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Grenz-Erfahrungen am Grünen Band – Wanderungen am ehemaligen Todesstreifen

Meldung vom 12. Mai 2026

Fast 40 Jahre lang trennte der ›Eiserne Vorhang‹ die Menschen in Ost und West – in Deutschland und Europa. Zäune, Mauern, Stacheldraht, Minen und Soldaten auf Wachtürmen machten die innerdeutsche Grenze schier unüberwindbar. Mit dem ›Nationalen Naturmonument Grünes Band. Vom Todesstreifen zur Lebenslinie‹ wird die Erinnerung an diese unmenschliche Grenze bewahrt, gleichzeitig aber auch das dort entstandene einzigartige Ökosystem geschützt. 37 Jahre nach der Grenzöffnung wollen wir mit zwei Exkursionen auf den Spuren der jüngeren deutschen Geschichte wandern und gleichzeitig die Natur hautnah erleben.

Altmark und an die Elbe

Samstag, 13. Juni 2026

Die erste Exkursion führt am 13. Juni 2026 in die Altmark und an die Elbe. Der Tag startet mit einem Besuch des Grenzlandmuseums Schnackenburg in Niedersachsen. Die Wanderung führt dann über die Wüstung Stresow zum Grenzort Bömenzien in Sachsen-Anhalt. Unweit der Elbe befand sich das Dorf Stresow, das im Zuge des Grenzausbaus leergewohnt und geschleift wurde. Die Brachflächen sind heute Lebensraum von Dorngrasmücke, Neuntöter und Co. Hier wird uns Dieter Leupold über das Engagement des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) am Grünen Band berichten. Am Nachmittag folgt ein Zwischenstopp in der Kirchengemeinde Arendsee, wo wir mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen.

Weitere Informationen zu dieser Exkursion und zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. Der Anmeldeschluss ist der 4. Juni 2026.

Eckertalsperre im Harz

Samstag, 19. September 2026

Eine weitere Exkursion führt am 19. September 2026 an die Eckertalsperre im Harz, die bei einer Wanderung umrundet wird. Die Grenze verlief während der deutschen Teilung mitten durch den Stausee. Auf der Staumauer zeugt eine Grenzsäule von diesem Teil der Geschichte. Lothar Engler wird aus seiner Zeit als Bundesgrenzschutzbeamter berichten, das Grenzregime erklären und uns zu Orten von Fluchten führen. Zum Abschluss der Wanderung können Luchse, die seit einigen Jahren wieder im Nationalpark ansässig sind, in einem Schaugehege bewundert werden.

Weitere Informationen zu dieser Exkursion und zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. Der Anmeldeschluss ist der 4. September 2026.

Bei den Exkursionen handelt es sich um Veranstaltungen der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, des Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt, der Abteilung ›Institut für Landesgeschichte‹ des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, des Landesheimatbunds Sachsen-Anhalt, des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums und der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt. Zusätzliche Infomationen finden Sie auch im Exkursions-Flyer [PDF, 0,5 MB, nicht barrierefrei].

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