Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Zum Seitenanfang